Kolonnade in Sanssouci wieder komplett

"Masterplan ermöglicht die Sanierung des mächtigen Bauwerks/ Gerüste werden im Frühjahr 2013 komplett abgebaut sein"

"Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) kann die Kolonnade am Neuen Palais in Sanssouci mit Mitteln des Sonderinvestitionsprogramms für die preußischen Schlösser und Gärten nachhaltig sanieren. Im Zuge dieser Maßnahme präsentieren sich derzeit erstmals seit dem Jahre 2005 das Triumphtor sowie die beiden Pavillonbauten der Kolonnade wieder komplett mit den Bekrönungen.

Friedrich der Große hatte die Kolonnade, den größten Natursteinbau im Park Sanssouci, neben dem Neuen Palais und den Communs 1763 bis 1769 errichten lassen. Konstruktive Probleme und Kriegsschäden nach 1945 machten dem Bau zu schaffen und gefährdeten seine Standfestigkeit. Mit der Sanierungsmaßnahme kann das Bauensemble Friedrichs endlich wieder hergestellt und die Wunden des Krieges mit den lange andauernden Notsicherungsmaßnahmen der Nachkriegsjahre geschlossen werden. Im Frühjahr 2013 wird der gesamte Bau frei von Gerüsten sein. Im Herbst 2014 können dann auch die Arbeiten im Umfeld der Kolonnade abgeschlossen werden.

Baugeschichte

Das Neue Palais mit den Communs und der Kolonnade wurde 1763-1769 unter Friedrich dem Großen nach Plänen von Jean Laurent Le Geay errichtet. 1765 übernahm Carl von Gontard die Weiterführung der Planung und veränderte durch eine Überarbeitung der architektonischen und dekorativen Gliederung das Erscheinungsbild.

Die Kolonnade ist zwischen zwei obeliskbekrönten Pavillons eingespannt und wird mittig mit dem Triumphtor überhöht, das zunächst ebenfalls einen Obelisk trug. Nach kurzer Bauzeit (1768–1769) war die Kolonnade fertig gestellt und Heinrich Ludwig Manger berichtet in seiner "Baugeschichte von Potsdam" (1789), dass der Obelisk auf dem Triumphtor dem König missfiel, so dass er ihn wieder abbrechen und durch eine niedrige, oben offene Kuppel ersetzen ließ. Die Kolonnade besteht aus 160 Säulen und wird von 62 Skulpturen geschmückt. Die Pavillonbauten sind inkl. Obelisken knapp 30 Meter hoch, das Triumphtor 24 Meter.

Sonderführungen

Am 16. September und 21. Oktober 2012 jeweils um 14 Uhr finden in diesem Jahr letztmals die Sonderführungen unter dem Titel "Ein Quart Geschichte" zur Baustelle Kolonnade statt. Nach der Führung zu den Sanierungsarbeiten kann auch die sonst nicht zugängliche Skulpturenhalle am Neuen Palais besichtigt werden.

Tickets: 6 Euro / ermäßigt 5 Euro, Gruppenkasse im temporären Besucherempfang vor dem Neuen Palais, Anmeldung: 0331.96 94-200

Der Masterplan

Mit dem Sonderinvestitionsprogramm für die preußischen Schlösser und Gärten (Masterplan) retten der Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg wesentliche Denkmäler der Berliner und Potsdamer Schlösserlandschaft vor dem Verfall. Das Abkommen sieht vor, dass die SPSG bis 2017 insgesamt 155,03 Millionen Euro in die Rettung nationaler Kulturgüter zusätzlich investieren kann. Der Bund trägt 77,5 Millionen Euro (50%) bei, das Land Brandenburg 53 Millionen Euro (2/3 von 50%) und das Land Berlin 24,53 Millionen Euro (1/3 von 50%).

Www.spsg.de/masterplan"

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