Porzellan und Keramik

Die keramische Sammlung der SPSG setzt sich zusammen aus etwa 3.500 ostasiatischen Porzellanen und etwa 5.000 Werken der europäischen Porzellankunst sowie rund 750 Objekten aus anderen keramischen Materialien. Die SPSG betreut darüber hinaus die Porzellansammlung des Landes Berlin mit 3.000 Werken aus den Berliner Manufakturen.
Die chinesischen und japanischen Porzellane des 17. und 18. Jahrhunderts in den Schlössern Charlottenburg, Oranienburg und Caputh gehen auf die bedeutenden Sammlungen der brandenburgischen Kürfürstinnen und Kurfürsten zurück. Die über und über mit Porzellanen überzogenen Porzellankammern dieser Schlösser bildeten einst den repräsentativen Höhepunkt der dortigen Appartements und geben heute in rekonstruierter Form einen lebhaften Eindruck dieser in ganz Europa bewunderten Raumschöpfungen.

In Schloss Sanssouci und im Neues Palais hingegen zeugen Meisterwerke aus Meißen und der Königlichen Porzellanmanufaktur in Berlin von der Vorliebe Friedrichs II. für den zerbrechlichen Werkstoff. Der König nutzte seine militärische Präsenz in Meißen während der Schlesischen Kriege sowie während des Siebenjährigen Krieges nicht nur für Aufträge an die dortige Manufaktur, auch als Kontributionsleistungen wurden Porzellane in großem Stil von Meißen nach Potsdam überführt, um die Innenräume der Schlösser und die königliche Tafel zu schmücken.

Neben Schloss Wörlitz beherbergt das Potsdamer Marmorpalais die zweitgrößte historische Wedgwood-Sammlung außerhalb Englands. Sie geht auf die Begeisterung Friedrich Wilhelms II. für die antikisierenden, klassizistisch-kühlen Schöpfungen dieser englischen Manufaktur zurück.

Die wichtigsten Hofservice der Hohenzollern aus dem 18., 19. und dem frühen 20. Jahrhundert sind in der Silberkammer in Schloss Charlottenburg zu bewundern. Sie entstanden vor allem in Meißen und in der Königlichen Porzellanmanufaktur und vermitteln nicht nur eine Vorstellung vom wandelnden Geschmack, sondern auch von der Entwicklung der höfischen Tafelkultur zwischen Rokoko und Moderne.

Die Porzellansammlung des Landes Berlin (zur Publikation >) umfasst Meisterwerke der Berliner Porzellanmanufakturen Wegely, Gotzkowsky und vor allem der Königlichen Porzellanmanufaktur (KPM) aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert. Sie wird im Belvedere des Schlossparks Charlottenburg ausgestellt und gilt als die bedeutendste Sammlung Berliner Porzellans weltweit.

Kustodin

Dr. Michaela Völkel

Kontakt

Dr. Michaela Völkel
SPSG | Abteilung Schlösser und Sammlungen
Sammlungskustodin
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Bestandskatalog der Porzellansammlung

in Vorbereitung:

Bestandskatalog Ostasiatische Porzellane
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