SPSG-Bilanz 2025

Besuchszahlen

Die Besuchszahlen und Einnahmen sind im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Insgesamt wurden 2025 insgesamt 1.416.615 Besuche gezählt, was einem Plus von 0,05 Prozent gegenüber 2024 entspricht. Durch Eintritte konnten Einnahmen in Höhe von 9.783.148 Euro erwirtschaftet werden, 0,2 Prozent weniger als 2024. Angesichts der sanierungsbedingten Schließung des besuchsstarken Schlosses Cecilienhof ist diese Entwicklung positiv zu bewerten (Schloss Cecilienhof: 93.931 Besuche von Januar bis November 2024).

Die Entwicklung in den Berliner Schlössern ist mit einem Plus von 13 Prozent nach wie vor steigend. Auch in den märkischen Standorten konnte ein leichter Anstieg in Höhe von 3 Prozent gegenüber 2024 registriert werden.

Durch die Schließung des Schlosses Cecilienhof ist seit November 2024 im Gruppenservice ein Rückgang festzustellen. Für das Jahr 2025 wurde ein Umsatz von 1.237.868 Euro erzielt, was im Vergleich zu 2024 (1.298.613,05 Euro) einem Minus von rund 5 Prozent entspricht. Insgesamt konnten 6.847 Gruppen begrüßt werden, 1.120 Gruppen weniger als 2024. Neben der großen Zahl touristischer Gruppen besteht auch bei Angeboten für Kindergeburtstage eine gute Nachfrage.

Die Inszenierungen und Attraktionen der Potsdamer Schlössernacht zogen etwa 29.000 Gäste in den Park Sanssouci.
 

Sonderinvestitions­programm (Masterplan)

Auch das Arbeitsjahr 2025 stand im Zeichen der erfolgreichen Umsetzung des Masterplans. Mit dem Sonderinvestitionsprogramm 2 (SIP2) retten der Bund (Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien) sowie die Länder Brandenburg (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur) und Berlin (Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt) bedeutende Denkmäler der Berliner und Potsdamer Schlösserlandschaft vor dem Verfall und führen sie einer angemessenen zeitgemäßen Nutzung zu.

Das Abkommen ermöglicht der SPSG, bis 2030 zusätzlich insgesamt 400 Millionen Euro in die Wiederherstellung nationaler Kulturgüter zu investieren. Der Bund trägt 200 Millionen Euro (50 Prozent) bei, das Land Brandenburg 131 Millionen Euro (2/3 von 50 Prozent) und das Land Berlin 69 Millionen Euro (1/3 von 50 Prozent). Im Jahr 2025 wurden für die Sanierungs- und Restaurierungsprojekte 30,4 Millionen Euro (inklusive Personalkosten) ausgegeben.

So konnte die Bearbeitung von 18 der 31 Projekte weitgehend planmäßig vorangebracht werden. Projekte wie die Instandsetzung der Meierei am Kuhtor, der Um- und Neubau des Parkreviers II/III im Park Sanssouci sowie des Roten und des Weißen Hauses im Neuen Garten in Potsdam wurden 2025 abgeschlossen. Außerdem wurde das Schloss auf der Berliner Pfaueninsel nach einer Gesamtsanierung wiedereröffnet. Weitere Sanierungsprojekte wie das Kleine Schloss im Park Babelsberg und die Villa Liegnitz im Park Sanssouci werden 2026 fertiggestellt.

Für das Jahr 2026 sind Planungs- und Bauleistungen im Umfang von ca. 35,4 Millionen Euro (inklusive Personalkosten) vorgesehen.

Die 2025 im Rahmen des Masterplans umgesetzten und im Jahr 2026 geplanten Maßnahmen sind einem gesonderten Informationsblatt zu entnehmen.
 

