Abgeschlossen | Marstall Potsdam

Die Fassade mit den drei geschlossenen Arcaden, Foto: Friedemann Steinhausen
Das Foyer, Foto: Friedemann Steinhausen
Blick in den erweiterten Raum für das Café, Foto: Friedemann Steinhausen

Seit 1981 befindet sich im ehemaligen Marstall das Filmmuseum Potsdam. Das 1685 als Orangerie am nördlichen Ende des ehemaligen Lustgartens erbaute und 1714 unter Friedrich Wilhelm I. zu einem Marstall für die königlichen Reitpferde umgewandelt Gebäude musste dringend brandschutztechnisch ertüchtigt werden.

Im ehemaligen Marstall des Potsdamer Stadtschlosses konnten massive Defizite im Bereich des Brandschutzes behoben werden. Das 1685 als Orangerie errichtete Gebäude ließ König Friedrich Wilhelm I. 1714 zu einem Marstall für die königlichen Reitpferde umbauen. Seit 1981 befindet sich das Filmmuseum im Marstall, das die Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF im Oktober 2014 wieder eröffnete. Zu den Sanierungsarbeiten gehörten die Herstellung neuer Brandabschnitte mit normgerechten Brandwänden sowie die Erneuerung bzw. Ergänzung sicherheitstechnischer Einrichtungen wie Brandmeldeanlage, Sicherheitsbeleuchtung, Blitzschutz- und Entrauchungsanlagen. Durch die notwendige Schließung der Deckenöffnung im Museumsbereich konnte zudem die Ausstellungsfläche des Filmmuseums erweitert werden.

Die textile Wandverkleidung im Kinosaal wurde aufgrund von Brandschutzauflagen durch schwer entflammbare Materialien ersetzt, während die hölzernen Wandpaneele einen Brandschutzanstrich erhielten. Weitere Maßnahmen waren die Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage und die Verbesserung der Wärmedämmung in Anpassung an die aktuelle Energieeinsparverordnung. Zudem wurde das undichte Glasdach über dem Foyer instandgesetzt.

Nach Beginn der Bauarbeiten traten nicht vorhersehbare, weitere Baumängel zu Tage, deren Reparatur Voraussetzung für die Betriebsfähigkeit des Hauses war. Beispielsweise bestanden alle verlegten Grundleitungen aus nicht zugelassenem Material und mussten ersetzt werden.  Auch die Schadstoffbelastung im Dachgeschoss war umfangreicher als angenommen, weshalb aufwendige Dekontaminierungsmaßnahmen erforderlich waren.

Erstmals ist das Gebäude nun barrierefrei zugänglich.

Zuwendungsgeber

Das Sonderinvestitionsprogramm für die preußischen Schlösser und Gärten (Masterplan) wird gefördert durch den Bund (Staatsministerin für Kultur und Medien) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages sowie aus Mitteln der Länder Berlin (Senatsverwaltung für Kultur und Europa) und Brandenburg (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur).

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