Förderobjekt der XVI. Potsdamer Schlössernacht 2014: Neptungrotte im Park Sanssouci

13.08.2014

Hilfe für Neptun

Besucher der XVI. Potsdamer Schlössernacht unterstützen das UNESCO-Welterbe

Die Neptungrotte als Förderobjekt 2014

Die Besucher der XVI. Potsdamer Schlössernacht 2014 unterstützen mit dem Erwerb ihres Tickets die Restaurierung der Neptungrotte im Park Sanssouci. Dieses einzigartige Denkmal aus der Zeit Friedrichs des Großen hat im Laufe der vergangenen Jahrzehnte durch Witterungseinflüsse und Vandalismus schweren Schaden genommen und ist dringend sanierungsbedürftig.

Die Arbeitsgemeinschaft „Potsdamer Schlössernacht“ (ARGE), die mit ihren Erlösen aus den Ticketverkäufen seit 2004 zahlreiche Restaurierungsprojekte im Park Sanssouci finanziert, folgt der großzügigen Unterstützung von Fernsehmoderator Günther Jauch und der Förderung von Privatmäzen Herrn Gerhard Elsner. In den Jahren 2014, 2015 und 2016 engagiert sich die ARGE für die Sanierung der Neptungrotte, und damit erstmals über mehrere Jahre hinweg für ein Objekt.

„Nach Jahren erfolgreicher Fördertätigkeit beteiligt sich die Arbeitsgemeinschaft Schlössernacht gern an der Initiative der SPSG, gemeinsam mit weiteren Spendern die Neptungrotte im Park Sanssouci zu retten. Unser Dank richtet sich dabei an unsere Gäste, die mit dem Besuch der Potsdamer Schlössernacht diese Unterstützung möglich machen“, so der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft, Reinhard Mann.

Die Instandsetzung der Neptungrotte umfasst die statische Ertüchtigung tragender Architekturteile, die Restaurierung der Skulpturen, der Muschelbecken und der Innenraumdekoration („Grottierung“) mit dem Natursteinboden sowie die Wiederherstellung des Wasserspiels. Zudem sollen zahlreiche Bauwerksschäden, durch Verwitterung und Vandalismus entstanden, behoben werden. Der Kostenrahmen zur Wiederherstellung der Grotte in ihrer historischen Form wird auf 3,5 Millionen Euro geschätzt. Bis Ende 2017 soll die Instandsetzung des Gebäudes sowie der gesamten Ornamente in der Grotte und an den Portalsäulen abgeschlossen sein.

Schon jetzt ist die Neptungrotte weitgehend eingerüstet. Bis Mitte Oktober 2014 werden tiefer gehende Untersuchungen der Schäden am Naturstein durchgeführt. Zum Einsatz kommen Ultraschall-Messungen, Infrarot Thermografie sowie Radar-Messungen, die eine zerstörungsfreie Quantifizierung der Verwitterungsschäden zulassen. Der Marmorfußboden in der Grotte ist bereits ausgebaut, um auch im Innenraum Gerüste für weitere Untersuchungen stellen zu können.

Mehr über die Sanierung der Neptungrotte können die Besucher der XVI. Potsdamer Schlössernacht im Rahmen von zwei Sonderführungen auf dem Schirrhof und im Park erfahren.

Hinweis für Interessierte Spender: Wer unabhängig von einem Besuch der Potsdamer Schlössernacht die Restaurierung der Neptungrotte im Park Sanssouci mit einer Spende unterstützen möchte, kann sich an das Referat Fundraising der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg wenden. Ansprechpartner: Marius Porstendörfer, Tel. 0331.96 94-323; E-Mail: . Weitere Informationen zu Spenden- und Fördermöglichkeiten auf der Website der SPSG, Rubrik Unterstützen & Fördern.
 

Die Wiesenwegbrücke als Förderobjekt 2013

Aus dem Ticketverkauf der Schlössernacht 2013 hat die ARGE Schlössernacht die Sanierungsarbeiten an der Wiesenwegbrücke mit Mitteln i. H. v. 254.000,00 Euro unterstützt.