Denkmalpflege und Restaurierung (Auswahl)

Rückkehr der Bilder

Nach drei Jahrzehnten konnte die Obere Galerie im Potsdamer Neuen Palais im Juli 2025 erstmals wieder für das Publikum geöffnet werden. Dort sind fünf von sechs der wertvollsten Gemälde der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) zu sehen – eines wird noch restauriert. Die zur originalen Ausstattung des Raumes gehörenden Bilder wurden von Friedrich dem Großen (1712-1786) erworben und 1768 fest in die Wandvertäfelung eingebaut. Daher wurden sie in den vergangenen 256 Jahren nur in großen Ausnahmefällen entnommen und sehr lange nicht restauriert. Erst im frühen 20. Jahrhundert wurde entdeckt, dass sich unter den vom preußischen König angekauften Gemälden zwei der römischen Malerin Artemisia Gentileschi (1593-1654) befinden. Der König hatte sie erworben, ohne zu wissen, dass sie von einer Frau stammten. Auch die barocken Gemälde der bedeutenden Künstler Guido Reni (1575-1642) und Luca Giordano (1634-1705) aus dem 17. Jahrhundert sind bisher sowohl der Forschung als auch der Öffentlichkeit nahezu unbekannt geblieben. Nach der nun vollständigen Restaurierung der Gemälde und ihrer Rahmen in den vergangenen sechs Jahren, die auch Anlass für vertiefende Forschungen und Publikationen bot, ist die Galerie nun wieder öffentlich zugänglich. Voraussetzung für die Öffnung der Galerie war ein partieller Fußbodenschutz, denn das wertvolle historische Parkett aus der Erbauungszeit des Hauses darf weiterhin nicht betreten werden.

Im Mai 2026 wird das letzte der sechs Gemälde, „Diogenes in der Tonne“ von Reni, nach Abschluss der Restaurierung zurückkehren.

Imposant, aber reparaturbedürftig

Seit Herbst 2024 wird das Obeliskportal im Potsdamer Park Sanssouci umfassend saniert und restauriert. Das 1747 nach einem Entwurf von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff (1699-1753) errichtete Bauwerk besteht aus zwei identischen – ca. 10 Meter hohen – Säulenstellungen, so genannten Tetrapylonen. Auf zwei massiven Sockeln mit quadratischem Grundriss erheben sich vier kannelierte und jeweils ca. 6,30 Meter hohe Säulen, auf denen wiederum Architrave und Gebälk ruhen. Beide Tetrapylone sind reparaturbedürftig. Rostende Eisendübel und Klammern haben den Sandstein auseinandergetrieben, Risse und Abbrüche waren die Folge. Um die Schäden zu beheben, werden die Säulenaufbauten abgebaut, restauriert und danach wieder aufgestellt.

Nachdem die Sanierung der südlichen Säulengruppe Ende August 2025 erfolgreich abgeschlossen wurde, erfolgt 2026 die Instandsetzung der nördlichen Säulengruppe. 

Instandsetzung der Fenstertüren auf den Terrassenebenen des Schlosses Sanssouci

Die 2019 begonnene Instandsetzung der Fenstertüren auf den sechs Terrassenebenen unterhalb des Schlosses Sanssouci in Potsdam wurde im April 2025 abgeschlossen. Die aus Eichenholz gefertigten Doppeltüren schützen im Winterhalbjahr die in den dahinterliegenden Nischen befindlichen Pflanzen. Im Frühjahr werden die Fenstertüren dauerhaft geöffnet.

Notwendig geworden war die Maßnahme, weil große Schwarz- und Ausfalläste sowie Risse im Eichenholz Verwerfungen der Rahmen und eine ungenügende Anstrichhaftung zur Folge hatten. Dadurch konnte Wasser eindringen. Auch waren Eckverbindungen als einfache Dübelungen und nicht als Schlitz-Zapfen-Verbindungen ausgeführt worden. Ein Großteil der Terrassentüren konnte durch den Austausch einzelner Holzelemente repariert und mit einem entsprechenden Neuanstrich wiederhergestellt werden. Dabei wurden vielfach die Holzsprossen, die Rahmenhölzer sowie die Verbindungen erneuert. Gleichwohl waren insgesamt 89 von 336 Einzelflügeln zu ersetzen. Diese wurden nun wieder mit Nut-Doppelzapfen-Verbindungen ausgeführt. Vorhandene und brauchbare alte Beschlagteile wurden wiederverwendet.

