Restaurierung der kleinen Astbrücke im Park Babelsberg abgeschlossen

06.09.2017

Kleine Brücke - Große Wirkung

Die kleine Astbrücke um 1910

Restaurierung der kleinen Astbrücke im Park Babelsberg abgeschlossen

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) hat die Restaurierung der im Park Babelsberg nahe des Flatowturms gelegenen kleinen Astbrücke abgeschlossen. Ermöglicht wurden die Arbeiten Dank einer großzügigen Spende, so dass noch während der Ausstellung "Pückler. Babelsberg - Der grüne Fürst und die Kaiserin" dem Park nach den sanierten Wasserspielen, Schlossterrassen und Gartenpartien ein weiteres gartenkünstlerisches Juwel zurückgegeben werden kann.

Die kleine Brücke wurde im Zuge der Parkgestaltung der Phase III unter Otto Ferdinand Kindermann (1843-1918) vor rund 150 Jahren erbaut und überquert mit einer Spannweite von 6,30 m ein Trockental. Ihren Namen hat sie aufgrund der kunstvollen, aus gusseisernen Vollquerschnitten gearbeiteten Geländer, die wie ineinander verflochtene Äste eines Baumes gestaltet sind, erhalten. Die unweit westlich gelegene Bismarckbrücke (auch über einem Trockental) wurde 1867 in Metz gefertigt, ebenso wie die über den Wilhelmwasserfall führende Wilhelmbrücke. Alle drei Brücken sind im Astwerkstil gefertigt und könnten aus derselben Werkstatt stammen.

Der Parkbereich zwischen der Hofgärtnerei und dem Flatowturm gehört zu dem großen Erweiterungsbereich des Parks, der durch Geländeankäufe ab 1865 durch Kindermann junior ganz im Sinne und nach der 'persönlichen Schule durch Pückler' im Stil eines englischen Landschaftsparks gestaltet wurde. Südlich des Flatowturms (1856) wurde die Parkgestaltung Pücklers künstlerisch fortgesetzt. Die Wege schließen funktional und gestalterisch nahtlos an das vorhandene Wegesystem an. Bei einem Parkbesuch 1868 sah Pückler seine Gedanken der Parkgestaltung durch die Gestaltung O. F. Kindermanns bestätigt.

Wegen starker Korrosionsschäden an den Geländern erfolgte 2015 die Demontage der Brücke, um sie zu einem späteren Zeitpunkt zu restaurieren. Mit Hilfe der Spende des Potsdamer Notars Jens Hunger konnten die Arbeiten vorzeitig begonnen und nun, noch während der Laufzeit der Pückler-Ausstellung im Schloss und Park Babelsberg beendet und die Astbrücke wieder aufgestellt werden.

Die sechs Monate dauernde Restaurierung erfolgte in der Hofschmiede Dahlem, Atelier für Metallgestaltung Torsten Theel. An den Arbeiten beteiligte sich der Spender Jens Hunger persönlich, so dass sein Engagement für den Erhalt der Brücke über die finanzielle Zuwendung hinaus auch die praktische Seite der Restaurierung umfasste. Zwecks Wiederherstellung wurde die Astbrücke komplett zerlegt. Die Bestandsträger der auf zwei Streifenfundamenten lagernden Brücke erwiesen sich als nicht ausreichend tragfähig und wurden mit einer neuen Stahlträgerkonstruktion verstärkt, die aus denkmalpflegerischen Gründen der historischen Brückenkonstruktion nachempfunden wurde. Die korrodierten Geländer wurden gereinigt, neu gerichtet und um Nachgüsse ergänzt, wobei die Farbgebung dem erstellten Farbgutachten entspricht. Als Brückenbelag dienen rau gesägte Eichenbohlen, die dem historischen Vorbild nachempfunden sind. Eine Suchschachtung ergab die historischen Höhen, so dass der Höhenunterschied zwischen den beiden Brückenauflagern jetzt 1 m beträgt. Durch Bodenmodellierungen entsprechend des historische Niveaus wurde das Trockental wiederhergestellt und anschließend das Fußwegenetz erneuert.

Für die Besucher des Parks Babelsberg ist die kleine Astbrücke von besonderem Reiz, indem sie die Bewegtheit des Geländes betont und selbst einen attraktiven Blickfang darstellt. In der weiteren Umgebung sorgen zahlreiche Sichtbeziehungen auf weit entfernte Zielpunkte am Horizont für Abwechslung, darunter die Kirchen der Stadt Potsdam sowie der Kamm der Ravensberge. In der Nähe dient der Flatowturm immer wieder als reizvoller Blickfang.

Die Ausstellung "Pückler. Babelsberg - Der grüne Fürst und die Kaiserin" im Schloss und Park Babelsberg ist noch bis zum 15. Oktober 2017 geöffnet.

Tickets online:
https://tickets.spsg.de/

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet:
www.spsg.de/pueckler-babelsberg

Pressematerial und -fotos unter:
www.spsg.de/presse

Pressekontakt

Dr. Ulrich Henze Presse- und Öffentlichkeitsarbeit | Ausstellungsprojekte
Postfach 60 14 62
14414 Potsdam

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