Johann Kunckel, Fragmente aus der Glasperlenproduktion, 1685–1688, farbiges Glas, Pfaueninsel, Kunckelkabinett in der Meierei, Dauerleihgabe des Museums für Vor- und Frühgeschichte

Kunckel, der Glas­macherExpertinnenführung mit Dr. Verena Wasmuth, Kustodin für Leuchter und Beleuchtungskörper, SPSG

Ende des 17. Jahrhunderts befand sich auf der kleinen Havelinsel das Glaslaboratorium des berühmten Alchemisten Johann Kunckel von Löwenstern (um 1635–1703). Er hatte die Insel von Kurfürst Friedrich Wilhelm als Geschenk erhalten, um dort unbeobachtet experimentieren zu können. Im Gegenzug sollte Kunckel hier das kostbare Goldrubinglas sowie aufwendig dekorierte Glasperlen fertigen. Letztere kamen als Tauschware im Versklavungs- und Kolonialwarenhandel zum Einsatz. Von 1686 bis 1689 wohnte und forschte Kunckel auf der Insel; nur der Kurfürst durfte ihn besuchen. Das wichtigste Ergebnis seiner Versuche war die Entwicklung diverser Technologien zur Fertigung neuer Glasfarben und Dekore. Kunckels Experimente im geheimen Labor mit Glashütte und Schmelzofen brachten Licht und weithin sichtbare Rauchschwaden hervor – so entstand die Legende, auf der Insel sei ein Zauberer am Werk. 

Während der Führung mit Dr. Verena Wasmuth,  die an der Meierei an der Ostseite der Pfaueninsel endet, suchen wir nach Spuren seiner Aktivitäten.

Pfaueninsel

14109 Berlin

Treffpunkt: Fährhaus

Weitere Informationen zum Ort

Anreise

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Haltestelle „Pfaueninsel (Berlin)“
vbb-online | Fahrplanauskunft

Parken
Öffentliche Parkplätze am Nikolskoerweg

12 €, ermäßigt 10 € (inkl. Überfahrt mit der Fähre)
Ermäßigter Eintritt für Inhaber:innen der Jahreskarte Schlösser

  • bedingt rollstuhlgeeignet