Jahrespressegespräch – SPSG-Bilanz 2019

SPSG-Bilanz 2019

Besuchszahlen

Die Bilanz für das Jahr 2019 weist mit 1,56 Millionen Besuchen gegenüber 2018 einen leichten Zuwachs von rund 1 % (+ 15.410 Besuche) aus.

Signifikante Zuwächse gab es im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum vor allem in Potsdam (+ 5,21 % / +46.196 Besuche) – und hier an den aufkommensstarken, vorwiegend touristisch frequentierten Standorten Schloss Sanssouci (+17.219 Besuche / +5,42 %) und Schloss Cecilienhof (+4.842 Besuche / +3,55 %). In Berlin gab es leichte Rückgänge am Standort Charlottenburg und größere Rückgänge auf der Pfaueninsel, wo die Schließung des Schlosses für den Standort zu einem Minderaufkommen von 23.341 Besuchen (-15,18%) geführt hat. In den Märkischen Häusern konnte insgesamt ein Mehraufkommen von 9,24 % (+7.267 Besuche) verzeichnet werden. In Caputh (+55,13 % / +5.500 Besuche) und in Paretz (+25,01 % / +1.985 Besuche) haben die Sonderausstellungen „B.A.R.O.C.K.“ und „Königin Luises Landglück“ für sehr gute Zahlen gesorgt. Auch Rheinsberg freute sich über mehr Besucherinnen und Besucher (+ 14,25% / +5.423 Besuche). Hingegen sorgte schlechtes Wetter beim Orangefest für ein Besuchsminus von 28,73 % (-4.623 Besuche) in Oranienburg.

In den musealen Einrichtungen in Eigenregie (Historische Mühle und Belvedere auf dem Pfingstberg) war ein leichtes Besuchsplus zu verzeichnen (+289 Besuche / +0,26 %). 

Erfreulich hat sich der Gruppentourismus mit +5,62 % (+13.026 Besuche) entwickelt. Hier haben Maßnahmen im Bereich der Angebotspolitik und insbesondere die Einführung eines Audioguide-gestützten Gruppenangebots im Schloss Sanssouci für Zuwächse gesorgt.

Bei den Einnahmen durch Eintritt ergab sich ein kräftiges Plus von 5,25 %. Das entspricht gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs in Höhe von 510.577,60 Euro.

Sonderinvestitionsprogramm (Masterplan)

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) blickt auf ein erfolgreiches Arbeitsjahr 2019 zurück, das vor allem im Zeichen der Fortführung des Masterplans stand. Mit dem Sonderinvestitionsprogramm 2 (SIP 2) retten der Bund (Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien) sowie die Länder Berlin (Senatsverwaltung für Kultur und Europa) und Brandenburg (Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur) bedeutende Denkmäler der Berliner und Potsdamer Schlösserlandschaft vor dem Verfall.

Das Abkommen ermöglicht der SPSG bis 2030 zusätzlich insgesamt 400 Millionen Euro in die Wiederherstellung nationaler Kulturgüter zu investieren. Der Bund trägt 200 Millionen Euro (50 Prozent) bei, das Land Brandenburg 131 Millionen Euro (2/3 von 50 Prozent) und das Land Berlin 69 Millionen Euro (1/3 von 50 Prozent).

Im Jahr 2019 sind für die Sanierungs- und Restaurierungsprojekte 5,6 Millionen Euro abgeflossen.

So konnten die Planungen für die 23 Projekte des ersten Lustrums (5 Jahre) mit einem Planungsumfang von ca. 170 Millionen Euro deutlich vorangebracht werden. Nahezu alle Bedarfsplanungen wurden erstellt, zu denen neben den denkmalpflegerischen Konzeptionen auch Nutzungs- und Museumskonzepte gehören. Auf dieser Basis wurden dann die – in der Regel EU-weiten – Vergabeverfahren durchgeführt, um mit den Fachleuten der SPSG und externen Spezialistinnen und Spezialisten projektbezogene Planungsteams bilden zu können.

