Abgeschlossen | Schloss Babelsberg: Hüllensanierung

Schloss Babelsberg nach der Hüllensanierung ohne Gerüst
Arbeiten an der Blauen Terrasse dem Schinkelbau und am Großen Oktogon
Die Fassadensanierung erfordert unterschiedliche Handwerkstechniken
Die originalen Eichenholzfenster mit 550 qm Fensterfläche werden saniert
Wieder witterungssicher ist die Dachlandschaft
Der Städte-Brunnen auf der Porzellan-Terrasse ersteht wieder

Im Frühjahr 2013 begann die Sanierung der Hülle des einstigen Kaiserschlosses Babelsberg. Der erste Bauabschnitt konnte im Sommer 2014 abgeschlossen werden: Die Fassade des Schinkelflügels der Sommerresidenz Kaiser Wilhelms I. (1797–1888) wurde gereinigt und umfassend restauriert. Die Gesamtmaßnahme, welche auch die Terrassensanierung umfasste, konnte Ende 2015 abgeschlossen werden. Jetzt präsentiert sich das im neugotischen Stil errichtete Schloss äußerlich wieder ganz in der kaiserzeitlichen Pracht der Zeit zwischen 1870 und 1890.

Schloss Babelsberg bot lange Zeit einen eher trostlosen Anblick: Abblätternder Putz, korrodierende Metallteile, ungestrichene Fenster und Türen, geschwärzte Ziegel und Sandsteinflächen warteten viele Jahre auf eine Restaurierung. Dank des Sonderinvestitionsprogramms für die preußischen Schlösser und Gärten konnten alle Außenbauteile einschließlich der fünf das Schloss umgebenden Terrassen instand gesetzt werden.

Restaurierungsarbeiten an der in Sichtziegelbauweise errichteten Fassade standen im Mittelpunkt der Maßnahme. Zimmermanns- und Klempnerarbeiten am Dach, die Instandsetzung der Original-Eichenholzfenster mit insgesamt 550 m² Fensterfläche und die Wiederaufstellung der rund 100 m langen Gusseisenbrüstungen auf den Terrassen waren weitere Schwerpunkte. Auf den Terrassen war das Spektrum der Arbeiten besonders breit: Dekontaminationsmaßnahmen auf der Abdichtungsebene gehören ebenso dazu wie die kleinteilige Restaurierung der stark geschädigten Metall- und Kunststeinvasen auf den Brüstungen.

Im Außenbereich fällt der um 1863 erbaute Städte-Brunnen auf der Porzellan-Terrasse besonderes ins Auge. Dem Brunnenstock fehlt momentan noch die zentrale Brunnenfigur des Dombaumeisters Gerhardt van Ryle, dem bekanntesten Dombaumeister in Köln. Die Kopie der von Christian Mohr (1723–1888) gefertigten Skulptur wurde durch eine großzügige Spende von Gerd Harry Lybke über die Freunde der Preußischen Schlösser und Gärten e.V. ermöglicht.

Schloss Babelsberg wird im Sommer 2017 im Rahmen der Ausstellung „Pückler. Babelsberg“ geöffnet sein.

Schlösser und Gärten

Zuwendungsgeber

Das Sonderinvestitionsprogramm für die preußischen Schlösser und Gärten (Masterplan) wird gefördert durch den Bund (Staatsministerin für Kultur und Medien) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie aus Mitteln der Länder Berlin (Senatsverwaltung für Kultur und Europa) und Brandenburg (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur).

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