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Babelsberger Blütenpracht dank Pücklers Helfer

01. Juni 2017, veröffentlicht von Elvira Kühn

Momentan verzaubert der Park Babelsberg mit der Austellung „Pückler. Babelsberg – Der grüne Fürst und die Kaiserin“ tausende Besucher. Damit er allerdings so gepflegt und farbenfroh aussieht, bedarf es vieler Helfer, die die Babelsberger Blütenpracht erst ermöglichen. Mathilda Fischer, für ein Jahr bei uns im Bundesfreiwilligendienst in der Denkmalpflege, besuchte Pücklers Helfer in Babelsberg und berichtet hier über die Vorbereitungen im Park Babelsberg. (Alle Artikel der Serie auf einen Blick »)

Diesmal war ich allerdings nicht im gewohnten Umfeld der Parkgärtnerei von Sanssouci, sondern habe mich zu neuen Geschichten in den wunderschönen Park Babelsberg aufgemacht. Was passiert eigentlich hinter den Kulissen des Parks, in dem derzeit die Ausstellung „Pückler. Babelsberg – Der grüne Fürst und die Kaiserin“ zu sehen ist, eines der Highlights 2017? Bei meinem Besuch liefen die Arbeiten auf Hochtouren, um den Park in ein Meisterwerk ganz nach Pücklers Vorstellungen zu verwandeln. Widmen wir uns nun den Menschen, die dafür sorgen, dass die Parks so farbenfroh und gepflegt aussehen – den GärtnernInnen.

Im Sommer zauberhaft anzusehen – die Früchte der Arbeit an der Gotischen Fontäne

Im Park Babelsberg wurden vor einigen Wochen die Beete für die Frühjahrsbepflanzung vorbereitet. Hierfür wurde die Saat auf das Beet verteilt, die Igelwalze arbeitete die Samen dann in den Boden ein, und mit der schweren Walze wurden sie in die Erde gedrückt, damit die Vögel die Samen nicht wegpicken konnten. Die Walze ist mit Wasser gefüllt und sehr schwer. Das macht das Walzen bergauf leider ziemlich anstrengend.

Der Boden wird mit der Igelwalze für die Saat aufgelockert...
... und mit der Walze wird die Saat in den Boden gepresst. Keine Chance für freche Vögel!

Neben den Beeten musste auch der Rasen bearbeitet werden, damit er wieder strahlend und gesund aussieht. Hierzu wurde der Rasen vertikutiert, bedeutet: die Grasnarbe wurde angeritzt, um Moos und Mulch (altes Schnittgut) zu entfernen. Der Boden wird dadurch bessert belüftet und kann mehr Sauerstoff aufnehmen. Nach dem Vertikutieren wurde das tote Gras, Moos und Mulch aufgehakt und gesammelt, anschließend wurde alles Überflüssige entsorgt.

Hier werden die Überreste des Vertikutierens zusammengehakt.

Auch die Wege verlangten nach einer Überholung. Einige der unzähligen Wege im Park Babelsberg sind von den Spuren der Zeit betroffen und müssen erneuert werden. Die Wegedecke ist verunkrautet, die Steine am Rande des Weges sind zur Seite gedrückt – viel Arbeit wartete auf die Arbeiter der Firma Stadtgrün, die damit beauftragt war, den ca. 70 bis 100 Meter langen Weg (unten im Bild) wieder begehbar zu machen. In Feinarbeit wurde hier täglich eine Strecke von 20 bis 40 Metern aufgearbeitet.

Die Wege werden auf Vordermann gebracht.

Der Blick zum Schloss gibt herrliche Sichten auf Pücklers Meisterwerk frei. Dafür mussten allerdings viele zierliche Blumen und stattliche Pflanzen in die Beete des Pleasuregrounds eingesetzt werden. Das Bewässern dieses Farbenmeers ist eine nicht zu unterschätzende Aufgabe. Im Sommer müssen die Pflanzen täglich Wasser bekommen!

Hier ein kleiner Einblick in die Farbenvielfalt, welche schon zu Pücklers Zeiten den Park Babelsberg schmückte. Vergissmeinnicht neben Hyazinthen und Aurikeln. Alles historisch! – Die Farben, die Pflanzen und die Lage, ganz nach Pücklers Vorstellungen.

Stiefmütterchen, Hyazinthen und Aurikeln – Ganz im Sinne Pücklers.
Die ersten Pflanzen der Frühjahrsbepflanzung werden gewässert.
Ein Blick in die Vergangenheit und zugleich ein schöner Ausblick auf die Zukunft – Der Pleasureground im Sommer 2016.

Nun bleibt nicht mehr viel zu sagen, außer: Kommen Sie uns im Park Babelsberg besuchen und erleben Sie das Ergebnis von Monate langer Arbeit selbst. Genießen Sie schöne Zeiten in Schloss und Park Babelsberg!

Fotos: Hans Bach, Leo Seidel, Mathilda Fischer

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2 Kommentare

01.06.2017 - 14:54 Elfie Haupt

Vielen Dank für diesen Beitrag! Wie herrlich, den Gärtnerberuf in einer so wundervollen Umgebung ausüben zu dürfen! Mein Vater war auch ein Gärtner, ich habe seine Liebe zur Natur vererbt bekommen. In Potsdam kann man sich nicht sattsehen an all dem Schönen...

Ein ganz großes Lob an alle fleißigen Gärtner und Gärtnerinnen, die mit ihrer Arbeit helfen, die wunderschöne Kulturlandschaft zu pflegen und zu erhalten.

 

Herzlichst

Elfie Haupt

02.06.2017 - 12:48 Gesine Beutin

Herzlichen Dank, liebe Elfie Haupt, das Lob geben wir sehr gerne weiter!


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