Für das Jahr 2020 sind Planungsleistungen im Umfang von rund 7,4 Mio. Euro vorgesehen. Die Baumaßnahmen beginnen voraussichtlich in den Jahren 2021/22.

Die 2019 im Rahmen des Masterplans abgeschlossenen und im Jahr 2020 geplanten Maßnahmen sind einem gesonderten Informationsblatt zu entnehmen.

Denkmalpflege und Restaurierung

Im September 2020 konnte die SPSG damit beginnen, das Skulpturenprogramm an den Neuen Kammern von Sanssouci in Potsdam nach 37 Jahren wiederherzustellen. Ermöglicht wurde das insgesamt 1,2 Millionen Euro umfassende Restaurierungsprojekt durch Spenden. Dafür hatte die Cornelsen Kulturstiftung mit einer großzügigen Fördersumme in Höhe von 278.000 Euro die Initiative übernommen und weitere Spenderinnen und Spender „angestiftet“. In einem ersten Schritt wurden vier der insgesamt 24 Skulpturen restauriert und vor dem Mittelrisalit aufgestellt. Es handelte sich dabei um „Endymion“ und „Narziss“ von Asmus Frauen (um 1707-vor 1770), die Antikenkopie „Apoll mit Leier“ von Eduard Stützel (1806-nach 1862) sowie den „Faun“ von François Gaspard Adam (1710-1761).

Im Oktober 2019 öffnete die SPSG anlässlich des Europäischen Tages der Restaurierung das – sanierungsbedingt bis auf Weiteres nicht zugängliche – Schloss auf der Berliner Pfaueninsel. Einen Tag lang gaben die Restauratorinnen und Restauratoren im Schloss und in der Meierei ihr Wissen weiter. Denn das besondere Flair der Schlossräume zeigte sich gerade nach dem Auszug des beweglichen Kunstgutes. Seidenbespannungen, Papiertapeten und Boiserien sowie reich verzierte Wandspiegel sind original erhalten. Restauratorinnen und Restauratoren lenkten im Rahmen von – 13 ausgebuchten – Führungen die Aufmerksamkeit auf die Details und die großen konservatorischen Herausforderungen. Auch der Jagdschirm konnte besichtigt werden.

Ausstellungen

Auch in 2019 präsentierte die SPSG erfolgreiche und für die Besucherinnen und Besucher attraktive Ausstellungen. Unter dem Titel „B.A.R.O.C.K.“ war das Schloss Caputh, einst Landsitz der Kurfürstin Dorothea von Brandenburg (1636-1689), von Mai bis Oktober 2019 für 14.024 Besucherinnen und Besucher ein Ort barocker Schaulust. Vier Künstlerinnen hatten eigens für dieses Projekt Werke geschaffen. Die Arbeiten von Margret Eicher (Deutschland), Rebecca Stevenson (Großbritannien), Myriam Thyes (Schweiz) und Luzia Simons (Brasilien) traten bewusst in einen Dialog mit der historischen Ausstattung, die sie kommentierten oder – zuweilen provokativ – in unsere Gedanken- und Lebenswelt übersetzten. Das Barock als Zeitalter großer Glaubenskämpfe, der Entdeckung und Unterwerfung der Welt, aber auch der Verführung der Sinne war eine Zeit der politischen Kunst. Die kritische Auseinandersetzung mit den Folgen von Globalisierung oder den sich immer mehr verwischenden Grenzen von realer und virtueller Welt waren Themen, mit denen sich auch die Künstlerinnen beschäftigten. Diese inspirierende und zugleich ästhetische Verschmelzung des barocken Hauses mit zeitgenössischen Arbeiten gehörte zweifellos zu den Höhepunkten der Sommersaison in den preußischen Schlössern.

