300 Tage vor FRIEDERISIKO

"FRIEDERISIKO – Friedrich der Große 28. April – 28. Oktober 2012 Ausstellung im Neuen Palais und Park Sanssouci Jubiläumsjahr 2012 zum 300. Geburtstag des Königs "

Am 24. Januar 2012 jährt sich der Geburtstag Friedrichs des Großen zum 300. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums stellt die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) im Jahr 2012 die Person des Königs und das Neue Palais in den Mittelpunkt eines vielfältigen Veranstaltungsprogramms. Höhepunkt ist vom 28. April bis zum 28. Oktober 2012 die Ausstellung FRIEDERISIKO – Friedrich der Große im Neuen Palais und an ausgewählten Orten im Park Sanssouci als zentrale Veranstaltung zum Friedrichjahr. Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Dr. Christian Wulff. Friedrich der Große galt schon seinen Zeitgenossen als eine der facettenreichsten Gestalten der Geschichte. Noch heute gibt uns sein Handeln viele Rätsel auf. Die große Präsentation in dem von ihm selbst bis ins Detail geplanten Neuen Palais im Park von Sanssouci stellt die Persönlichkeit des Königs in den Mittelpunkt. Sie spürt dem Menschen Friedrich nach, um so sein Handeln zu erklären. Auf rund 6.000 Quadratmetern in mehr als 70 teilweise erstmals zugänglichen und aufwendig restaurierten Sälen und Kabinetten sowie an ausgewählten Orten im Schlossgarten entwickelt sich das Konzept der Ausstellung gleichsam aus Schloss und Garten selbst – als dem persönlichen Vermächtnis des Königs. Wie kaum ein Zweiter hat Friedrich in seinem Leben immer wieder alles auf eine Karte gesetzt. Sein geradezu spielerischer Drang zum Risiko waren Mittel und Antrieb auf dem Weg zum Ruhm, den er seit seiner Jugend kompromisslos einschlägt. Das Spiel hätte freilich auch anders ausgehen können. Von Anfang an jedoch kalkulierte er die Wirkung seines Handelns ganz genau und wurde so zur charismatischen Figur und "Marke", die selbst seine intimsten Feinde in Erstaunen versetzte. Genie oder Getriebener? Hasardeur oder Stratege? Menschenverächter oder Feingeist? Die Präsentation im Neuen Palais zeigt, warum und auf welche Weise Friedrich "der Große" wurde und was ihn für uns heute noch immer als "Großen" erscheinen lässt. Leitmotiv ist dabei das Kunstwort FRIEDERISIKO: Friedrich den Großen, sein Leben, seine Gedankenwelt und sein Handeln unter dem Aspekt "Risiko" zu betrachten, verspricht überraschende und auch provozierende Erkenntnisse. Zugleich öffnet sich eine neue Sicht auf die großen europäischen Themen des 18. Jahrhunderts – auf Staat, Religion, Kultur und Philosophie. Das Konzept und die Realisierung der Ausstellung erarbeitet, unter der Gesamtleitung des Generaldirektors, Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh, und unter Mitarbeit der gesamten Stiftung ein siebenköpfiges Team: Dr. Reinhard Alings, Projektleitung und kfm. Leiter Heike Borggreve, Ausstellungsorganisation und Rahmenprogramm Nadja Geissler, wiss. Volontärin Dr. Alfred Hagemann, Kurator und Kunsthistoriker Dr. Jürgen Luh, Kurator und wiss. Leiter Frauke Mankartz, Registrarin und Leihverkehr Dr. Ullrich Sachse, wiss. Mitarbeiter (Redaktion und Lektorat) Design und Architektur der Ausstellung werden von dem Berliner Gestaltungsbüro gewerk design entwickelt. Das Neue Palais ist für die Gestalter das Hauptexponat. Das Plakat zur Ausstellung, welches die vielen Facetten der Persönlichkeit Friedrichs des Großen über ein Spiel mit Symbolen transportiert, stammt von der Berliner Kommunikationsagentur Scholz & Friends. Zwölf Embleme für die zwölf Themenbereiche im Schloss und im Garten dienen der Orientierung. Der Besucher kann zwischen drei Eingängen in das Schloss wählen. Er folgt keinem vorgegebenen Rundgang, sondern erschließt sich die einzelnen Themenbereiche nach persönlichem Interesse. Dabei wandelt er auf einem temporär eingebrachten Steg, der sich als modernes und zweckmäßiges Gestaltungselement über den historisch wertvollen Boden legt. Der Steg dient neben der Orientierung und inhaltlichen Information auch der Unterbringung der technischen Versorgungsstränge der Ausstellung. Als übergeordnetes Leitsystem werden die vier Treppenhäuser in eine strukturierende Farbstimmung getaucht, die sich zur besseren Orientierung der Besucher auch außerhalb des Neuen Palais wiederfinden wird. Die gestalterischen Interventionen innerhalb der Schlossräume stellen eine Beziehung zwischen den ausgestellten Objekten und dem barocken Inventar des Schlosses her. Neben diesen minimalen gestalterischen Eingriffen werden Raum-in-Raum Installationen für eindrucksvolle Inszenierungen genutzt. So entsteht eine abwechslungsreiche Raumdramaturgie, die "Lust und Laune" macht, im Schloss zu flanieren und sich mit dem Charakter und der Welt Friedrich des Großen zu beschäftigen. Wissenschaftliche Partner: Für das Thema Frankreich: Deutsches Historisches Institut Paris (DHIP), Prof. Dr. Gudrun Gersmann, Dr. Bernd Klesmann Für das Thema Polen: Historisches Institut der Universität Potsdam, Kulturgeschichte der Neuzeit, Dr. Agnieszka Pufelska, und Zentrum für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Robert Traba Für die Themen Brandenburg und Aufklärung: Universität Potsdam, Historisches Institut, Juniorprofessur Europäische Aufklärung, Prof. Dr. Iwan-Michelangelo DAprile Für die Themen USA und England: Universität Hull, UK, Department of History, Prof. Dr. Peter Wilson, Dr. Thomas Biskup Kooperationspartner: Armeemuseum Friedrich der Große, Kulmbach-Plassenburg , Bernd Windsheimer Stiftung Deutsches Historisches Museum, Berlin, Dr. Dieter Vorsteher-Seiler, Daniel Hohrath M.A. Förderer und Unterstützer: Ernst von Siemens-Kunststiftung Fridericus Service Gesellschaft Kulturstiftung der Länder Landau Media Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg Museumsshop Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten WALL AG Medienpartner: Berliner Morgenpost Die Welt rbb ZDF www.friederisiko.de