Gemälde

Gemälde

Zum Gemäldebestand der Stiftung zählen über 4.000 Gemälde und Miniaturen sowie wandfeste Malereien, deren Entstehungszeit vom 15. bis ins 20. Jahrhundert reicht. Die Sammlung umfasst Werke von herausragender Qualität, die innerhalb der räumlichen Gesamtkunstwerke des 18. und 19. Jahrhunderts an ihrem ursprünglichen Standort erlebt werden können. Diese Form der Präsentation führt frühere Arten der Kunstbetrachtung vor Augen, die sich von heutigen musealen Präsentations- und Betrachtungsweisen unterscheiden.

Sammlungen zeitgenössischer und älterer Gemälde wurden vom Herrscherhaus seit dem 16. Jahrhundert aufgebaut. Mit der Bildergalerie von Sanssouci besitzt die Stiftung das älteste erhaltene Bauwerk nördlich der Alpen, das als autonomes Gebäude eigens für eine Gemäldesammlung errichtet wurde. Wie zu ihrer Erbauungszeit werden dort auch heute Spitzenwerke der Renaissance und des Barock präsentiert.

Überragenden Stellenwert hat die von Friedrich II. und seinen Geschwistern angelegte Sammlung französischer Malerei des 18. Jahrhunderts, die mit Werken von Antoine Watteau und seinen Schülern, von François Boucher und Jean-Siméon Chardin zu den bedeutendsten außerhalb Frankreichs zählt. Im Schloss Sanssouci hat sich ein historisches Ensemble französischer Malerei des Rokoko fast unverändert erhalten. Im Neuen Flügel des Schlosses Charlottenburg ist eine einmalige Gruppe von Hauptwerken Watteaus vereint. Fast alle Schlösser bewahren Arbeiten des Hofmalers Antoine Pesne.

Weitere Schwerpunkte bilden die italienische, flämische und holländische Barockmalerei mit Werken von unter anderem Caravaggio, Guido Reni, Peter Paul Rubens, Anton van Dyck, Jacob Jordaens und Jan Lievens in der Bildergalerie und im Neuen Palais. Von dem mehr als 300 Gemälde umfassenden Bereich der Holländischen Malerei des 17. Jahrhunderts ist zudem ein Großteil in den Schlössern Caputh und Oranienburg zu finden. Im Jagdschloss Grunewald ist die deutsche Malerei der Renaissance konzentriert, mit einer herausragenden Sammlung von Werken der beiden Cranach.

Die deutsche Malerei der Romantik und des Berliner Biedermeier hat mit zahlreichen Hauptwerken von Caspar David Friedrich, Carl Blechen, Karl Friedrich Schinkel, Eduard Gaertner und Franz Krüger im Schloss Charlottenburg und im Neuen Pavillon eine Heimstatt.

Kustodinnen

Dr. Alexandra Nina Bauer (deutsche und niederländische Schulen)
Dr. Franziska Windt (romanische Schulen)

Kontakt

SPSG | Schlösserdirektion
Postfach 60 14 62
14414 Potsdam
Fax: 0331.96 94-104

Bestandskataloge der Gemäldesammlung

Christoph Martin Vogtherr:
Französische Gemälde I. Watteau, Pater, Lancret, Lajoüe
Bestandskataloge der Kunstsammlungen: Gemälde; Französische Gemälde.
Herausgegeben von der Generaldirektion der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Berlin 2011
ISBN: 978-3-05-004652-5
792 Seiten
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außerdem in Vorbereitung:

Bestandskatalog Altdeutsche Gemälde
Lucas Cranach der Ältere und die deutsche Malerei des 15. und 16. Jahrhunderts
weitere Informationen »

Bestandskatalog Französische Gemälde, Bd. II