Die Frauen der Hohenzollern – Dynastie, Netzwerk und FamilieRingvorlesung
Die Geschichte der Hohenzollern wird häufig als Geschichte ihrer Kurfürsten, Könige und Kaiser erzählt. In der Vorlesungsreihe werden bewusst Frauen in den Mittelpunkt gerückt, die das Haus Brandenburg über Jahrhunderte hinweg entscheidend mitgeprägt hatten – oft jenseits der großen Schlachten und Staatsverträge, aber nicht minder wirksam. Im Fokus stehen die vielfältigen Netzwerke, in denen die Ehefrauen und Töchter der Hohenzollernherrscher agierten: familiäre, dynastische, höfische und politische Verflechtungen, die weit über Brandenburg und Preußen hinausreichten. Heiratsstrategien und dynastische Politik werden dabei als zentrale Instrumente weiblicher Macht sichtbar, mit denen Bündnisse gestiftet, politische Spielräume eröffnet und kulturelle Transfers ermöglicht wurden. In der Vorlesung wird der Fokus zudem auf die Rolle der Frauen am Hof gelegt – als Beraterinnen, Regentinnen, Mäzeninnen und Mitgestalterinnen der Formen dynastischer Repräsentation, nicht zuletzt aber auch in ihrer Rolle im familiären Alltag: Mutterschaft, Kindererziehung und die Vermittlung von Werten, Normen und Herrschaftsvorstellungen als Grundlagen für dynastische Kontinuität. Anhand von Biographien wird so deutlich, wie die Frauen der Hohenzollern Macht ausübten, Politik beeinflussten und Geschichte formten – oft subtil, aber ebenso oft auch nachhaltig.
14. April
Einführung in die Vortragsreihe
Matthias Asche, Potsdam & Monika Wienfort, Potsdam
21. April
Gehörige Potentiale. Die Frauen der Hohenzollern im 15. Jahrhundert und ihre Wirksamkeit im dynastischen Gefüge
Uta Piereth, München
28. April
Nur dem wahren Glauben und der eigenen Dynastie verpflichtet? Die Kurfürstinnen des Reformationsjahrhunderts
Matthias Asche, Potsdam
5. Mai
Anna von Preußen (1576–1625) – (Kur)Fürstin in Opposition
Ulrike Sträßner, Potsdam
12. Mai
Zwei Hochzeiten und ein Todesfall. Die Kurfürstinnen Louise Henriette (1627–1667) und Dorothea Sophie (1636–1689)
Marco Barchfeld, Erlangen-Nürnberg
19. Mai
Verbannt – verkannt – vergessen? Annährung an die preußische Königin Elisabeth Christine
Frank Göse, Potsdam
26. Mai
Neues über Wilhelmine von Bayreuth? Die Quellen zum Leben der Markgräfin im kritischen Überblick
Thomas Fischbacher, Potsdam
2. Juni
Seelenadel und Geburtsadel – Wilhelmine von Lichtenau und Friedrich Wilhelm II.
Alfred Hagemann, Berlin
9. Juni
Königin Augusta – eine „Weimarer Alternative“ für die deutsche Geschichte?
Birgit Aschmann, Berlin
16. Juni
Die vergessene Königin Elisabeth (1801–1873). Ein halbes Jahrhundert Repräsentantin Preußens
Ulrike Marlow, Berlin
23. Juni
Monarchin im Zeitalter der Revolution – Luise von Preußen
Daniel Schönpflug, Berlin
30. Juni
Preußische Prinzessinnen im Konflikt. Prinzessin Luise von Hessen-Barchfeld-Philippsthal, geb. von Preußen (1829–1901) und Louise Sophie von Preußen, geb. von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg (1866–1952)
Anja Bittner, Berlin
7. Juli
Die Kaisertochter – Prinzessin Viktoria Luise von Preußen
Monika Wienfort, Potsdam
14. Juli
Cecilie (1886–1954) – letzte Kronprinzessin des Deutschen Kaiserreiches
Jörg Kirschstein, Potsdam
Veranstalter:
Prof. Dr. Monika Wienfort, Professur der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Universität Potsdam; Prof. Dr. Matthias Asche, Professur für Allgemeine Geschichte der Frühen Neuzeit, Universität Potsdam; Research Center Sanssouci; Brandenburgische Historische Kommission; Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte
Brandenburg Museum für Zukunft, Gegenwart und Geschichte
Kutschstall, Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam
kostenfrei
Interessierte sind herzlich willkommen!
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