Die Arbeiten übernahm Tischlermeister Matthias John aus Potsdam-Babelsberg im Auftrag der SPSG. Die Gesamtbaukosten waren mit ca. 678.000 Euro zu beziffern.

Sichere Entwässerung

Im Hauptweg des Parks Sanssouci in Potsdam, beginnend im östlichen Parterre an der Großen Fontäne bis zum Friedensteich, wurde der u. a. statisch nicht mehr tragfähige Regenwasserkanal mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern durch einen Neubau ersetzt. Der neue Kanal sichert den Betrieb der Fontänen, die Regenentwässerung des Hauptweges und der Wegeanlagen im Östlichen Lustgarten sowie die Rückhaltung des Regenwassers im Friedensteich und im Parkgraben. Die Baukosten beliefen sich auf ca. 315.000 Euro.

Wieder auf dem Sockel

Im März 2025 kehrte der „Bogenschütze“ auf seinen marmornen Sockel im Parterre unterhalb des Orangerieschlosses zurück. Das monumentale Bildwerk gehört zu den bekanntesten Schöpfungen des Malers und Bildhauers Ernst Moritz Geyger (1861-1941). Sein 1895 entstandener Entwurf wurde von dem in Potsdam wirkenden Blechner und Metallbildner Gustav Lind als Kupfertreibarbeit realisiert. Die 3,50 Meter hohe Figur erhielt eine statisch erforderliche Stützkonstruktion im Inneren. Zudem wurde die deformierte Körperhaltung korrigiert. Während eines Sturmtiefs war die Plastik 1986 vom Sockel gestürzt. Danach wurde sie zwar für die Wiederaufstellung stabilisiert, aber eine Rückformung erfolgte seinerzeit nicht. Die Restaurierung wurde im Rahmen der Kooperation mit den Musikfestspielen Potsdam-Sanssouci durch den Ticketverkauf unterstützt.

Sichtbare Pflege

Das nach einem Entwurf von Karl Friedrich Schinkel (1781-1841) gestaltete Luisenschlafzimmer im Berliner Schloss Charlottenburg ist ein sehr luftig wirkender Raum mit mehr als 200 Draperien aus weißem Baumwollstoff auf rosa Grund. In einer mehrwöchigen Aktion wurde die teils sechs Meter langen Gewebebahnen im Frühjahr 2025 von Wänden und Fenstern abgenommen, gereinigt und nach originalen Vorgaben wieder angebracht. Die Arbeiten wurden abschnittsweise durchgeführt. Besuchende hatten in dieser Zeit Gelegenheit für verblüffende Vorher-Nachher-Vergleiche. 

Dachsanierung und -dämmung des Jagdzeugmagazins am Jagdschloss Grunewald

Im Jahr 2024 stellte die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Fördermittel in Höhe von 430.000 Euro für die Dachdämmung des Jagdzeugmagazins bereit. Im Zuge der Untersuchung der Deckenkonstruktion zeigte sich jedoch ein deutlich größerer Sanierungsbedarf als ursprünglich angenommen, wodurch sich Umfang und Aufwand der Baumaßnahme erhöhten. Die Arbeiten sollen im Mai 2026 abgeschlossen werden. Die Gesamtbaukosten sind mit ca. 950.000 Euro zu beziffern.

Wiederherstellung der Voliere auf der Pfaueninsel

Von März bis November 2025 erfolgte die Wiederherstellung der Netzbespannung der Voliere.

Die Kosten beliefen sich auf ca. 71.000 Euro und wurden aus Spendenmitteln finanziert.
 

