Lindstedter- und Posttoravenue

Gesamtsanierung

Die Lindstedter- und Posttoravenue befinden sich auf der Gartenseite östlich des Neuen Palais. Sie stellen die Verbindung nach Norden zur Maulbeerallee und ins Bornstedter Feld dar sowie vom Ökonomieweg nach Süden zum Bahnhof Sanssouci.

Zwischen 1878 und 1881 wurden die Gräben und stehenden Wasserflächen im ge­samten westlichen Park Sanssouci verfüllt. Die Verfüllungen boten die Chance, mit der Posttoravenue eine dem Kaiser angemessene Wegverbindung zum Bahnhof Wildpark und weiter in das Jagdgebiet des Wildparks zu schaffen. Der streng symmetrischen Parkanlage aus der Zeit Friedrichs II. folgend, wurde zur gestalterischen Einbettung in den Park die Lindstedter Avenue als Verbindung zu den Schießplätzen im Katharinenholz hergestellt. Diese gestalterische wichtige, senkrecht zur Hauptachse des Parks Sanssouci, verlaufende Wegeachse wurde bis 1884 fertiggestellt. Die Posttoravenue wurde im Jahr 1895 mit ihren Lindenreihen komplettiert.

Ziel der Maßnahme war es, die beiden Avenues wieder in einen gebrauchsfähigen Zustand herzustellen und in ihrer historischen Bedeutung aus der Kaiserzeit wiedererlebbar zu machen. So wurden beide Avenues in ihrer geschotterten sichtbaren Breite wiederhergestellt. Hierzu gehören bei der Posttoravenue die beiden seitlichen Fuß­wege, welche sich ebenfalls unter der sechsreihigen Lindenallee, jeweils rechts und links der Avenue, befinden. Zusätzlich wurde die historische Wegeverbindung von der Posttoravenue zum Theater­weg als südlicher Abschluss des Heckengartens, als Pendant zum Weg nördlich der Hecken­gärten, wiederhergestellt.

Mit der Maßnahme konnte die begonnene Wiederherstellung der Umgebung vom Neuen Palais weitestgehend komplettiert werden. Für die Wiederherstellung war der Austausch der gesamten Tragschicht notwendig. Darüber haben Wege je nach Belastungs- und Nutzungs­anspruch eine neue Deckschicht oder Zwischenschicht als Wegedecke erhalten.

Lage: Potsdam, Park Sanssouci
Nutzung: Erschließung
Gesamtbaukosten: 0,85 Mio. Euro
Projektdauer: 2018 bis 2020

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