"Eine der künstlerisch bedeutendsten Pendel-Uhren aus der Sammlung Friedrichs des Großen nimmt nach sechzig Jahren wieder ihren angestammten Platz im Neuen Palais ein. 1945 als Kriegsbeute nach Russland abtransportiert, kehrte die mit kostbaren Materialien und technischen Raffinessen reich ausgestattete Pendule 1958 in desolatem Zustand nach Potsdam zurück. Erst im Oktober 2004 konnte die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) die Restaurierung Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung der J.-Paul-Getty-Stiftung in Angriff nehmen. Dabei haben die Restauratoren auch das Glockenspielwerk mit seinen verschiedenen Melodien wiederhergestellt.
Die prunkvolle Uhr, die Friedrich der Große angeblich aus dem Nachlass der 1764 verstorbenen Madame de Pompadour erworben hat, ist nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten nun wieder in ihrer ganzen Pracht im Neuen Palais zu bewundern, wo sie sich nach einer Notiz aus dem Jahr 1784 bereits in einem der Gästeappartements befand."