Themenschwerpunkt: INSELN

Wie kaum ein anderer Ort in der Potsdam-Berliner Kulturlandschaft steht die Pfaueninsel für den Wunsch, dem Alltag zu entfliehen. Schon König Friedrich Wilhelm II. (1744-1797) und seine enge Vertraute Wilhelmine Ritz, die spätere Gräfin Lichtenau (1752-1820), schufen hier einen Rückzugsort abseits des höfischen Zeremoniells. Noch heute lädt die Insel zu Ausflügen ein. 2025 stand sie im Mittelpunkt des Jahresprogramms der SPSG. Anlass war die Wiedereröffnung des 1794 erbauten Pfaueninsel-Schlosses, eines der wenigen im Original erhaltenen Gebäude aus dieser Zeit, das nach mehrjährigen Sanierungs- und Konservierungsarbeiten seit Mai 2025 wieder im Rahmen von Führungen besichtigt werden kann. Darüber hinaus wurde von Mai bis Oktober 2025 ein umfangreiches Programm mit Aktionstagen, Spaziergängen, Workshops und Themenführungen angeboten.

Diese Veranstaltungen waren Gelegenheiten, mehr über die vielfältigen Facetten der Insel zu erfahren. So wurden Insel-Persönlichkeiten vorgestellt – von dem Alchemisten Johann Kunckel (1630-1703) über Königin Luise (1776-1810) bis hin zu dem Hawaiier Harry Maitey (1807-1872). Auch über die Insel als UNESCO-Welterbe Park und wichtiges Naturdenkmal mit seinen Tieren und Pflanzen war vieles zu erfahren. Thematisiert wurden die Geschichte der Insel nach dem Ende der Monarchie bis in die Gegenwart und die Bezüge zur kolonialen Vergangenheit. Auch in anderen Schlössern und Gärten fanden Veranstaltungen statt, die – mal im wörtlichen, mal im übertragenen Sinne – mit Inseln zu tun hatten.

Das Publikumsinteresse war groß. Bis zum Saisonende am 31. Oktober 2025 konnten im Haus 22.556 Besuche gezählt werden. In den Jahren vor der sanierungsbedingten Schließung waren es jährlich ca. 7.000. Insgesamt wurden auf der Pfaueninsel 186.703 Gäste begrüßt. Zum Vergleich: 2024 waren es 149.740.
 

Ausstellungen (Auswahl)

Im Juli 2025 wurden im Marmorpalais im Potsdamer Neuen Garten neu konzipierte Ausstellungsräume eröffnet. Der Südflügel des Hauses ist seither museal, das heißt: selbstständig zu besichtigen. Die Besuchenden können ohne Wartezeit eintreten und sich mit der Geschichte des Ortes sowie seiner Bewohnerinnen und Bewohner vertraut machen. Ermöglicht wurde die Einrichtung dieses zeitgemäßen Willkommensbereichs durch die großzügige Unterstützung der Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten e. V.

König Friedrich Wilhelm II. von Preußen (1744-1797) hatte das Marmorpalais zwischen 1787 und 1791 als königlichen Sommersitz erbauen lassen. Antike Skulpturen, italienische Marmorkamine, kostbare Holzfußböden, seidene Wandbespannungen, erlesene Wedgwood-Keramiken und elegante Möbel bilden zusammen mit dem Gebäude ein herausragendes Ensemble des frühen Klassizismus in Mitteleuropa. In drei Räumen stehen nun verschiedene digitale Medien- und Informationsangebote zur Verfügung. Sitzmöbel laden zum Verweilen ein, können aber auch für Veranstaltungen mit kleineren Gruppen mobil eingesetzt werden. Ein fünfminütiger Einführungsfilm lässt im Zeitraffer die wechselvolle Geschichte des königlichen Sommersitzes vom Baubeginn bis in die Gegenwart Revue passieren. Politische und gesellschaftliche Themen der Regierungszeit Friedrich Wilhelms II. werden beispielhaft vorgestellt. Themen, die bis in unsere Zeit nicht an Brisanz verloren haben: die historischen und sozialen Auswirkungen der Französischen Revolution, die sich verändernde gesellschaftliche Rolle der Frau im ausgehenden 18. Jahrhundert und die willkürliche Verschiebung nationaler Grenzen. Insbesondere die Geschichte des Nachbarlandes Polens während der Herrschaft Friedrich Wilhelms II. wird hier als Schwerpunkt preußischer Expansionspolitik behandelt. Mit der dritten Teilung Polens 1795 sollte das Land für mehr als 100 Jahre von der europäischen Landkarte verschwinden und Warschau zu einer Stadt in Preußen werden. Ein Akt machtpolitischer Willkür, der eng mit dem Machtstreben Preußens auf dem europäischen Kontinent verbunden war. Ein „polnischer Blick“ auf das damalige Preußen ist deshalb ein besonderer Vermittlungsansatz. 

