Mittelachse der Weinbergterrassen unterhalb des Schlosses Sanssouci wird saniert

Hoch frequentiert

132 Stufen bis zum Schloss Sanssouci: Mittelachse der der Terrassenanlage wird saniert. Foto: SPSG/Leo Seidel

Mittelachse der Weinbergterrassen unterhalb des Schlosses Sanssouci wird saniert

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) beginnt am 20. April 2020 mit der Sanierung der Mittelachse der Weinbergterrassen unterhalb des Schlosses Sanssouci in Potsdam. Jahr für Jahr zieht die Schönheit der zum UNESCO-Welterbe gehörenden Anlage Millionen von Besucherinnen und Besucher an. Für die stark frequentierten sechs Freitreppen auf der Mittelachse hat das zur Folge, dass die Gehbahnen auf den wassergebundenen Decken der Terrassen stark verdichtet und die Kiesanteile in die jeweiligen Laufrichtungen verschoben werden. An den weggeschobenen, vertieften Stellen bilden sich bei Regen großflächig Wasserlachen. Zudem werden die historischen Sandsteinstufen durch die in die Schuhprofile eingetretenen Kiessteinchen massiv abgenutzt.

Im Rahmen einer denkmalpflegerischen Maßnahme werden nun die Laufflächen zwischen den Terrassentreppen mit gebundenen Steinchen befestigt, die den benachbarten Kiesflächen ähneln. Ziel ist es, die weitere mechanische Beschädigung der Sandsteintreppen deutlich zu minimieren. Die Arbeiten sollen voraussichtlich am 20. Mai 2020 abgeschlossen sein. Die Gesamtbaukosten sind mit 143.000 Euro zu beziffern.

132 Stufen
Die Weinbergterrassen wurden 1744 im Auftrag Friedrichs des Großen (1712-1786) angelegt. Den Vorstellungen des Preußenkönigs entsprechend, entstanden sechs bogenförmige Terrassen mit 168 verglasten Nischen zur Kultivierung von Wein und Feigen. Auf der Mittelachse wurden Treppen mit insgesamt 132 Stufen hinauf zum Schlossplateau errichtet.

Unter König Friedrich Wilhelm IV. (1795-1861) wurden die Terrassen um 1845 begrünt und damit entscheidend verändert.

1930/31 wurde die Sandsteintreppe instandgesetzt. Zwischen 1979 und 1984 wurde die gesamte Terrassenanlage grundlegend saniert und das ursprüngliche Erscheinungsbild des 18. Jahrhunderts wiederhergestellt.

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