Juwel der Schinkelzeit

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Der Neue Pavillon im Schlossgarten Charlottenburg

Nach umfassender Sanierung präsentiert sich der Neue Pavillon, das "Juwel der Schinkelzeit" seit Ende 2011 wieder als Teil des Gesamtkunstwerkes Schloss und Garten Charlottenburg – 170 Jahre nach dem Tod seines Architekten Karl Friedrich Schinkel.

König Friedrich Wilhelm III. ließ sich vom "Stararchitekten" Preußens, Karl Friedrich Schinkel das zweigeschossige Sommerhaus in unmittelbarer Nähe des Schlosses Charlottenburg errichten.

Nach dem Tod des Königs 1840 wurde der Pavillon nicht mehr bewohnt. Vorübergehend waren hier Teile der Hausbibliothek untergebracht; 1938 wurde er zum Museum. 1943 brannte das Gebäude bis auf das Mauerwerk nieder; auch die Einrichtung wurde weitgehend vernichtet. Der Wiederaufbau 1957–60 erfolgte nach Originalplänen. 1970 war auch die Rekonstruktion der dekorativen Innenraumausstattung weitestgehend abgeschlossen; das Museum stand den Besuchern wieder offen.

Mehr als 30 Jahre lang präsentierte der Neue Pavillon Meisterwerke der Schinkelzeit: Gemälde der Romantik und des Biedermeier von Caspar David Friedrich, Carl Blechen, Eduard Gaertner und Karl Friedrich Schinkel sowie Mobiliar, Skulpturen, Porzellan und Berliner Eisenkunstguss des frühen 19. Jahrhunderts. Daran knüpft die neue Dauerausstellung an.

Im Erdgeschoss ist in drei Räumen die Raumkunst der Schinkelzeit wieder erlebbar. Ein Teil des Interieurs der Erbauungszeit hat sich erhalten, verlorene Kunstwerke sind durch vergleichbare Objekte ersetzt. Dank einer Spende der Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten gelang der Ankauf eines Schinkel-Stuhls.

Die übrigen Ausstellungsräume im Erdgeschoss widmen sich verschiedenen Themen der Kunst des frühen 19. Jahrhunderts: Romantische Rezeption des Mittelalters, Berliner Vedutenmalerei sowie Porträtkunst in Malerei und Skulptur.

Im Obergeschoss konzentriert sich die Dauerausstellung vermehrt auf das Wirken Karl Friedrich Schinkels. Dabei werden seine überragenden Leistungen in der Baukunst, der Malerei und seine vielfältige, überaus einflussreiche Entwurfstätigkeit, unter anderem für den Eisenkunstguss und für Möbel beleuchtet.

Einen zweiten Schwerpunkt bildet eine Präsentation von Hauptwerken der Malerei des frühen 19. Jahrhunderts. Endlich sind sie wieder öffentlich zu sehen, der "Morgen im Riesengebirge" und der "Hafen" von Caspar David Friedrich, die Ansichten Eduard Gaertners aus Berlin, Moskau und Paris sowie die "Ruinen am Golf von Neapel" von Carl Blechen.

Adresse

Neuer Pavillon im Schlossgarten Charlottenburg
Spandauer Damm 10-22
14059 Berlin
Zur Infoseite des Veranstaltungsortes
Neuer Pavillon im Schlossgarten Charlottenburg

Öffnungszeiten

April bis Oktober

Gültig 01.04.2014 - 31.10.2014
Montag: geschlossen
Dienstag - Sonntag: 10:00 - 18:00

Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließzeit

Anreise

Preise

4 Euro / ermäßigt 3 Euro

Ausstattung

  • Audioguide
  • Deutsch
  • Englisch

Zugänglichkeit

  • bedingt rollstuhlgeeignet

Veranstalter

Kontakt

SPSG | Besucherinformation

Tel.: 0331.96 94-200

Audioguides

Der Audioguide für den Neuen Pavillon – in diversen Sprachen und als Fortsetzung zum Besuch des Neuen Flügels konzipiert – liefert im Obergeschoss neben Erläuterungen zu den ausgestellten Kunstwerken auch Informationen zur Nutzungsgeschichte und ursprünglichen Ausstattung der Zimmer