Bereits ab April 2019 konnte unter dem Titel „Königin Luises Landglück“ die erweiterte Dauerausstellung im Schloss Paretz besichtigt werden. Paretz und die Pfaueninsel waren für König Friedrich Wilhelm III. (1770-1830) und Königin Luise (1776-1810) Sehnsuchtsorte. Abseits der Residenzstädte Berlin und Potsdam verlebten sie hier, oft mit ihren Kindern, unbeschwerte Sommertage. Da das Schloss auf der Berliner Pfaueninsel seit Herbst 2018 geschlossen ist, um die dringend notwendige Hüllensanierung vorbereiten zu können, sind nun ausgewählte Exponate aus dem Pfaueninsel-Schloss, die auch dem Interieur und dem Charakter von Schloss Paretz entsprechen, für einige Jahre in Paretz zu Gast. So werden Teile aus dem KPM-Service mit Vogelmalerei, von der damaligen Kronprinzessin Luise 1797 vermutlich für Paretz bestellt, auf einem gedeckten Tisch präsentiert. Die Mode jener Zeit repräsentieren vier Hüte aus Span, Stroh, Kunstblumen und Seide. Seit etwa 1840 wurden sie
im Schloss auf der Pfaueninsel in einem Wandschrank aufbewahrt. Interessant ist auch ein Brettspiel, Collosseum- und Tunnelspiel genannt, das Friedrich Wilhelm III. eigens für die – zuweilen verregneten – Sommeraufenthalte im Schloss angeschafft hatte.

Die Ausstellung „Einfach plakativ – 70 Jahre Werbung für die Preußischen Schlösser und Gärten“ in den Römischen Bädern im Park Sanssouci widmete sich von Mai bis Oktober 2019 der Plakatkunst und bot einen kulturhistorischen Einblick in die annähernd 70-jährige Geschichte der Gestaltungsmöglichkeiten und Designideen zur Bewerbung des von der SPSG und ihrer Vorgängereinrichtungen bewahrten UNESCO-Welterbes. Im Mittelpunkt standen dabei Plakate und Plakatentwürfe für Ausstellungen und Veranstaltungen. Ein exemplarischer Überblick über das Sammlungsspektrum und Höhepunkte der Sonderausstellungen wurden neben Beispielen von Entscheidungs- und Entwurfsprozessen sowie den sich verändernden Techniken des Plakatdruckes präsentiert. Das Spektrum reichte von einer sachlich-informativen bis hin zu illustrativen, konstruktiven oder sogar experimentellen Gestaltungen.
Langjährig für die SPSG tätige Gestalter wie Herbert Sander, Waldemar Strempler und Julius Burchard wurden mit ihrer Plakatkunst in den Mittelpunkt gerückt.

Schlösser und Sammlungen

2019 präsentierte sich das „Preußische Arkadien“ mit seinen Schlössern und Gärten von seiner schönsten Seite. Anlass für das Themenjahr „Italien in Potsdam“, an dem sich die Landeshauptstadt Potsdam, das Museum Barberini und die SPSG beteiligten, war die Ausstellung „Wege des Barock. Die Nationalgalerien Barberini Corsini in Rom“, die von Juli bis Oktober 2019 im Museum Barberini zu sehen war. Die SPSG war in der Ausstellung mit zwei großformatigen Gemälden vertreten, die Friedrich der Große (1712-1786) für das Neue Palais erworben hatte. Die Bilder „Lukretia und Sextus Tarquinius“ sowie „Bathseba im Bad“ wurden von Artemisia Gentileschi (1593-1654) geschaffen, die heute als die bedeutendste Malerin des 17. Jahrhunderts gilt. Sie konnten dank der Unterstützung des Museums Barberini restauriert werden. Darüber hinaus bot das Veranstaltungsprogramm der SPSG zahlreiche Themenführungen, Gartenspaziergänge, Konzerte und Lesungen. Höhepunkte waren im August 2019 die Potsdamer Schlössernacht unter dem Motto „Una Notte Italiana“ und der Konzertabend „La Dolce Vita!“ mit der sizilianischen Sängerin Etta Scollo vor der imposanten Kulisse des Orangerieschlosses.

