Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) setzt im Potsdamer Park Sanssouci und im Berliner Park Charlottenburg auch im Jahr 2022 auf ökologische Wiesenpflege durch Schafe. Seit Anfang Mai stehen die ersten 50 Tiere auf der nördlichen Wiese hinter dem Schloss Sanssouci. 100 weitere Schafe und Lämmer folgen in den nächsten Tagen. Im Park Charlottenburg muss das Gras noch wachsen, bis dort eine Herde mit zirka 80 Tieren weiden kann. Bis November sollen die Tiere in beiden Anlagen insgesamt 24 Hektar Grasfläche „mähen“.
Zum ersten Mal hat sich die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg am diesjährigen bundesweiten Zukunftstag beteiligt. 22 Mädchen und zehn Jungs zwischen elf und 15 Jahren konnten am 28. April 2022 einen Tag lang in zahlreiche Arbeitsbereiche der SPSG reinschnuppern. Ganz gezielt sind Mädchen und Jungs an dem Aktionstag eingeladen, jeweils die für sie etwas „untypischeren“ Berufe kennenzulernen.
Vor der Kleinen Orangerie im Schlossgarten Charlottenburg wird nach zweijähriger Pause wieder eine „blühende Ausstellung“ mit historischen Pelargonien – umgangssprachlich auch bekannt als Geranien - zu bewundern sein. Die Gärtner:innen der Stiftung haben die Sammlung des früheren königlichen Hofgärtners Georg Steiner (1774 - 1834) in vielen Jahren mit viel Sorgfalt wieder zusammengetragen und zeigen zur Blütezeit die schönsten Exemplare.
Im Frühjahr 2022 kehrte die Bronzeplastik „Ruhende Frau“ des Schweizer Bildhauers Fritz Huf nach Schloss Schönhausen zurück. Von 1951 bis 1990 stand das Kunstwerk im Garten des Schlosses, das zu dieser Zeit Amtssitz des Präsidenten und später Gästehaus der DDR war. Zuvor und auch danach verschwand das 1924 entstandene Kunstwerk mehrfach. Dr. Ulrike Schmiegelt-Rietig, Provenienzforscherin der SPSG, führt uns zur Entstehung der Plastik, zur Biographie des Künstlers und ihrem Auftraggeber und zur glücklichen Fügung, die „Ruhende Frau“ nun endlich einer breiten Öffentlichkeit zu zeigen.
Die kunstvollen Wandteppiche der preußischen Schlösser waren Bilder, Schmuck, Wärmedämmung und Schallschutz in einem. Die Geschichte hinter den Textilen Kunstwerken ist genauso spannend wie die Geschichte von Gemälden. Dr. Susanne Evers, Kustodin der Textiliensammlung der Stiftung erinnert an das Wandbild „Flora“, das anlässlich der Watteau-Ausstellung einige Monate im Schloss Charlottenburg zu sehen war. “Flora“ wurde nach Motiven des französischen Künstlers Antoine Watteau gewebt und befindet sich nun wieder im Depot des Berliner Stadtmuseums.
Die SPSG betreut rund 9000 textile Kunstwerke aus der Zeit vom 16. bis zum frühen 20. Jahrhundert in den preußischen Schlössern. Dieses Gut wird von unserem Raumausstattermeister Maximilian Busch gehegt, gepflegt und mit viel Liebe behandelt. Er kommt aus einer Familie, die seit drei Generationen in diesem Beruf tätig ist. Seine Arbeit in der Stiftung ist daher für die Familie sehr interessant und er profitiert von der langjährigen Erfahrung von Vater und Großvater Busch.
Zurzeit kümmert er sich um die Wandbespannung im oberen Herrenschlafzimmer des Neuen Palais und nimmt Sie anlässlich unserer Instagram-Themenwoche zu Wandbespannungen mit in seinen beruflichen Alltag.
Die Orangenbäume werden ausgefahren, die Schlösser werden hergerichtet, der Frühling ist endlich da und die kühlen Schönheiten sind ganz aus ihrem Häuschen. Das „Aushausen“ hat – pünktlich vor Saisonstart – begonnen.
Fast 13.000 Menschen haben unseren Instagram-Kanal @spsgmuseum abonniert und verfolgen unsere Posts – Fotos, Texte und Videos – die wir dort veröffentlichen. Instagram ist ein schnelles Medium. Kurze, knackige Texte und nicht zu detailreiche Fotos bestimmen das Bild. Was Instagram zudem ausmacht: Die Fans („Follower“) liken und kommentieren die Posts nicht nur, sie teilen sie auch fleißig in ihren eigenen Kanälen und senden die Bilder der Schlösser und Gärten somit in die ganze Welt. Es entsteht ein virtueller Austausch. Daneben gibt es eine reale Form des Austausches, den sogenannten „Take over“. Aber was ist das eigentlich?
In unserer Reihe der versteckten oder kuriosen Orte in den Gebäuden und Gärten der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg widmen wir uns heute einem sonderbaren Obelisken im Schlossgarten Charlottenburg. Er trägt die Inschrift des heutigen Tages – 11. März – aber ohne Jahreszahl. Für diesen Beitrag haben wir uns auf die Suche nach des Rätsels Lösung begeben.
Sagen und Geheimnisse, kaum zu glauben oder einfach nur Gerüchte – seltsame Geschichten gab es zu allen Zeiten und natürlich auch in den Schlössern und Gärten der Stiftung. Wir werden in unregelmäßigen Abständen mit der Frage „Stimmt es eigentlich?“ den Geschichten auf den Grund gehen. Unser erster Beitrag führt uns in das Jagdschloss Grunewald.
750 Hektar Parkanlagen, 600 einzelne Baudenkmäler, 236.000 Quadratmeter Gebäudefläche – in der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg gibt es auch abseits der bekannten Wege zahlreiche spannende Orte, die wir Ihnen ab sofort in unregelmäßigem Abstand auf dem Blog vorstellen möchten – seien es nicht zugängliche, versteckte oder auch nur kuriose Winkel in dem großen Kosmos der Stiftung. Den Anfang macht das Kaiser-Friedrich-Mausoleum neben der Friedenskirche im Park Sanssouci.