Bestandskatalog Antiken, Bd. II

Antike Spolien aus der Sammlung des Prinzen Carl von Preußen in Glienicke

Nach dem 2009 im Akademie Verlag Berlin erschienenen Bestandskatalog Antiken I, „Kurfürstliche und königliche Erwerbungen für die Schlösser und Gärten Brandenburg-Preußens vom 17. bis zum 19. Jahrhundert“, wird gegenwärtig die zweite Veröffentlichung zum Thema vorbereitet: der Bestandskatalog Antiken II, „Antike Spolien aus der Sammlung des Prinzen Carl von Preußen in Glienicke“.

In den ersten beiden Dritteln des 19. Jahrhunderts schufen die Baumeister Karl Friedrich Schinkel, Ludwig Persius und Ferdinand von Arnim sowie der Gartendirektor Peter Joseph Lenné zunächst für den Fürstkanzler Karl August von Hardenberg, ab 1724 für Prinz Carl von Preußen in Glienicke eine der schönsten Schloss- und Gartenanlagen ihrer Epoche. Sie ist seit 1990 Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Für seinen Sommersitz trug Prinz Carl eine der reichsten fürstlichen Privatsammlungen des 19. Jahrhunderts in Deutschland zusammen. Viele der skulpturalen Fragmente wurden als Dekoration in die Wände des Schlossinnenhofes oder des Teepavillons „Kleine Neugierde“ eingelassen, andere schmücken das Casino im Park. Die Bildwerke wurden so zu einem wesentlichen Gestaltungselement des Schloss- und Gartenensembles, das eines der wertvollsten Zeugnisse für die gestalterische Auseinandersetzung mit der Antike durch den Bauherren und die beteiligten Baumeister ist.

Die etwa 450 Objekte der Sammlung werden auf aktueller wissenschaftlich-archäologischer Basis erforscht, Umstände und kunsthistorische Hintergründe des Erwerbs sowie der Verbleib erörtert und die Ergebnisse in einer Datenbank erfasst. Hauptverfasser des Bestandskatalogs ist Dr. Sepp-Gustav Gröschel, der durch seine archäologischen Forschungen, seine Lehrtätigkeit an der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität Berlin sowie zahlreiche Veröffentlichungen zur Antikerezeption in Brandenburg-Preußen ausgewiesen ist.

Förderer:
Das Projekt wird durch die Reinhold und Elisabeth Schulze-Stiftung gefördert, die bereits wesentlich zum Gelingen des ersten Antiken-Kataloges der SPSG beigetragen hat.

Bearbeiter:
Dr. Sepp-Gustav Gröschel, Berlin

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