Im Garten

Im September 2019 war die SPSG im Schloss Glienicke Gastgeberin der Tagung „ORANGERIE – Die Wiederentdeckung eines europäischen Ideals“. Anlass war der 40. Jahrestag der Gründung des Arbeitskreises Orangerien in Deutschland e. V., der 1979 vom Gartendirektor der Staatlichen Schlösser und Gärten Potsdam-Sanssouci, Dr. Harri Günther, initiiert wurde, um einen fachlichen Austausch der Orangerie-Betreuer zu ermöglichen und den Wiederaufbau von Pflanzensammlungen in historischen Gärten zu unterstützen. Der Arbeitskreis Orangerien versteht sich als Informations-und Kommunikationsforum interessierter und engagierter Fachleute für den Bereich der europäischen Orangeriekultur. Schwerpunkte der Aktivitäten sind die Erforschung und Förderung der Orangerien, die Bewirtschaftung und Kultivierung der Pflanzenbestände sowie deren Präsentation in architektonischen und gärtnerischen Anlagen.

Die enge Zusammenarbeit von Gärtnern, Denkmalpflegern, Kunsthistorikern, Biologen, Botanikern und Gewächshausklimatologen erweist sich bis heute als fruchtbringend im wahrsten Sinne des Wortes. Zur Tagung waren Fachleute eingeladen, die Aspekte der Präsentation exotischer Orangeriepflanzen in den Gärten beleuchten, über den mythologischen Gehalt der Orangeriekultur referieren oder vom denkmalpflegerischen Einsatz für fragile Orangeriegebäude berichten konnten. Zugleich erschien die Publikation „Orangerie – Die Wiederentdeckung eines europäischen Ideals. Festschrift zum 40. Jahrestag der Gründung des Arbeitskreises Orangerien in Deutschland e. V.“ im Lukas Verlag Berlin (Schriftenreihe des Arbeitskreises Orangerien in Deutschland e.V. 16/17, 536 Seiten, 407 Abbildungen).

Die SPSG richtete im Herbst 2019 ein erstes Kolloquium im Rahmen des von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Forschungsprojektes „Historische Gärten und Gesellschaft 2019-2020. Kultur – Natur – Verantwortung“ aus. Mit dem Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) und weiteren Kooperationspartnern wie dem International Council on Monuments and Sites (ICOMOS) und der UNESCO wurden komplexe Fragestellungen diskutiert: gesellschaftliche Veränderungen, Umwelt- und Naturzerstörungen, Migration, Globalisierung, Technisierung, Digitalisierung, virtuelle Gärten, kulturelles Erbe und Kulturelle Bildung. Historische Gärten bieten sich hier für Impulse und Lösungsvorschläge an, weil sie langfristiges verantwortliches Handeln dokumentieren und konkret erfahrbar machen.
Ein zweites öffentliches Expertenkolloquium wird am24. März 2020 in der Wissenschaftsetage im Potsdamer Bildungsforum stattfinden und wiederum der Vorbereitung eines internationalen Symposiums im Herbst 2020 dienen.

Im Vorfeld dieses Forschungsprojektes hat die SPSG unter dem Titel „Zukunft pflanzen!“ am 1. November 2020 ein Aktionsprogramm aufgelegt. In Kooperation mit Schulen, Kitas und weiteren sozialen Bildungseinrichtungen werden bis zum 31. März 2020 in den Gärten und Parks verschiedene Gehölze gepflanzt und in ihrer Entwicklung begleitet.

