Meierei auf der Pfaueninsel

Bäuerliches Plaisir

Inspiriert durch Jean Jacques Rousseaus Motto „Zurück zur Natur“ ließ der europäische Adel Ende des 18. Jahrhunderts „Schmuckbauernhöfe“ errichten. In kulissenhafter Architektur inszenierte die vornehme Hofgesellschaft ihre romantischen Vorstellungen des „einfachen Landlebens“. In Preußen waren es Friedrich Wilhelm II. und seine Geliebte Gräfin Lichtenau, die sich mit der Meierei auf der Pfaueninsel ein bäuerliches Plaisir fernab der höfischen Etikette schufen. Hier melkten sie wohlgepflegte Milchkühe und genossen süße Milch.

Die Meierei wurde 1794/95 gleichzeitig mit dem Schloss Pfaueninsel erbaut. Das Äußere des Gebäudes erinnert an eine verfallene Klosterruine. Im Erdgeschoss der Meierei befindet sich ein Stall, in dem Milchkühe untergebracht waren. Sie konnten von den Majestäten persönlich gemolken werden. Danach begab man sich in die Molkenstube, wo noch heute das Butterfass zu sehen ist, in dem schon die Gräfin Lichtenau den Milchrahm zu Butter schlug. Auch die hölzernen Butterformen in Pfauengestalt sind erhalten geblieben.

In einem Kabinett wird anhand von Ausgrabungsfunden an das ehemalige Laboratorium des Alchemisten und Glasmachers Johann Kunckel erinnert.

Einen handlichen Führer zur Pfaueninsel mit seinen Bauten können Sie hier bestellen »

Highlights

Im Obergeschoss öffnet sich eine Flügeltür zum gotischen Saal, dessen prachtvolle Gestaltung die Besucher auch durch die zuvor erlebte ländliche Einfachheit, im Inneren wie Äußeren, überwältigt. Namhafte Künstler schufen mit diesem Saal ein Meisterwerk früher neogotischer Raumgestaltung, welches in der Berlin-Potsdamer Region einzigartig ist.

Prunkstücke der originalen Einrichtung sind ein Kronleuchter aus böhmischem Kristall und ein Tisch aus orientalischem Achat mit geschnitzten Schlangenfüßen.

Die Ausstellung in der ehemaligen Meierwohnung im Erdgeschoss dokumentiert die unterschiedlichen Gestaltungsphasen der Pfaueninsel. Dort wird neben einem Kegelspiel auch ein Wagen der Russischen Rutsche ausgestellt, die im 19. Jahrhundert zum königlichen Freizeitvergnügen einlud. 

Achtung: Pfaueninsel am 11. Dezember 2017 geschlossen

Aus betrieblichen Gründen ist die Pfaueninsel am Montag, dem 11.12.2017 für den Besucherverkehr geschlossen werden. Wir bitten um Verständnis!

Adresse

Meierei auf der Pfaueninsel
Nikolskoer Weg
14109 Berlin

Anreise / Karte

Öffnungszeiten

November bis März

Gültig 01.11.2017 - 29.03.2018
Montag - Sonntag: geschlossen

April bis Oktober

Gültig 30.03.2018 - 31.10.2018
Montag - Freitag: geschlossen
Samstag/ Sonntag: 10:00 - 17:30

Sofern nicht anders angegeben, gelten an Feiertagen die jeweiligen Wochenend-Öffnungszeiten.

Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließzeit

Überblick über Öffnungszeiten und Feiertage »

Preise

Einzelpreis

Preis: 2.00 €

Jahreskarte

Gültig für alle geöffneten Schlösser und Sonderausstellungen der SPSG für 1 Jahr ab Ausstellungsdatum (ausgenommen Schloss Sacrow und Jagdschloss Stern in Potsdam; für das Belvedere auf dem Pfingstberg gilt der ermäßigte Eintritt); inkl. Ermäßigungen in Museumsshops und ausgewählten Gastronomien. Nicht übertragbar. Verkauf an allen Schlosskassen und in den Besucherzentren.

Preis: 60.00 € ermäßigt: 40.00 €

Fotoerlaubnis

Gültig für einen Tag in allen Schlössern.
Nur für private Nutzung. Nicht zur Veröffentlichung.
Ohne Blitz, ohne Stativ.

Preis: 3.00 €

Einzelpreis Pfaueninsel (Fähre)

inkl. Parkplan

Preis: 4.00 € ermäßigt: 3.00 €

Familienkarte Pfaueninsel (Fähre)

Gültig an einem Tag für 2 Erwachsene und bis zu 4 Kinder (bis zum vollendeten 18. Lebensjahr).
inkl. Parkplan

Preis: 8.00 €

Jahreskarte Pfaueninsel (Fähre)

Gültig für die Benutzung der Insel-Fähre für ein Jahr.
Verkauf im Fährhaus auf der Pfaueninsel.

Preis: 23.00 €

Kontakt & Buchung

SPSG | Besucherinformation
info(at)spsg.de
Tel.: 0331.96 94-200

Zugänglichkeit

Leider sind die Ausstellungsräume für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich.

Aus konservatorischen Gründen ist die Mitnahme von Kinderwagen in den Ausstellungsräumen leider nicht möglich.