FRIEDERISIKO

Das Friedrich-Jubiläums-Jahr war für die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg äußerst erfolgreich

Mit dem 300. Geburtstag Friedrichs II. von Preußen fiel am 24. Januar 2012 der Startschuss für das Jubiläumsjahr "Friedrich 300". In Berlin und Brandenburg gab es zahlreiche Ausstellungen, die Leben und Nachlass Friedrich des Großen von allen Seiten beleuchteten. Die Dichte der Veranstaltungen und die unglaublich hohe Presseresonanz aus dem In- und Ausland haben gezeigt, dass die Figur des Preußenkönigs nach wie vor interessant, umstritten und historisch bedeutend ist. Die größte der Ausstellungen, "Friederisiko" im Neuen Palais in Potsdam, hat ein authentisches Portrait aus vielen neuen Blickwinkeln, verbunden mit den neuesten Forschungserkenntnissen, präsentiert. Die Entscheidung, die Schau in Friedrichs letztem Schlossbau – dem von ihm persönlich mit entworfenen und eingerichteten Neuen Palais – zu zeigen, machte ebenfalls den großen Reiz von "Friederisiko" aus. Fünf Jahre der Vorbereitung, über 500 zusätzlich eingebrachte Exponate von 56 Leihgebern und das größte Budget, welches die SPSG jemals für eine Ausstellung angesetzt hat, erwiesen sich als erfolgreich. Ausstellung "Friederisiko" – Neues Palais, Park Sanssouci 28. April – 28. Oktober 2012 Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) präsentierte vom 28. April bis 28. Oktober die überaus erfolgreiche Ausstellung "Friederisiko - Friedrich der Große" im Neuen Palais im Park Sanssouci. In 72 Räumen auf insgesamt 6.000 qm des Erd- und ersten Obergeschosses konnte der Besucher auf einem eigens eingebrachten Pfad durch die elf Themenbereiche im Schloss flanieren. Das zwölfte Thema, der friderizianische Garten, wurde an zehn ausgewählten Stationen im Park Sanssouci gezeigt. In diesen sechs Monaten wurden rund 350.000 Besucher im Schloss begrüßt. Das sind in den sechs Monaten Laufzeit der Ausstellung etwa 50% Besucher mehr als in den Vorjahren jeweils ganzjährig im Neuen Palais gezählt wurden. Unter den Besuchern durfte auch der Schirmherr der Ausstellung begrüßt werden, Bundespräsident Joachim Gauck. Mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von dreieinhalb Stunden verweilten die Besucher überdurchschnittlich lange in der Ausstellung. Dies führte zwar manchmal zu Wartezeiten - im Sinne der kulturellen Bildung, des Erkenntnisgewinns und Erlebniswertes der Ausstellung und des Schlosses für den Besucher ist dies jedoch sehr erfreulich. Neben einzigartigen Exponaten konnte der Besucher ein Schloss mit im Vorfeld aufwendig restaurierten Appartements und Räumen entdecken, wie das großartige Untere Fürstenquartier, das Kleine Lesekabinett in der Friedrich-Wohnung, der wohl intimste Raum des Schlosses, oder das Spindler-Kabinett in der Prinz Heinrich-Wohnung. Zu sehen waren außerdem Bereiche, deren Sanierung und Restaurierung in den kommenden Jahren im Rahmen des Masterplanes Aufgabe der SPSG sein wird. Dort wurde dem Besucher der spannende Blick hinter die Kulissen des Schlosses und in lange verborgene Bereiche wie das grüne Scherbenkabinett, eine Rarität im europäischen Schlossbau, geboten. Ausgezahlt hat sich vor allem das Risiko, die Ausstellung im Schloss selbst zu zeigen und das Neue Palais als authentischen Handlungs- und Repräsentationsort zum Sprechen zu bringen. Nur so konnte es gelingen, sich der Persönlichkeit Friedrichs anzunähern. Die Zitate, wahlweise von Friedrich selbst oder einem Zeitgenossen, unterstrichen die authentische Atmosphäre der Schlossräume und kommentierten mal ernst, mal süffisant jedes Thema in jedem Raum. Aufgrund