Die Simonschen Anlagen in Seelow. Geschichte und WiederherstellungVorträge
GartenForum GlienickeHugo Simon (1880–1950) hat als Politiker, Bankier und Mäzen die Geschicke der Weimarer Zeit maßgeblich mitbestimmt. Sein besonderes Interesse aber galt der Schaffung einer Synthese aus Land(wirt)schaft und Kultur. Um diese umzusetzen, erwarb er 1919 das sogenannte Schweizerhaus in Seelow am Rande des Oderbruchs. Dort entstand in den Folgejahren ein hochmodernes Gut, das auf Obstanbau und Geflügelzucht spezialisiert war und durch eine Parkanlage mit zahlreichen kultur- und geistesgeschichtlichen Referenzen ergänzt wurde.
Seit einigen Jahren wird das einzigartige Gartendenkmal der Simonschen Anlagen als Mustergut, in dem sich Ästhetik, Landwirtschaft, Gartenbau und Sozialpolitik vereinen, sukzessive restauriert. Für dieses Langzeitvorhaben gibt es eine Planung, die das Ziel hat, nicht nur die Struktur der Anlagen und seine Einzelbereiche denkmalgerecht zu sanieren, sondern auch Grundgedanken Hugo Simons wiederzubeleben.
Die Veranstaltung gibt Einblick in die Geschichte dieses einzigartigen Ensembles und die aktuelle Planung, dieses „Experiment“ mit altem, neuem Leben zu füllen.
Vorträge
„Wie ein Kunstwerk, fast wie ein Gemälde“ – Hugo Simons ‚Kulturgut‘ in Seelow
PD Dr. Anna-Dorothea Ludewig, Universität Potsdam / Hugo Simon Stiftung
Die Simonschen Anlagen – die Restaurierung und Wiederbelebung eines bedeutenden Gartendenkmals der Weimarer Republik
Dr. Joachim Jacobs, freier Landschaftsarchitekt
Potsdam Museum – Forum für Kunst und Geschichte
Am Alten Markt 9
14467 Potsdam
8 €
Studierende und Auszubildende sind von der Gebühr befreit
Anmeldung: info(at)gartenforum-glienicke.de bis 06.11.2026
Die Veranstaltung wird von der Architektenkammer Berlin als Weiterbildungsveranstaltung mit 2 Unterrichtseinheiten (1 UE = 45 Minuten) anerkannt.

