Paretz. Ein königlicher Landsitz um 1800

Geschichte und Nutzung der Sommerresidenz Königin Luises und ihres Gemahls – neugestaltete Dauerausstellung

Paretz im Havelland, 20 Kilometer von Potsdam entfernt, gehört zu den schönsten Ausflugszielen in der märkischen Schlösserlandschaft. Das Dorf gilt als Musterbeispiel der preußischen Landbaukunst um 1800 in der Mark Brandenburg. Schloss- und Dorfensemble wurden zwischen 1797 und 1804 für das preußische Thronfolger- und spätere Königspaar Friedrich Wilhelm III. und Luise, geborene Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz, geplant und mit neuer Bautechnik und hohem ästhetischen Anspruch ausgeführt. Es erfüllte sowohl den Wunsch nach einem königlichen Landsitz als auch die Anforderungen an ein funktionierendes Bauerndorf. Zudem fügt es sich harmonisch ein in die weite Landschaft an der Havel.

Manches blieb erhalten oder wurde – wie das Schloss – durch umsichtige Sanierung und behutsame Restaurierung wiederhergestellt. Besonders eindrucksvoll sind die ehemaligen königlichen Wohnräume im Schloss mit ihren wertvollen handgemalten und gedruckten Papiertapeten sowie den Möbeln, Gemälden, Graphiken und Porzellanen aus der Originalausstattung.

Warum aber ist Paretz ein ganz besonderer Ort? Wer gab die entscheidenden Anregungen zu dessen Gestaltung und wer setzte diese Pläne um? Wann entstand jener Mythos von der engen Beziehung der Königin Luise zu diesem Ort? Welche Entwicklung nahm das Schlossensemble im 20. Jahrhundert?

Diesen und weiteren Fragen zur Geschichte und Nutzung widmet sich die neu gestaltete, inhaltlich überarbeitete und thematisch erweiterte Dauerausstellung, die ab 1. April 2015 im Schloss Paretz zu sehen ist. Gezeigt wird sie in Räumen, deren historische Ausstattung nicht erhalten ist.

Die Entstehung von Paretz fiel in eine Zeit, in der sich ein tiefgreifender und nachhaltiger Wandel im Lebensstil, in der Naturwahrnehmung und in den künstlerischen Ausdrucksformen andeutete. Aspekte dieser neuen Entwicklungen am preußischen Hof um 1800 werden im zweiten Teil der Präsentation vorgestellt.

Zu den Exponaten gehören neben künstlerisch herausragenden Bildnisbüsten der Königin Luise und einiger Porträts eng mit ihr verwandter Personen auch luxuriöse Einrichtungsgegenstände aus dem ehemaligen Königlichen Palais in Berlin, unter anderem das vergoldete Toilettenservice der Königin. Außerdem wird eine Auswahl von Sitzmöbeln aus dem Belvedere auf dem Potsdamer Brauhausberg erstmalig seit dem Zweiten Weltkrieg wieder zu sehen sein.

Dauerausstellung

Adresse

Schloss Paretz
Parkring 1
14669 Paretz / Ketzin
Zur Infoseite des Veranstaltungsortes
Schloss Paretz, Hoffassade, Mittelteil mit Pappeln

Öffnungszeiten

April bis Oktober

Montag: geschlossen
Dienstag - Sonntag: 10:00 - 18:00

Mo, 2. Oktober, Brückentag vor dem Tag der deutschen Einheit (02.10.2017) 10:00 - 18:00

Mo, 30. Oktober, Brückentag vor dem Reformationstag (30.10.2017) 10:00 - 18:00

November / Dezember

Montag - Freitag: geschlossen
Samstag/ Sonntag: 10:00 - 16:00

Heiligabend (24.12.2017) geschlossen

1. Weihnachtsfeiertag (25.12.2017) geschlossen

2. Weihnachtsfeiertag (26.12.2017) 10:00 - 16:00

Silvester (31.12.2017) geschlossen

Sofern nicht anders angegeben, gelten an Feiertagen die jeweiligen Wochenend-Öffnungszeiten.

Wintersaison: Besichtigung nur mit Führung; letzte Führung 15.30 Uhr

Sommersaison: Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließzeit

Anreise

Parkplätze

Parkplätze hinter der Kulturscheune (ehem. Gutsscheune Paretz) und auf der dahinter liegenden Wiese; Zufahrt über Werderdammstraße.
Behindertenparkplätze hinter der Schlossremise.

Preise

6 Euro / ermäßigt 5 Euro

inkl. Schlossremise Paretz

Zugänglichkeit

  • bedingt rollstuhlgeeignet

Das WC im Saalgebäude ist rollstuhlgeeignet.

Aus konservatorischen Gründen ist die Mitnahme von Kinderwagen in den Ausstellungsräumen leider nicht möglich.

Veranstalter

Kontakt

SPSG | Besucherinformation

Tel.: 0331.96 94-200
Die neue Dauerausstellung im Schloss Paretz und die Sanierung des Saalgebäudes wurden von der Europäischen Union kofinanziert (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung)