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800 Jahre – Oranienburg feiert

22. April 2016, veröffentlicht von Elvira Kühn

Die Stadt Oranienburg‬ wird dieses Jahr 800 Jahre alt – und feiert dies am 24. April mit dem ‪Orangefest‬ in und um das Schloss. Das Fest für die ganze Familie ist jedoch nur der Auftakt des Jubiläums, eines von vielen Angeboten und Veranstaltungen rund ums Jahr. Schlossbereichsleiterin Berit Gloede verrät, was die Besucher anlässlich des Festes und das ganze Jahr hindurch erwartet.

Ein Beitrag von Schlossbereichsleiterin Berit Gloede

800 Jahre alt wird die Stadt Oranienburg‬ in diesem Jahr. Ihren heutigen Namen erhielt sie allerdings erst 1653 durch den „Großen Kurfürst“ Friedrich Wilhelm zu Ehren seiner Gemahlin Louise Henriette von Oranien-Nassau. Ihr Sohn Friedrich III. – ab 1701 König Friedrich I. in Preußen – ließ das Schloss repräsentativ erweitern und äußerst prachtvoll ausgestalten. Orangesaal, Porzellangalerie und Porzellankammer waren Repräsentationsräume ersten Ranges, die der neu erworbenen Königswürde Friedrichs gerecht wurden.

Auch heute ist das Schlossmuseum mit erstrangigen Kunstwerken ausgestattet. Das Gemälde „Kurfürst Friedrich Wilhelm und Louise Henriette von Oranien“ von Pieter Nason ist im Orangesaal zu sehen:

Die erste urkundliche Erwähnung Oranienburgs im Jahre 1216 nehmen Stadt und Schloss in diesem Jahr zum Anlass, mit zahlreichen Aktivitäten Besucher zum gemeinsamen 800. Geburtstag einzuladen. Auch die SPSG beteiligt sich mit verschiedenen Beiträgen. Zum Auftakt findet am 24. April das „Orangefest“ statt, welches anlässlich des niederländischen Königstags traditionell am letzten Sonntag im April in Oranienburg gefeiert wird.

Auf dem Schlosshof und im Schlosspark erwartet die Besucher an diesem Tag von 10 bis 18 Uhr wieder ein buntes Treiben aus traditionellen niederländischen Holzschuhtänzen, höfischer Akrobatik mit den „Artistokraten“ und Musik, die durch den Kopf direkt in die Füße geht. Vorführungen von altem landestypischen Handwerk werden ergänzt durch zeitgenössisches regionales Kunsthandwerk und ein vielseitiges kulinarisches Angebot.

In diesem Jahr rufen wir die Besucher des Festes außerdem auf, den „Tag in Orange“ selbst mit zu gestalten und sich in der Farbe des Tages zu kleiden oder einen orangefarbenen Hingucker zu tragen. Wir freuen uns schon sehr auf die Ergebnisse!

Aktiv und kreativ – in der neuen Museumswerkstatt

Im Rahmen des Orangefestes wird auch die neue Museumswerkstatt im Schlossmuseum eröffnet, in der Kinder und Familien künftig ihren Museumsbesuch kreativ nachbereiten können. In diesem Jahr starten wir mit einer monatlichen Sonntagswerkstatt, bei der jedes Mal ein Kunsthandwerk genauer kennengelernt und ausprobiert werden kann. Alle Termine finden Sie unter www.spsg.de/kalender-oranienburg oder in unserem Programm-Flyer zum Download (PDF, 900 kb).

Bei der Aktion „Bemale deinen Teller“ sind die OranienburgerInnen und BesucherInnen des Orangefestes außerdem eingeladen, einen Teller – oder auch ein anderes Gefäß – für die vier unbestückten Etageren in der Porzellankammer des Schlosses zu gestalten.

Kunstvolle Blumenarrangements

Im Orangesaal, der Roten Schlafkammer und in der Porzellankammer des Schlosses hat der niederländische Blumenkünstler Geer Pouls mit Blumen und Gegenständen eine sehr vergängliche und sich ständig verändernde phantasievolle Blumenkunst gestaltet: Eine von Natur aus zeitlich begrenzte Präsentation.

Geer Pouls' Arbeit ist inspiriert von niederländischen Blumenstillleben. Aus Blumen wie Tulpen und Amaryllis hat er Blüten-Kunstwerke geschaffen, die bis zum Orangefest in ihrer ganzen Schönheit zu bewundern sein werden.

Die virtuelle Porzellankammer

Die Oranienburger Porzellankammer, einst die größte und prachtvollste in den preußischen Königsschlössern, steht im Mittelpunkt eines Projektes, welches ab 3. Juli im Schlossmuseum zu sehen sein und von der SPSG-Sammlungskustodin Claudia Sommer vorgestellt wird. Tausende blau-weiße asiatische Porzellanstücke schmückten ursprünglich den Raum und brachten die europäischen Besucher zum Staunen. Die nach 1945 verloren gegangene Raumarchitektur mit Wandpilastern, frei stehenden Säulen und Holzgebälk wird nun durch eine virtuelle Rekonstruktion in einem hochdetaillierten, maß- und profilgetreues 3 D-Modell wieder erlebbar.

Über das Projekt „Virtuelle Porzellankammer“ wird hier im Blog im Laufe des Sommers noch mehr zu lesen sein. Jetzt wünschen wir Ihnen (und uns) erst einmal ein fröhliches, buntes und genussreiches Festwochenende in Oranienburg – und viele anregende Begegnungen das ganze Jubiläumsjahr hindurch. Wir freuen uns auf Sie!

 

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