Neben Deutsch und Englisch sind alle Medienangebote auch auf Polnisch zu lesen und zu hören. Gäste aus Polen gehören mittlerweile zu den besucherstärksten Gruppen in Brandenburg.

Zeit(ge)schichten“ waren im September und Oktober 2025 im Potsdamer Schloss Babelsberg zu hören und zu sehen. Eine Präsentation mit wenigen, teilweise noch nie gezeigten Exponaten, wurde im Rahmen von Sonderführungen vorgestellt. Ziel war es, mit den Gästen über ihre Fragen an das Schloss ins Gespräch zu kommen, um Erkenntnisse für die künftige Museumskonzept zu gewinnen.

Gegliedert war die Ausstellung in drei Themenbereiche. So wurde etwa unter dem Titel „Spuren aus der Ferne“ anhand zweier von dem deutschen Segelschiff „Minna“ im Sulu-Archipel gefischten Muschelhälften sowie den Büsten von Otto von Bismarck (1815-1898) und Kaiser Wilhelm I. (1797-1888) die preußisch-deutsche Außen-, Kolonial- und Handelspolitik in der Sulu-See (heute zu den Philippinen gehörig) in den 1870er Jahren erörtert. Das Kapitel „Spuren des Kunstgutschutzes“ erinnerte an die Funktion von Schloss, Küchengebäude und Flatowturm als größtes Auslagerungsdepot der preußischen Schlösserverwaltung. Und schließlich konnte den „Spuren in den Schlossräumen nach 1945“ gefolgt werden, als hier nacheinander eine Volksrichterschule, die Hochschule für Filmkunst und das Museum für Ur- und Frühgeschichte untergebracht waren.

Aufgrund der großen Nachfrage wird dieses Führungsprogramm 2026 fortgesetzt.
 

Im Schloss

Digital begleitet

In den vergangenen Jahren wurde die seit 2022 kostenfrei nutzbare SANSSOUCI-App ständig erweitert. Den Besucherinnen und Besuchern stehen verschiedene Touren durch die Schlösser Sanssouci, Neues Palais, Neue Kammern, Bildergalerie, Cecilienhof, Marmorpalais, Jagdschloss Stern in Potsdam, Schloss Charlottenburg in Berlin, Schloss Rheinsberg sowie im Park Sanssouci und auf der Pfaueninsel zur Verfügung. Allein im Jahr 2025 wurde die App insgesamt mehr als 550.000 Mal aufgerufen. Dank der großzügigen Unterstützung durch die Botschaft der Republik Korea in der Bundesrepublik Deutschland konnte im Dezember 2025 die Tour im Schloss Sanssouci um eine Version in koreanischer Sprache erweitert werden. Ab der Saison 2026 werden die Schlösser Paretz und Oranienburg ebenfalls mit der App erkundbar sein. Darüber hinaus sind Rundgänge für Schloss Schönhausen, das Chinesische Haus, das Orangerieschloss im Potsdamer Park Sanssouci sowie ein dem Jubiläumsjahr des Prinzen Heinrich gewidmeter Rundgang im Schloss Rheinsberg in Vorbereitung. Je nach Standort kann die App in bis zu elf Sprachen genutzt werden, dazu gibt es Rundgänge in Gebärden- oder Leichter Sprache oder Angebote für Kinder und Familien. Die App wird kontinuierlich weiterentwickelt, um den Gästen ein verbessertes, digitales Angebot zu bieten.

25 Jahre Schlossmuseum Königs Wusterhausen

Nach umfassenden Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten wurden am 30. September 2000 Schloss und Garten Königs Wusterhausen für das Publikum wiedereröffnet. Dies war Anlass, den auf besondere Weise mit der Person König Friedrich Wilhelms I. (1688-1740) verbundenen Ort im Rahmen eines Veranstaltungsprogramms zu präsentieren. 