vielfacher Nachfrage durch die Besucher, hat die SPSG alle Zitate zum Download auf der Website www.friederisiko.de bereitgestellt. Von dem Ausstellungs- und dem Essayband wurde aufgrund der großen Nachfrage eine zweite Auflage gedruckt. Der Essayband ist bereits vergriffen. Zudem haben die Süddeutschen Zeitung und der Norddeutsche Rundfunk den Ausstellungsband "Friederisiko – Friedrich der Große" zum besten Sachbuch des Monats Oktober gekürt. Die Ausstellung hatte auch auf die anderen Standorte der SPSG stimulierende Effekte, wie die Zuwächse der Besuchszahlen in den Potsdamer, den Berliner und den Märkischen Schlössern zeigen. Mit der von der Werbeagentur Scholz & Friends entwickelten Kampagne Friederisiko ist es der SPSG zudem gelungen, auch ein jüngeres Publikum anzusprechen. Ab 29.10.2012 wird das Neue Palais geschlossen und zu Ostern 2013 wieder eröffnet, gemeinsam mit dem neuen Besucherzentrum im Südtorgebäude am Neuen Palais. Nicht alle Bereiche, die im Rahmen der Ausstellung Friederisiko zu sehen waren, werden dann zugänglich sein. Mit Hochdruck werden bis 2017 die Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten im Rahmen des Masterplanes fortgesetzt. Zwei Höhepunkte der Ausstellung aber bleiben: Natürlich das Neue Palais selbst und der "Modeaffe", die Inszenierung des gleichnamigen Theaterstücks Friedrichs des Großen mit Papierfigurinen der Brüsseler Künstlerin Isabelle de Borchgrave. Bilanz-Tagung zum 301. Geburtstag Friedrichs des Großen am 24. Januar 2013 im Neuen Palais Als großer Gewinn für die Ausstellung hat sich die lange Vorbereitungszeit unter anderem mit den seit 2007 von der SPSG durchgeführten jährlichen internationalen Tagungen erwiesen, deren Ergebnisse unmittelbar in Friederisiko eingeflossen sind und dafür sorgten, dass frische, neue und alternative Wege zum Verständnis der Persönlichkeit Friedrichs des Großen aufgezeigt werden konnten. Am 24.01.2013 wird mit hochrangigen Gästen aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen eine Bilanz zum Friedrichjahr gezogen. Ausstellung "Friedrich ohne Ende" – Rheinsberg 4. August – 28. Oktober 2012 Vom 03. August bis zum 22. Oktober haben über 30.000 Besucher die Rheinsberger Ausstellung besucht. Bis zur Schließung der Ausstellung kann man ca. 31.000 Besucher prognostizieren. Damit haben im Vergleich zum Zeitraum des Vorjahres rund 30 % mehr Besucher Schloss Rheinsberg und das Kurt Tucholsky Literaturmuseum besucht. Die Besucherresonanz war ausgesprochen positiv. Hier drei Auszüge aus dem Besucherbuch: "Hat uns gut gefallen, hätten hier noch länger verweilen können. Jutta + John, Neuseeland, 13.8.2012" "Eine der schönsten und einfühlsamsten Friedrich-Ausstellungen des Jahres 2012. Ganz großartig! Jürgen Oberhoff, 26.8.2012" "So schön kann Museum sein! M. Lattberger aus Hamburg, 11.8.2012" Besondere Beachtung fand auch das Restaurierungsergebnis des Spiegelsaals, der sich erstmalig wieder annähernd so zeigte, wie ihn Friedrich im ersten Regierungsjahr erlebt hatte, als er von August bis Dezember 1740 hier Hof hielt und unter anderem auch Voltaire empfing. Die Ausstellung der SPSG in Kooperation mit dem Kurt Tucholsky Literaturmuseum präsentierte teilweise Exponate, die erstmalig nach über 270 Jahren wieder für drei Monate nach Schloss Rheinsberg zurückkehrten. Die Exposition war eine von insgesamt 80 angebotenen Veranstaltungen Rheinsberger Kultureinrichtungen wie der Musikakademie Rheinsberg, der Kammeroper Schloss Rheinsberg, die den Jubilar während des ganzen Jahres würdigten und noch würdigen werden.

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