Museumspädagogisches Angebot

Friedrich II. und die Sprache der Macht

Das Programm eignet sich für die Klassenstufen 7–13

Das Neue Palais im Park Sanssouci ist innen wie außen ein beeindruckendes Bauwerk. König Friedrich II. ließ es nach dem Siebenjährigen Krieg als repräsentatives Sommerschloss für hochrangige Gäste errichten. Bis heute glitzert und glänzt das Palais: kostbare Materialien, wertvolle Kunstwerke und eine außergewöhnlich reiche Ausstattung prägen die Räume. In vielen Bereichen ist die originale Ausstattung aus dem 18. Jahrhundert bis heute erhalten.

Was uns heute vor allem als prunkvoll erscheint, war für die, die Friedrichs II. erreichen wollte, voller Bedeutungen. Die Gestaltung einer Wand, die Entscheidung für einen Fußboden oder die sorgfältige Platzierung eines Kunstwerks oder Einrichtungsgegenstands – jedes Detail im Gebäude hatte eine Bedeutung. Was die Menschen damals verstehen konnten, ist für uns heute fast eine unbekannte Sprache.

Welche Botschaft wollte der König Fridrich II. mit dem Neuen Palais übermitteln? Was haben diese Inszenierungen von Macht auch noch mit uns heute zu tun?

Im interaktiven Rundgang durch das Schloss erarbeiten sich die Schüler:innen eigenständig, welche Botschaften hinter den gestalterischen Entscheidungen im Neuen Palais stecken. Anknüpfend an das Lehrplanthema frühneuzeitlicher Staat/Absolutismus wird untersucht, wie Friedrich II. als König seine Macht ausdrückte.

Wichtige Informationen

Das Programm bietet mögliche Anknüpfungspunkte zu folgenden Inhalten des Rahmenlehrplans für die Länder Berlin und Brandenburg:

Module im gesellschaftswissenschaftlichen Fächerverbund (7–8)
Epochenüberblick: Orientierung in der Zeit
Frühe Neuzeit (ca. 1500 – ca. 1750): frühneuzeitlicher Staat/Absolutismus

Wahlmodule im gesellschaftswissenschaftlichen Fächerverbund (7–8)
Schritte zur modernen Demokratie: Absolutismus und Parlamentarismus: zwei Wege der Herrschaftsentwicklung in der Frühen Neuzeit
Geschichte der Stadt am Beispiel von Brandenburg-Preußen: Funktionen der frühneuzeitlichen Stadt

Kompetenzentwicklung (7–10)
Historische Quellen, menschliches Handeln in der Vergangenheit, historische Kontinuität und Veränderungen untersuchen, Darstellungen über Vergangenheit analysieren, historische Informationen aus Materialien erschließen, Herkunft von Informationen nachweisen, Recherchen durchführen, historische Werturteile und Wertmaßstäbe entwickeln,  bewerten und anwenden
Sprachbildung: Produktion / Sprechen, Interaktion; Medienbildung: Informieren, Kommunizieren, Analysieren, Reflektieren

Gymnasiale Oberstufe Geschichte
Einführungsphase in der Jahrgangsstufe 11 Kompetenzerwerb:
unterscheiden historische Quellen von Darstellungen sowie verschiedene Arten von Quellen und Darstellungen

  • erarbeiten sprachliche Mittel und Konzepte sowie Fachtermini zur Weiterentwicklung bildungssprachlicher Handlungskompetenz und wenden diese an
  • erarbeiten zunehmend eigenständig historische Sachverhalte, bereiten sie zeitgemäß medial auf und stellen die Ergebnisse adressatengerecht dar,
  • analysieren und interpretieren verschiedene Quellenarten,
  • analysieren und erörtern verschiedene Darstellungsarten,
  • erklären (multiperspektivisch) kausale, strukturelle bzw. zeitliche Zusammenhänge,
  • untersuchen und beurteilen kriteriengeleitet und problemorientiert verschiedene Arten geschichtskulturell gefasster (digitaler) Medien und Produkte und deren Geltungsansprüche.

Anknüpfungen an Themenfelder für den Grund- und Leistungskurs:
Q1 Umbrüche, Transformationen und Krisen
Q2 Gesellschaftliche Kräfte und die Entwicklung von Staaten im Spannungsfeld zwischen Demokratie, Diktaturen und Krieg
Q4 Geschichtskultur

Neues Palais
Am Neuen Palais
14469 Potsdam

Anreise

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Haltestelle „Potsdam, Neues Palais“
vbb-online | Fahrplanauskunft 

Aktuelle Verkehrsinfos
mobil-potsdam.de 

Parken
Gebührenpflichtige Stellplätze für PKW und Busse auf dem Parkplatz P3 – Am Neuen Palais.

Buchbar

April – Oktober: mittwochs und donnerstags
November – Dezember: mittwochs bis freitags 
jeweils 10 und 13:20 Uhr

nicht in den Ferien

Preis

75 €

Teilnehmerzahl

max. 35 Personen

Dauer

120 Minuten

Sprache

deutsch

Barrierefreiheit

nicht geeignet für mobilitätseingeschränkte Teilnehmende

Gepäckaufbewahrung

Aus Sicherheitsgründen ist es nicht gestattet, Gepäck im Eingangsbereich des Schlosses abzustellen! Gepäckstücke können Sie an in den Schließfächern verschließen. Dafür stehen 15 Schließfächer im Besucherzentrum und weitere 15 Schließfächer im Eingang ins Neue Palais bereit. Für die Nutzung wird ein 1-Euro-Stück als Pfand benötigt.

WC

Im Besucherzentrum Nahe des Schlosses

Gastronomie

Museumsshop mit kleinen Snacks: im Besucherzentrum nahe des Schlosses

Supermarkt Netto: Kaiser-Friedrich-Straße 140, 14469 Potsdam (ca. 15 Minuten Laufweg)

Cafe Caroline: neben dem Besucherzentrum

Liegewiese für Pause und Verzehr von mitgebrachten Speisen und Getränken: nahe der Historischen Mühle

 

Der Gruppenpreis für Schüler:innen gilt pauschal für Schul- und Jugendgruppen, einschließlich Berufsschulen und Universitäten, bis zu einem Alter von 27 Jahren. Es ist erforderlich, dass der Besteller bei der Buchung schriftlich darauf hinweist, dass es sich um eine Schul- oder Jugendgruppe handelt. Des Weiteren muss schriftlich bestätigt werden, dass die Altersbeschränkung eingehalten wird. Auch für Schul- und Jugendgruppen gilt eine maximale Teilnehmerzahl, einschließlich Lehrer:innen und Begleitpersonen.

Aufsichtspflicht bei Kita- und Schulgruppen: Lehrer:innen bzw. andere Aufsichtspflichtige sind für die Kinder und Jugendlichen, die sich in ihrer Begleitung befinden, verantwortlich. Pro Einlasszeit muss ein:e Lehrer:in bzw. andere aufsichtspflichtige Person die Gruppe begleiten und ist für die Einhaltung der Hausordnung verantwortlich.

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Gruppentourismus der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.

AGB Gruppentourismus lesen

AGB Gruppentourismus download (PDF)

Impressionen