"Am 22. März 2007 konnte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) im Schloss Caputh ihren 250.000 Besucher seit der Eröffnung des Schlosses am 11. September 1999 begrüßen. Prof. Dr. Hartmut Dorgerloh, Generaldirektor der SPSG, und Ruth Cornelsen, Gründerin der Cornelsen Kulturstiftung, hießen den Jubiläumsgast willkommen.
Unweit von Potsdam, idyllisch am Templiner See gelegen, gehört das frühbarocke Lusthaus der Kurfürstin Dorothea von Brandenburg aus dem 17. Jahrhundert zu den wenigen erhaltenen baulichen Zeugnissen aus der Zeit des "Großen Kurfürsten" Friedrich Wilhelm in der Potsdamer Kulturlandschaft. Seit der Gesamtöffnung 1999 zählt Schloss Caputh zu einem der kulturell interessantesten Anziehungspunkte im Havelland mit 20.000 bis 30.000 Besuchern pro Jahr. Zu den Sehenswürdigkeiten im Schloss zählen sowohl die gut erhaltenen Deckenmalereien, der kostbar dekorierte Festsaal sowie der Fliesensaal, dessen Wände und Deckengewölbe König Friedrich Wilhelm I. mit ca. 7.500 blau-weißen holländischen Fayencefliesen ausstatten ließ. Neben der musealen Nutzung bietet die SPSG in Kooperation mit regionalen Partnern Jahr für Jahr hochkarätige Veranstaltungsprogramme mit Sonderführungen, Vorträgen, Konzerten wie der Caputher Schlossnacht und jährlich zwei bis drei Sonderausstellungen.
Die 1996 begonnenen und 1999 abgeschlossenen umfangreichen Restaurierungsarbeiten wurden in großzügiger Weise mit rund 1,2 Millionen Euro von der Cornelsen Kulturstiftung unterstützt. Die Cornelsen Kulturstiftung wurde 1996 von Ruth Cornelsen gegründet. Für die Denkmalpflege in Berlin und Brandenburg stellt die Stifterin seither jährlich ca. 750.000 zur Verfügung. Zu den Förderprojekten zählen Schlösser, historische Bauten, Kirchen und Museumseinrichtungen. Darunter befinden sich die originalen Papiertapeten aus der Zeit Königin Luises in Schloss Paretz, der Historische Wasserfall im Schlosspark Klein-Glienicke oder das Parkett im Konzertsaal des Marmorpalais. Derzeit finanziert die Cornelsen Kulturstiftung die Restaurierung von Schloss Schönhausen in Berlin.
Caputh verdankt Frau Ruth Cornelsen mit dem Sommerhaus Albert Einsteins außerdem den Erhalt einer weiteren baulichen Sehenswürdigkeit. Der Physiker ließ sich in den 20er Jahren am Waldrand von Caputh ein modernes Holzhaus des damals noch unbekannten jungen Architekten Konrad Wachsmann errichten. Zum 50. Todestag Albert Einsteins konnte dieses Sommerhaus mit Hilfe der Cornelsen Kulturstiftung im vergangenen Jahr restauriert werden.
Kontakt: www.cornelsen.com
Öffnungszeiten:
Bis 30. April 2007:
Sa / So / Feiertage, nur mit Führung, 10 bis 16 Uhr (letzte Führung)
Eintritt: 4 / 3 Euro
1. Mai bis 31. Oktober 2007:
Di bis So, mit oder ohne Führung, 10 bis 17 Uhr (letzte Führung / letzter Einlass)
Eintritt: 5 / 4 Euro (mit Führung), 4 / 3 Euro (ohne Führung)"