Das Brückenbauwerk von 1895 ist eine Kombination aus sechs Stahlträgern und Betonkappen, die von Träger zu Träger spannen. Darauf befinden sich der Wegebelag und Sandsteinborde mit kunstvoll geschmiedeten Geländern, deren Ornamentik der Brücke auch den Beinamen „Mondbrücke“ gab. Die Widerlager ruhen auf Balkenrosten über je 18 Holzpfählen und sind mit bossierten Sandsteinquadern verkleidet.

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist die Tragfähigkeit der Brücke nicht gefährdet und kann für den Besucherverkehr weiterhin offen gehalten werden. Jedoch hat die fehlende Abdichtung des Brückenbauwerks zu erheblichen Korrosionsschäden an den Oberflächen der Stahlträger geführt. Bei der Sanierung wird die Brücke daher eine zusätzliche moderne Abdichtung auf einer Gefällelage unterhalb der Wegedecke erhalten.

Die Restaurierung der 10 schmiedeeisernen Geländerfelder erfolgt in Eigenleistung durch die Mitarbeiter der SPSG im Meisterbereich Kunstschlosser und ist im Wesentlichen bereits abgeschlossen. Die Geländer wurden schonend entrostet, fehlende Ornamente ergänzt und denkmalverträgliche Rostschutz- und Endanstriche aufgebracht. Zur Schlössernacht wird ein  fertig gestelltes Geländerfeld an der Wiesenwegbrücke präsentiert. Zudem haben die Besucher der Schlössernacht die Möglichkeit, bei Führungen über den Schirrhof die Schmiede und Kunstschlosserei mit weiteren Geländerfeldern zu besichtigen.

Die Fertigstellung des gesamten Brückenbauwerks wird bis zur Schlössernacht 2015 erfolgen.

Bisherige Förderobjekte der Potsdamer Schlössernacht

2013

Wiesenwegbrücke
Die aufwendig gestaltete Brücke, westlich der Großen Fontäne gelegen, führt über den Parkgraben hinweg und ist ein ganz besonderes Kunstwerk. Mit ihrem schmiedeeisernen Geländer und dem natürlichen Wegebelag aus wassergebundener Wegedecke ist sie ein raffiniertes Gartenarrangement, welches bald wieder vollständig erlebbar sein wird.

2012

Lindstedter Tor
Durch die Potsdamer Schlössernacht im Jahre 2007 war es bereits möglich, das südliche Posttor zu sanieren. Aus Mitteln der Schlössernacht 2012 konnte auch das nördliche Pendant, das Lindstedter Tor, restauriert werden. Dank der Erfahrungen bei den Restaurierungsarbeiten am Posttor konnten die Arbeiten am Lindstedter Tor binnen kurzer Zeit abgeschlossen werden.

Selloweg
Der im 19. Jahrhundert erbaute Selloweg konnte vollständig saniert werden. Spaziergänger haben nun wieder die Möglichkeit, eine der wichtigsten Nord-Südverbindungen zu nutzen und über einen neu gepflasterten Weg durch den Park zu spazieren. Die Sanierung ist auch für große Veranstaltungen, wie die Potsdamer Schlössernacht, ein erheblicher Gewinn.

2011

Balustrade des Sizilianischen Gartens
Die Balustrade auf der Stützwand am Sizilianischen Garten besteht aus schlesischem Marmor aus Groß Kunzendorf. Insbesondere die 186 filigranen Baluster waren durch Verwitterung und Gefügeauflösung so stark geschädigt, dass ein Totalverlust drohte. Mit Hilfe der Förderung durch die Potsdamer Schlössernacht konnten Sockel, Pfeiler und Abdeckungen in situ restauriert bzw. konserviert werden, so dass die Balustrade seit Sommer 2011 wieder in altem Glanz erstrahlt.

