König Friedrich I. in Preußen (1657–1713) beging seinen 52. Geburtstag am 11. Juli 1709 im Schloss Charlottenburg mit einer Reihe glanzvoller Feste für seine fürstlichen Gäste – den dänischen König Friedrich IV. (1671–1730) sowie den sächsischen Kurfürsten und polnischen König August den Starken (1670–1733). Blieb auch das glanzvoll in Szene gesetzte Dreikönigstreffen politisch letztlich ohne größere Wirkung, so bot der Besuch der beiden Monarchen vom 2. bis zum 17. Juli 1709 dem preußischen König doch die Gelegenheit zu erheblicher Prachtentfaltung und trug dazu bei, dem noch jungen Königreich auf der politischen Bühne Geltung zu verschaffen.
Im Gegensatz zu heute waren solche internationalen Dreiergespräche auf höchster politischer Ebene zu Beginn des 18. Jahrhunderts eine Seltenheit; deshalb wurde das Treffen durch den Maler und Direktor der Preußischen Akademie der Künste Samuel Theodor Gericke in zwei Gemälden der Nachwelt überliefert.
Eines dieser sogenannten Allianzbilder, das die drei Monarchen Hand in Hand zeigt, befindet sich in den östlichen Paradekammern des Schlosses Charlottenburg, das zweite Gemälde ist im Schloss Caputh zu sehen: Friedrich I. in Preußen steht in der Mitte, links ist August von Sachsen und Polen zu sehen, rechts Friedrich IV. von Dänemark.