Bäuerliches Plaisir und Goldrubinglas

Geschichte und Nutzung der Pfaueninsel

Eingeschränkter Fährverkehr zur Pfaueninsel am 6. Februar

Wegen kurzfristiger Wartungsarbeiten ist der Fährverkehr zur Pfaueninsel am Montag, den 6. Februar 2023 bis 14 Uhr gesperrt.
Wir bitten um Verständnis!

Inspiriert durch Jean Jacques Rousseaus Motto „Zurück zur Natur“ ließ der europäische Adel Ende des 18. Jahrhunderts „Schmuckbauernhöfe“ errichten. In kulissenhafter Architektur inszenierte die vornehme Hofgesellschaft ihre romantischen Vorstellungen des „einfachen Landlebens“. In Preußen waren es Friedrich Wilhelm II. und seine Geliebte Gräfin Lichtenau, die sich mit der Meierei auf der Pfaueninsel ein bäuerliches Plaisir fernab der höfischen Etikette schufen.

Die Meierei wurde 1794 gleichzeitig mit dem Schloss Pfaueninsel erbaut. Das Äußere des Gebäudes erinnert an eine verfallene Klosterruine. Im Erdgeschoss der Meierei befindet sich ein Stall, in dem Milchkühe untergebracht waren. Sie konnten von den Majestäten persönlich gemolken werden. Danach begab man sich in die Molkenstube, wo noch heute das Butterfass zu sehen ist, in dem möglicherweise schon die Gräfin Lichtenau den Milchrahm zu Butter schlug. Auch die hölzernen Butterformen in Pfauengestalt sind erhalten geblieben. Diese Objekte sind Teil der 2010 neu gestalteten Dauerausstellung zur Inselgeschichte.

Zahlreiche originale Gegenstände des Lebens auf der Insel als Ort des Naturerlebens und der Flucht auf das Land beschreiben nicht nur den Milchkult der Zeit um 1800 sondern zeigen weitere Aspekte des höfischen Landlebens, wie Spiele oder Illuminationen. Kommentiert und illustriert werden außerdem die englischen und französischen Vorbilder für die Insel und ihre Gebäude. Ein Gedenkraum für die 1810 verstorbene Königin Luise rundet das Bild ab.

Zu sehen ist in der Meierei außerdem das Ausstellungskabinett über den Alchemisten und Glasmacher Johann Kunckel (um 1635 bis 1703), in dem auch der früheste Teil der Inselgeschichte thematisiert wird. Hier Der Wissenschaftler war von 1685 bis 1688 auf der Insel tätig, und sein Name ist vor allem mit der Verbesserung der Technologie der Goldrubinglasherstellung verbunden. Ein Faltblatt dazu ist auf der Insel erhältlich.

Im Obergeschoss der Meierei befindet sich ein prachtvoller Saal mit illusionistischen Malereien und Stuckaturen im Stil der Neogotik.

Dauerausstellung

Adresse

Meierei Pfaueninsel
Nikolskoer Weg
14109 Berlin

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