2010

Skulpturenschmuck des Sizilianischen Gartens
Die Besucher der Schlössernacht 2010 haben die Restaurierung kostbaren Skulpturen­schmucks im Sizilianischen Garten im Park Sanssouci unterstützt. Vier Balustradenskulpturen und zwei Figurengruppen der Seelöwenfontäne konnten Dank der Förderung restauriert an ihren Ort im Sizilianischen Garten zurückkehren.

2009

Attika-Skulpturen des Neuen Palais
Dank der Unterstützung der Schlössernachtbesucher 2009 konnte eine Reihe der kostbaren barocken Attika-Skulpturen am Neuen Palais restauriert werden. Eine Figurengruppe sowie fünf Figuren wurden in ihrer Substanz gesichert, ergänzt und durch Behandlung an der Skulpturenoberflächen geschützt. Seit August 2010 schmücken die restaurierten Skulpturen wieder das Gesamtkunstwerk Neues Palais – und damit auch den Ort für das alljährliche glänzende Finale der Schlössernacht.

2008

Viehtränke am Schloss Sanssouci
Die so genannte Viehtränke am Schloss Sanssouci ist ein hochwertiges Baudenkmal im UNESCO-Welterbe und wichtiges Naturschutzareal zugleich, denn im Ziegelgewölbe der Brunnenanlage überwintern geschützte Fledermausarten. Durch die Unterstützung konnten die Brunnenschalen des 1852 nach Plänen Ludwig Ferdinand Hesses errichteten Zierbrunnens ausgerichtet, das Dach saniert und die Ziegelgewölbe repariert werden. Zur XII. Potsdamer Schlössernacht im August 2010 ist die Brunnenanlage wieder in Betrieb gegangen; der Ruinenberg im Herzen des UNESCO-Welterbes erhält dadurch sein ursprüngliches Erscheinungsbild zurück. Die Kosten der Sanierung betrugen 210.000 Euro.

2007

Posttor
Als Teil eines riesigen Eingangsportals des deutschen Pavillons zur Weltausstellung 1893 in Chicago wurde das Tor nach seiner Rückkehr aus Amerika am Südende der Lindenavenue als Eingang zum Park Sanssouci aufgebaut. 1997 vorsorglich abgebaut, konnte es restauriert und wieder eingebaut werden.

2006

Pergola Villa Liegnitz
Die Pergola der Villa Liegnitz ist Teil spätklassizistischer Gartenarchitektur. Als Teil der die Villa der Fürstin Liegnitz umgebenden Gartenanlage war sie seinerzeit ebenso berühmt wie die Römischen Bäder und Schloss Charlottenhof. Die Mittel der Potsdamer Schlössernacht konnten den fortschreitenden Verfall beenden und die Rekonstruktion ermöglichen.

2005

Säulen im Parterre von Sanssouci
Die eigentlich für den Ruhmestempel Walhalla bei Regensburg vorgesehenen Säulen zieren seit 1844 das Gartenparterre von Sanssouci. Der Korallenkalkstein und die vergoldeten Zinkgusskapitelle waren seitdem Witterungs- und Umwelteinflüssen ausgesetzt. Durch die Unterstützung der Schlössernacht konnten zwei der vier Säulen restauriert werden.

2004

Westbrücke über den Maschinenteich
Mit den Mitteln der Schlössernacht 2004 begann die Geschichte der direkten finanziellen Unterstützung von Restaurierungsprojekten im Park Sanssouci. Erstes Projekt war die Wiedererrichtung der Brücken über den Maschinenteich, wovon die westliche mit Mitteln der Schlössernacht rekonstruiert wurde. Die Behelfsbrücken der Schlössernacht, die drei Jahre lang Bestandteil der Veranstaltung waren, wurden endlich abgelöst, und der historische Weg über die Sellowiese entlang den Römischen Bädern war wieder begehbar.

Kontakt

Elvira Kühn SPSG | Abteilung Marketing Öffentlichkeitsarbeit
Postfach 60 14 62
14414 Potsdam
Fax: 0331.96 94-106
Grit Onnen SPSG | Abteilung Marketing Referat Vermietungen / M.I.C.E.
Postfach 60 14 62
14414 Potsdam

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