DYSTOPIAWolfgang Petrick & friends
Im Rahmen seiner Ausstellungsreihe „Museum für einen Sommer“ zeigt Ars Sacrow e. V. eine Hommage an den Maler, Installations- und Multimediakünstler Wolfgang Petrick (1939-2025).
Wolfgang Petricks umfangreiches Lebenswerk ist von Kindheitserlebnissen am Kriegsende und seiner Jugend im eingemauerten West-Berlin geprägt. Als Schüler in Ludwigsfelde erlebte Petrick Bombardements der Alliierten auf das Flugmotorenwerk Genshagen, beobachtete die mörderische Jagd auf KZ-Häftlinge vor seiner Haustür und fertigte seine ersten Bilder vom Koreakrieg an.
Als Kunststudent fühlte sich Wolfgang Petrick zu Werken von Otto Dix, Georg Grosz und Max Beckmann hingezogen, aber auch zur Art Brut eines Jean Dubuffet oder der expressiven Malerei von James Ensor. Er war Mitbegründer der ersten Berliner Produzentengalerie Großgörschen 35, wurde zum Wortführer der Kritischen Realisten und nahm 1976 an der Documenta in Kassel teil. Petrick war Mitglied der Akademie der Künste und unterrichtete drei Jahrzehnte lang Meisterklassen an der Berliner Hochschule der Künste (heutige Universität der Künste).
Die Verletzlichkeit und Versehrtheit des Menschen in einer dystopischen Welt ist ein wiederkehrendes Thema seiner Gemälde, Skulpturen und Installationen bis in sein Spätwerk hinein, das in Schloss Sacrow ausführlich präsentiert wird. Diese Hommage an einen international renommierten Protagonisten der Neuen Figuration wird ergänzt durch künstlerische Positionen seiner Frau Helma und ehemaliger Studierender unterschiedlicher Generationen.
Mit Arbeiten von Tatjana Bergius, Boris Eldagsen, Ewa Finn, Samira Freitag, HELMA, Berit Myrebøe, Dennis Rudolph, Heike Ruschmeyer, Jan Sobottka, Iva Vacheva, René Wirths.
Kurator: Michael M. Thoss
Mit freundlicher Unterstützung des Landes Brandenburg.
Schloss Sacrow
Krampnitzer Straße 33
14469 Potsdam
Anreise
Mit öffentlichen Verkehrsmitteln
Haltestelle „Potsdam, Schloss Sacrow“
vbb-online | Fahrplanauskunft
Aktuelle Verkehrsinfos
mobil-potsdam.de
Parken
Öffentlicher Parkplatz an der Ortseinfahrt Sacrow, ca. 300 m Fußweg zum Schloss.
- nicht rollstuhlgeeignet
Leider sind die Ausstellungsräume für Rollstuhlfahrer nicht zugänglich.
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