Die Krönung Wilhelms I. (1797–1888) zum preußischen König fand am 18. Oktober 1861 statt. Nach dem Tod König Friedrich Wilhelms IV. (1795–1861) wählte sein Bruder Prinz Wilhelm von Preußen die Schlosskirche zu Königsberg (Ostpreußen) als Ort der Krönung. Hier hatte bereits 1701 Friedrich I. die erbliche Königswürde für das Haus Hohenzollern begründet. Das Datum der Krönung war mit Bedacht gewählt worden. Der Tag war der Geburtstag des Kronprinzen Friedrich Wilhelm (späterer Kaiser Friedrich III.), vor allem aber der Tag der Völkerschlacht bei Leipzig – die mit diesen Ereignissen verbundenen patriotischen Gefühle des Volkes wurden somit ausgenutzt. Die Krönung erhielt zusätzlich den Charakter einer nationalen Siegesfeier. 1871 wurde Wilhelm I. im Spiegelsaal des Schlosses Versailles zum Deutschen Kaiser proklamiert.
Adolph Menzel (1815–1905, ab 1898 von Menzel) erhielt 1861 den Auftrag die Krönungszeremonie in einem repräsentativen Gemälde festzuhalten. Dafür stellte Wilhelm I. ihm einen Saal im Berliner Schloss als Atelier zur Verfügung. Menzel arbeitete vier Jahre an diesem Werk. Er porträtierte 132 Personen. Das Gemälde gehörte bis zum Zweiten Weltkrieg zur Ausstattung des Berliner Schlosses.