Einen Götterbaum zur Jugendweihe

01.01.2017 – Ein „cooles“ Geschenk – und andere haben auch etwas davon

„Ich möchte einen Baum pflanzen“. Mit diesem eher ungewöhnlichen Wunsch eines 14-Jährigen überraschte Mathis seine Eltern und Großeltern. Statt Geldgeschenke oder Computerspiele zur Jugendweihe wollte er zu diesem besonderen Ereignis etwas ganz Besonderes – und Bleibendes. „Ich fand die Idee cool.“

Mutter Sintje Sander war gerührt von dem Wunsch, nur: Man kann ja nicht einfach irgendwo einen Baum pflanzen und einen Garten hat die Familie nicht. Im Park Sanssouci? Die haben bestimmt strenge Vorschriften. Haben sie nicht! Ihre Mail mit der Anfrage landete bei Marius Porstendörfer – und der Weg war geebnet. „Das ging so unkompliziert, das hätte ich nicht gedacht.“ Drei mögliche Orte standen zur Wahl. Die Entscheidung fiel für einen Platz am Ufer des Maschinenteichs nahe dem Schloss Charlottenhof. Ganz in der Nähe hatte die Familie früher gewohnt, „da sind wir oft spazieren gegangen und haben zu allen Jahreszeiten Pflanzen und Tiere beobachtet.“ Der Zufall wollte es, dass dort gerade ein Götterbaum (Ailanthus altissima) ersetzt werden sollte. Dieser Tree of Life oder Tree of Heaven stammt ursprünglich aus China und gilt als „Baum des Göttlichen Gleichmuts.“ Auch das passte: Mathis, Schüler der Voltaire-Gesamtschule in Potsdam, betreibt die chinesische Kampfkunst Kung Fu und interessiert sich für alles, was mit China zu tun hat.

Zur Jugendweihe im Mai gab es dann erst einmal ein offizielles Zertifikat der Stiftung, das Mathis‘ Patenschaft für den Baum bestätigt. Im November wurde gepflanzt und Mathis durfte selbst mit Hand anlegen. Er hatte erst im Oktober ein dreiwöchiges Schülerpraktikum im Park Sanssouci gemacht. „Dienstbeginn war um 6.40 Uhr, das hieß früh aufstehen. Nach sechs Stunden war ich total fertig. Aber auch nach drei Wochen hatte ich noch Lust dazu. Alle Gärtner der Stiftung waren supernett zu mir.“ Mathis durfte unter anderem Wegkanten erneuern, Rosen bewässern, abgeblühte Pflanzen aus der Erde stechen. Ob er beruflich einmal etwas mit Gärten zu tun haben will, weiß der zurückhaltende Schüler mit der wilden Haarmähne noch nicht. „Vielleicht lieber etwas mit Tieren.“
Der Standort des Baums jedenfalls ist auch eine „schöne stille Ecke, um Tiere zu beobachten.“

Über einen sehr viel längeren Zeitraum wird er die Entwicklung des Götterbaums, der zu den schnell wachsenden Gehölzen gehört und eine Höhe bis zu 25 Meter erreicht, beobachten können und stolz sagen: „Das ist mein Baum – und alle haben etwas davon.“

Gesprächsthema unter den Mitschülern war dieser besondere Wunsch zur Jugendweihe nicht, „aber die das wussten, fanden es supercool.“

Schlösser und Gärten

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