Nachdem die Preußische Schlösserverwaltung das Schloss bereits 1926 als Museum zugänglich gemacht hatte, wurde das Haus nach 1945 als Kaserne, Schul- und Verwaltungsgebäude genutzt. 1991 begann die grundlegende Sanierung des Gebäudes. Dabei mussten u. a. Fundament und Mauerwerk stabilisiert, ausgedehnter Schwammbefall bekämpft sowie Fußböden und Türen wiederhergestellt werden. Ebenso konnte der von Siméon Godeau (1632-nach 1716), einem Schüler André Le Nôtres (1613-1700), vermutlich von 1696 bis 1698 geschaffene Garten wieder den ursprünglichen barocken Formen angenähert werden.

Im Schloss wird das künstlerische Schaffen in Brandenburg-Preußen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts gezeigt. In den Ausstellungsräumen sind ca. 160 Gemälde zu sehen, darunter auch die von Friedrich Wilhelm I. bevorzugte Porträt-, Tier- und Jagdmalerei. Hinzu kommen 49 Porträts von Offizieren sowie 41 vom König eigenhändig gemalte Bilder. Qualitätvolle Beispiele der Möbelkunst in Berlin und Potsdam um 1730/40, kunsthandwerkliche Exponate und zahlreiche Jagdtrophäen ergänzen die museale Einrichtung.

2025 gab es eine Führung zum „Königlichen Landleben in Wusterhausen“, wurde musikalisch die Frage beantwortet, ob der „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. wirklich ein Kunstfeind gewesen sei und von den „Lavendelkindern“ der Wilhelm-Busch-Grundschule Königs Wusterhausen zur Teezeremonie eingeladen.
 

Im Garten

Baumschule am Ruinenberg

Dank der großzügigen Unterstützung durch die Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten e. V. konnte am Ruinenberg im Potsdamer Park Sanssouci eine Baumschule für klimaangepasste Gehölze eingerichtet werden. 2025 wurde ein Baumschulist eingestellt, der sich künftig der Kultivierung von Nachpflanzungen widmen wird. Die als Pilotprojekt geltende Baumschule am Ruinenberg wurde am 26. März 2026 eingeweiht. Weitere Baumschulen in den Gärten der SPSG sollen folgen. 

Ziel ist: 

  • durch Eigenwerbung und Vermehrung autochthoner Gehölze die verschiedenen genetischen Ausprägungen und Anpassungsfähigkeiten zu erhöhen,
  • mit dieser Eigenwerbung von Gehölzarten und -varietäten das Spektrum genetischer Vielfalt zu erweitern und damit die Biodiversität zu fördern,
  • dank der Vielfalt der vorgefundenen Hybridisierungen heimischer Hauptbaumarten mittels wissenschaftlicher Analyse Rückschlüsse auf deren Anpassungsfähigkeit zu ziehen. 

Wegebau

2025 wurden der Kaiserreitweg zum Neuen Palais in Potsdam sowie mehrere Wege auf der Berliner Pfaueninsel nachhaltig instandgesetzt. Anfang 2026 soll die Kleine Lindenallee im Park Sanssouci aus eigenen Mitteln wiederhergestellt werden. Die umfassende Instandsetzung des Affengangs im Park Sanssouci wird durch Spendenmittel ermöglicht. 2025 wurde bereits mit Gehölzarbeiten entlang des Weges begonnen, 2026 sollen dann die Wegebauarbeiten beginnen.

Trockene Füße

Die neue Entwässerung für das Heckentheater im Rheinsberger Lustgarten wurde 2025 fertiggestellt. Nicht zuletzt wird sich die Kammeroper Schloss Rheinsberg, die hier regelmäßig Veranstaltungen ausrichtet, über „trockene Füße“ freuen. 

Flächenerweiterung Park Babelsberg

Im Park Babelsberg wurde zwischen dem neu errichteten Strandbad und der bereits bestehenden Liegewiese ein weiterer Bereich am Ufer als Wiese entwickelt.

Pressekontakt

Frank Kallensee
SPSG | Generaldirektion

Pressesprecher

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