Presse-Material: Schloss Schönhausen

Schloss Schönhausen

Berlin

Schloss Schönhausen ist eines der wenigen historischen Gebäude Berlins, das niemals komplett zerstört wurde. Spuren der Geschichte bis ins späte 20. Jahrhundert haben sich so in einzigartiger Dichte überliefert.

Nachdem ein erstes Schloss der Grafen zu Dohna 1664 errichtet worden war, entstand der heute im Kern erhaltene Bau zwischen 1685 und 1690 für General Joachim von Grumbkow. Kurz darauf erwarb Kurfürst Friedrich III. das Anwesen und ließ es bis 1709 von Johann Friedrich Eosander von Göthe ausbauen. Die Gartenfassade und einige Stuckdecken vermitteln bis heute ein Bild dieser Epoche.

Zwischen 1740 und 1797 diente das Schloss als Sommerresidenz der preußischen Königin Elisabeth Christine, der Gattin Friedrichs des Großen.Sie ließ das Schloss durch Johan Michael Boumann den Älteren 1763/64 in ein Juwel des Rokoko um und ausbauen. Neben dem prächtigen Festsaal und dem eleganten Treppenhaus sind in den Wohnräumen der Königin wertvolle Tapeten und die Zedernholzgalerie erhalten.

Nach einem langen Dornröschenschlaf im 19. Jahrhundert kam es nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer überraschenden Wendung in der Geschichte von Schönhausen. Das kleine Sommerschloss wurde zum Sitz eines Staatsoberhauptes. 1949 richtete man es als Amtssitz von Wilhelm Pieck, dem ersten Präsidenten der DDR, ein. Aus dieser Zeit ist das Amtszimmer Piecks ebenso zu besichtigen wie der elegante moderne Präsidentengarten nach dem Entwurf Reinhold Lingners. Nach einer kurzen Nutzung als Sitz des Staatsrates der DDR von 1960 bis 1964 wurde das Schloss schließlich bis 1990 als Gästehaus der DDR-Regierung genutzt. Das erhaltene Staatsgästeappartement präsentiert sich im Stil der 1960er Jahre, während das Kaminzimmer die Form der letzten Neueinrichtung von 1978 zeigt. Diese Räume beherbergten viele Persönlichkeiten wie Fidel Castro oder Michail Gorbatschow und veranschaulichen somit in einzigartiger Weise eine wichtige Epoche der deutschen Nachkriegsgeschichte.

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