Cranach in Grunewald

Meisterwerke Lucas Cranachs des Älteren, des Jüngeren und ihrer Werkstatt

Fast 30 Werke von Lucas Cranach dem Älteren, Lucas Cranach dem Jüngeren und ihrer Werkstatt umfasst der Bestand an Cranach-Gemälden der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG): Herausragende Meisterwerke, die ein eindrucksvolles Bild der Herrscher und des Kunstschaffens am Berliner Hof des 16. Jahrhunderts vermitteln.

Die Gemälde sind nach fünfjähriger Abwesenheit im Herbst 2011 an ihren angestammten Platz zurückgekehrt. Die Zeit, in der die älteste Schlossanlage Berlins sorgfältig saniert wurde, nutzten die Restauratoren und Wissenschaftler der SPSG für umfassende Untersuchungen und behutsame Restaurierungen der kostbaren Werke.

Prägende Figur für die Entwicklung der Renaissance in Berlin war Joachim II. (1505–1571). Den Bauherrn des Jagdschlosses Grunewald geben Bildnisse der beiden Cranachs in unterschiedlichen Lebensabschnitten wieder – als Kurprinz (um 1520) und Kurfürst (um 1570). Seine umfangreichen Aufträge an Lucas Cranach d. Ä. und dessen Werkstatt schließen die Passionstafeln für die Berliner Stiftskirche ebenso ein wie die Serie von Herrschertugenden (Exemplum-Tafeln), die für die Ausstattung des Berliner Schlosses bestimmt war.

Die erhaltenen Tafeln spiegeln den gesteigerten Repräsentationsspruch der Hohenzollern wider, sie zeigen aber auch die Zeit des konfessionellen Wandels: Während der Vater Joachims II. zu den so genannten altgläubigen Herrschern gehörte, verfolgte sein Sohn eine gemäßigte Religionspolitik mit Hinwendung zum reformierten Glauben nach den Lehren Martin Luthers. Auch in den Werken der Familie Cranach sind neue Auslegungen vermeintlich althergebrachter Bildthemen zu entdecken.

Die hochkarätigen Cranach-Gemälde werden ergänzt durch den Bestand der SPSG an altdeutschen und altniederländischen Gemälden des 15. und 16. Jahrhunderts. Das Jagdschloss Grunewald, das 1542 als Wasserschloss "Zum Gruenen Wald" errichtet wurde, bietet den historisch passenden Rahmen für die Sammlung.

Der zweite thematische Schwerpunkt der Dauerausstellung bezieht sich auf die ursprüngliche Nutzung des Schlosses als Jagdstation. Vielfältige künstlerische Zeugnisse der Jagdleidenschaft der Hohenzollern werden hier versammelt – von der Renaissance bis ins frühe 20. Jahrhundert. Zu sehen sind sowohl Darstellungen von Hofjagden und Jagdfesten als auch Ausstattungsstücke kurfürstlicher und königlicher Schlösser mit Jagdmotiven und verschiedene Arten der Trophäenpräsentation.

Dauerausstellung

Adresse

Jagdschloss Grunewald
Hüttenweg 100 (am Grunewaldsee)
14193 Berlin
Zur Infoseite des Veranstaltungsortes
SPSG Jagdschloss Grunewald 20090831 Leo Seidel-1786 thumb

Öffnungszeiten

November / Dezember

Montag - Freitag: geschlossen
Samstag/ Sonntag: 10:00 - 16:00

Heiligabend (24.12.2018) geschlossen

1. Weihnachtsfeiertag (25.12.2018) geschlossen

2. Weihnachtsfeiertag (26.12.2018) 10:00 - 16:00

Silvester (31.12.2018) geschlossen

Januar / Februar

Montag - Sonntag: geschlossen

März

Montag - Freitag: geschlossen
Samstag/ Sonntag: 10:00 - 16:00

Sommersaison

Montag: geschlossen
Dienstag - Sonntag: 10:00 - 17:30

Besichtigung mit Führung

November / Dezember / März: Letzte Führung 15 Uhr

April bis Oktober: Letzte Führung 16.30 Uhr

 

Sofern nicht anders angegeben, gelten an Feiertagen die jeweiligen Wochenend-Öffnungszeiten.

Anreise

Es stehen nur wenige Parkplätze zur Verfügung (Hüttenweg / Parkplatz Forsthaus Paulsborn).

Bitte nutzen Sie die öffentlichen Verkehrsmittel: Bus 115, X10 oder X83 bis Clayallee / Königin-Luise-Straße, von dort ca. 15 Minuten Fußweg.

Preise

6 Euro / ermäßigt 5 Euro (Kombiticket Grunewald)

Gültig für für Jagdzeugmagazin und Jagdschloss

Inklusive Führung im Schloss an Wochenenden und Feiertagen

Veranstalter

Kontakt

SPSG | Besucherinformation

Tel.: 0331.96 94-200
Die Sanierung des Jagdschlosses Grunewald wurde von der Europäischen Union kofinanziert (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung)
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