Schwarzdorn & Rotwild – Fine Dining EventEin Abend zwischen Jagd, Kunst und kulinarischer Wildnis – Hommage an den Hirsch – König des Waldes
Kaum ein Tier hat die Menschen über Jahrtausende so tief bewegt wie der Hirsch. Majestätisch, kraftvoll und geheimnisvoll verkörpert das Rotwild die ursprüngliche Verbindung zwischen Mensch und Natur. Sein imposantes Geweih macht ihn seit jeher zu einem Sinnbild für Stärke, Erneuerung und die verborgenen Kräfte der Wildnis.
Als archaisches Wesen begegnet uns der Hirsch in den Mythen und Kulturen Europas. Er galt als Grenzgänger zwischen der sichtbaren Welt und den geheimnisvollen Kräften des Waldes – als Symbol für Fruchtbarkeit, Würde und Lebenskraft. Bis heute schmückt er zahlreiche Wappen und steht für Adel, Wachsamkeit, Mut und die Verbundenheit mit einer Landschaft.
In der Jagdkultur nimmt das Rotwild eine besondere Stellung ein. Als Wild der „hohen Jagd“ wird ihm seit Jahrhunderten mit größtem Respekt begegnet. Untrennbar verbunden mit dieser Tradition ist die Legende des heiligen Hubertus, des Schutzpatrons der Jäger. Der Überlieferung nach begegnete Hubertus während einer Jagd einem Hirsch, in dessen Geweih ein leuchtendes Kreuz erschien. Diese Begegnung wurde zum Symbol für Demut, Verantwortung und den achtsamen Umgang mit der Schöpfung.
Auch die Kunstgeschichte ist seit ihren frühesten Anfängen eng mit dem Bild des Hirsches verbunden. Bereits in den ersten Höhlenmalereien der Menschheit begegnet uns der Hirsch als eines der bedeutendsten Motive – als Ausdruck der Faszination für die Tierwelt, als Jagdsymbol und als Spiegel der tiefen Verbindung zwischen Mensch und Natur.
Über Jahrtausende hinweg hat der Hirsch Künstlerinnen und Künstler inspiriert. So auch die Bildhauerin und Künstlerin Wilde Sophie. In Mythen, religiösen Darstellungen, Jagdgemälden und modernen Kunstwerken steht er für Kraft, Würde, Fruchtbarkeit, Erneuerung und die geheimnisvolle Beziehung zwischen der sichtbaren Welt und den Kräften der Natur.
In der zeitgenössischen Kunst findet der Hirsch bis heute eine besondere Bedeutung. Künstler wie Joseph Beuys haben sich mit seiner symbolischen Kraft auseinandergesetzt und ihn als Zeichen für Wandlung, Naturverbundenheit und ein neues Bewusstsein im Umgang mit unserer Umwelt verstanden. Der Hirsch bleibt damit ein zeitloses Motiv – ein Wesen zwischen Wildnis und Kultur, zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Ein exklusiver Abend im Jagdschloss Grunewald
Die Veranstaltung findet im historischen Jagdschloss Grunewald statt – dem ältesten erhaltenen Schloss Berlins.
Errichtet im 16. Jahrhundert unter dem brandenburgischen Kurfürsten Joachim II Hector, diente das Schloss über Jahrhunderte als Rückzugsort für höfische Jagdgesellschaften und als Ort repräsentativer Begegnungen. Eingebettet in die Landschaft am Grunewaldsee verbindet es bis heute die Geschichte der Jagd mit bedeutender Kunst- und Kulturgeschichte.
Zum Auftakt des Abends erwartet die Gäste eine exklusive Führung durch die Jagdkunstausstellung des Schlosses. Dabei öffnet sich der Blick auf die jahrhundertealte Verbindung von Jagd, Kunst und gesellschaftlicher Tradition – ein besonderer Rahmen für einen Abend, der dem Rotwild gewidmet ist.
DAS MENÜ
Die Küche widmet sich der Faszination des Rotwildes und seiner tiefen Verwurzelung in Wald, Jagd und Kultur. Wildbret, Waldaromen und vergessene Zutaten verbinden sich zu einer kulinarischen Erzählung voller Charakter und Ursprünglichkeit.
Von der ersten Begegnung mit der Fährte bis zum Höhepunkt der Brunft entsteht ein Menü, das die Sprache des Waldes aufgreift und die Vielfalt einer Landschaft auf den Teller bringt.
APÉRO
Hirschrufer-Cocktail
Wolpertinger-Butter und hausgebackenes Sauerteigbrot
FÄHRTE
Trittsiegel-Crostini mit Hirschschinken, Marone & Walnuss | Maronen-Cremesüppchen | Steinpilz-Blautannenöl
GESCHÄLT
Zwiebeltarte
Reblochon-Creme | Belper Knolle | Kakao-Borkenchips mit Röstzwiebeln & geräucherten Meersalzflocken
LOSUNG
Lupinenkaffee-Gnocchi auf gezupftem Hirsch
Knusprige Eichenblätter | Mandarinenöl | Frittierte Flechte | Bucheckern | Haselnuss-Sellerie-Beurre-blanc mit Speierling-Likör
SUHLE
Ossobuco vom Hirsch
Paprika-Gemüse-Sauce | Grüne Koji-Jalapeño-Creme | Colorado-Tanne
Totentrompeten | Pommes-Dauphine-Steine mit schwarzer Zwiebelsaat | Knusprige Linsenblätter mit Kreuzkümmel
BRUNFT
Gegrilltes Rotwild Herz
Herz aus Preiselbeer-Waldmeister-Gelee gefüllt mit Pastinakencreme
Schwarze Nuss | glasierte Koji-Karotten
SCHWARZER WALD
Hirschrücken
Hirsch-Consommé | Morchel | Shiso | Schwarze Kamille | Zwiebel
HIRSCHROSE
Eichenholz-Eis | Schlehen Coulis
Karamellisierter Walnuss-Crunch
Die Weinbegleitung und Tafelwasser ist inklusive.
Nicht alkoholisches Pairing auf Anfrage.
Ausgewählte kleine Bio-Weingüter, die mit Respekt vor Natur, Boden und Rebe arbeiten. Ihre Weine spiegeln die ursprüngliche Kraft und Eigenwilligkeit ihrer Weinberge wider – authentisch, lebendig und ungezähmt wie die Landschaften, aus denen sie entstehen.
Jagdschloss Grunewald
Hüttenweg 100 (am Grunewaldsee)
14193 Berlin
Die Veranstaltung findet auf der Wasserterrasse statt.
Anreise
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Haltestelle „Berlin, Königin-Luise-Str./Clayallee“ + ca. 1200m Fußweg
vbb-online | Fahrplanauskunft
Aktuelle Verkehrsinfos
viz.berlin.de
Parken
Gebührenpflichtige Parkplätze nur begrenzt vorhanden (Hüttenweg / Parkplatz Forsthaus Paulsborn)
225 Euro inkl. einer kleinen Schlossführung
Ticket-Vorverkauf außschließlich über externe Veranstalterin hier
- bedingt rollstuhlgeeignet
Kopfsteinpflaster
vereinzelte Stufen im Schloss und ggf. an der Wasserterrasse
Das Schloss mit der Wendeltreppe ist leider nicht barrierefrei.