Wissenschaft und Forschung

Projekte des Research Center Sanssouci (RECS)

Abschluss und Launch der kommentierten Online-Edition der Flugschriften Friedrichs des Großen aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges

Die in der Gerhard-Knoll-Forschungsbibliothek der SPSG gesammelten Flugschriften aus der Zeit Friedrichs des Großen (1712-1786) umfassen den gesamten Zeitraum seiner Regentschaft von den Schlesischen Kriegen bis zum Bayerischen Erbfolgekrieg und sind ein Fundus für die Erforschung monarchischer Repräsentations- und Symbolpolitik, der Militärgeschichte und Öffentlichkeitsformen im 18. Jahrhundert. Die 208 Flugschriften – im Umfang von einer Seite bis 150 Seiten – wurden für die Edition hochauflösend eingescannt und stehen nun in ihren zeitlichen und thematischen Zusammenhängen explorativ zur Verfügung. Die Flugschriften können mittels eines Schlagwortregisters und anhand der Kriegsjahre 1756-1763 durchsucht, der Inhalt dank der erarbeiteten Transkriptionen und Kommentierungen erschlossen werden. Die Fachhochschule Potsdam entwickelte für die Präsentation der Edition einen Reader. Realisiert wurde das Projekt mit freundlicher Unterstützung der Bühler-Bolstorff-Stiftung Berlin. Die Online-Edition wurde im Januar 2019 gelauncht: https://vikusviewer.fh-potsdam.de/recs/.

Abschluss und Launch der Online-Edition der Briefe der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth von ihrer Reise nach Frankreich und Italien 1754-1755

Mehr als 130 unbekannte oder nur unvollständig bekannte Briefe berichten über die Reise der Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth (1709-1758) nach Frankreich und Italien vom 18. Oktober 1754 bis zum 9. August 1755 sowie über während dieser Reise beschaffte Kunstwerke. Es handelt sich um Schreiben vor allem an ihre Geschwister Friedrich (der Große), August Wilhelm (1722-1758) und Anna Amalie (1723-1787). Erstmals kommt auch ihr Ehemann Markgraf Friedrich III. von Bayreuth (1711-1763) zu Wort. Die Briefe erweitern unser Wissen über die Mentalitäten, über Antiken und andere Kunstwerke verschiedenster Gattungen und die gesellschaftlichen Verhältnisse der damaligen Zeit. Sämtliche Briefe wurden neu transkribiert, deren originale Schreibweise übernommen und mit editorischen Ergänzungen versehen. Zudem wurden sie neu übersetzt. Mittels eines Verzeichnisses kann die Korrespondenz nach Personen, Orten und kunsthistorischen Werken durchsucht werden. Erklärungsbedürftige Textstellen wurden mit Anmerkungen und Literaturhinweisen versehen, die weiterführende Informationen anbieten. Die zweisprachig kommentierte Edition wurde beim Kooperationspartner perspectivia.net, der Publikationsplattform der Max Weber Stiftung gelauncht: https://quellen.perspectivia.net/de/wilhelmine/about_edition.

Wissenschaftlicher Workshop „Potsdamer Konferenz 1945 – Die Neuordnung der Welt“ im Schloss Cecilienhof

Zur Vorbereitung der Ausstellung „Potsdamer Konferenz 1945 – Die Neuordnung der Welt“ (1. Mai bis 1. November 2020) lud das RECS am 23. November 2019 zu einem gleichnamigen wissenschaftlichen Workshop in das Schloss Cecilienhof ein. Elf international ausgewiesene Expertinnen und Experten diskutierten vor 89 Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung der Potsdamer Konferenz für die Alliierten, für den Nahen und Mittleren Osten sowie Ostasien. Die Diskussionsbeiträge werden im Begleitband zur Ausstellung im April 2020 im Sandstein-Verlag veröffentlicht.

Wissenschaftliches Kolloquium zum Architekten Leonhard Christoph Sturm

Gemeinsam mit der Europa-Universität Viadrina Frankurt (Oder) und dem dortigen Lehrstuhl für Denkmalkunde von Prof. Dr. Paul Zalewski rückte das RECS am 6. Dezember 2019 den Militärarchitekten und Architekturtheoretiker Leonhard Christoph Sturm (1669-1719) in den Mittelpunkt eines wissenschaftlichen Kolloquiums im Theaterbau des Schlosses Charlottenburg. Vier international bekannte Wissenschaftler debattierten über Werk und Wirken Sturms im 18. Jahrhundert und konnten Impulse für weiterführende und neue Forschungen geben.