Auf dem Porträt sitzt Friedrich I. (1657–1713) als König auf einem beeindruckenden Silberthron. Die Lehne ist mit einer großen Königskrone geschmückt, die von zwei Adlern getragen wird. In der rechten Hand trägt Friedrich das preußische Zepter als Symbol seiner Herrschaft.
Solche Porträts nutzte Friedrich I. zur Darstellung seiner Macht. Damit stellt er seine Alleinherrschaft als König in Preußen nach außen dar.
Seit 1692 verfolgte er das Ziel einer Rangerhöhung vom Kurfürsten zum König, um im Umgang mit den anderen europäischen Herrschern eine gleichberechtigte Behandlung zu erfahren.
Eine Rangerhöhung zum König konnte nur mit der Zustimmung des Kaisers oder in einem selbstständig beherrschten Gebiet erfolgen. Ein Teil des Herzogtums Preußen war seit 1660 ein souveränes Herzogtum. Das Gebiet befand sich außerhalb des Heiligen Römischen Reiches.
Mit diplomatischem Geschick und der Zusage für eine militärische Unterstützung des Kaisers Leopold I. (1640–1705) im Spanischen Erbfolgekrieg erhielt Friedrich dessen Zustimmung für die Rangerhöhung zum König.
Am 18. Januar 1701 setzte sich der brandenburgische Kurfürst Friedrich III. im Königsberger Schloss die preußische Königskrone auf den Kopf. Von nun an war er König Friedrich I. in Preußen. Eine Anerkennung durch alle europäischen Herrscher erfolgte erst im Verlauf der kommenden Jahre.