Weltkriegsbombe am Park Babelsberg

10.11.2015

250-kg-Blindgänger soll am Donnerstag entschärft werden / Humboldtbrücke gesperrt

Presse-Information der Landeshauptstadt Potsdam

Eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist auf Babelsberger Seite am Tiefen See gefunden worden. Der Blindgänger soll am Donnerstag, 12. November, von Sprengmeister Mike Schwitzke vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg entschärft werden. Etwa 3100 Menschen leben im Sperrkreis. Sie müssen bis 8 Uhr ihre Wohnungen und Häuser verlassen. Die Weltkriegsmunition wurde bei Erkundungsarbeiten im Auftrag der Stadtwerke Potsdam gefunden. Es ist der zwölfte Sprengkörper, der in diesem Jahr in Potsdam geborgen wurde, insgesamt ist es der 170. Weltkriegssprengkörper seit 1990 in der Landeshauptstadt.

Zur Vorbereitung der Entschärfung wird am Donnerstag ab 8 Uhr ein Sperrkreis rund um den Fundort gezogen. Im Sperrkreis mit einem Durchmesser von 800 Metern befinden sich Bereiche des Wohngebietes Zentrum-Ost und der Kulturstandort Schiffbauergasse. Betroffen von der Sperrung sind u.a. die Grundschule am Humboldtring, die Lenné-Gesamtschule sowie die Kitas „Sonnenschein“ und „Grasshoppers“ im Zentrum-Ost und „Zauberstein“ an der Berliner Straße. Alle Anwohnerinnen und Anwohner sowie Besucher des Bereiches sind aufgefordert, den Sperrkreis am Donnerstagmorgen bis 8 Uhr selbstständig zu verlassen beziehungsweise danach nicht zu betreten. Wer in dieser Zeit nicht weiß wohin, kann in die Sporthalle am Oberlinhaus, Rudolf-Breitscheid-Str. 24, gehen und dort bis zum Ende der Munitionsbergung warten. Von den 3100 Menschen, die im Sperrkreis leben, sind 800 älter als 65 Jahre, davon 192 älter als 80 Jahre.

Der Sperrkreis wird begrenzt durch die Berliner Straße zwischen Holzmarktstraße bis Ecke Ludwig-Richter-Straße, quer durch den Park Babelsberg, die Mühlenstraße in Babelsberg und die Friedrich-List-Straße zwischen Rudolf-Breitscheid- und Lotte-Pulewka-Straße sowie durch die Lotte-Pulewka-Straße bis zur Havel. Sowohl die Berliner Straße und die Mühlenstraße als auch die Lotte-Pulewka-Straße können befahren werden. Gesperrt wird hingegen u.a. die Nuthestraße zwischen Friedrich-List-Straße und Berliner Straße, also auch die Humboldtbrücke.

Für Autofahrer auf der Nuthestraße in Richtung Potsdam ist die Friedrich-List-Straße die letzte freie Ausfahrt, die Umleitungsempfehlung stadteinwärts führt über Horstweg und Heinrich-Mann-Allee. Autofahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Die Tram-Linien 94 und 99 werden ebenfalls für die Zeit der Munitionsbergung unterbrochen. Der S-Bahn- und Regionalbahnverkehr ist nicht betroffen.

Seitens des Kampfmittelbeseitigungsdienstes ist geplant, den 250 Kilogramm schweren Blindgänger US-amerikanischer Herkunft zu entschärfen. Der Sprengkörper wurde etwa zehn Meter vom Wasser in einem Meter Tiefe gefunden. Der Bombe liegt senkrecht, mit dem Zünder nach unten im Erdreich.

Mehr als 250 Einsatzkräfte der Landeshauptstadt, der Feuerwehr und der Polizei werden am Donnerstag im Einsatz sein, um den Sperrkreis abzusichern. Informationen rund um die Entschärfung und den Sperrkreis erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landeshauptstadt Potsdam unter der Telefonnummer (0331) 289-1642 und -1645. Menschen, die nicht alleine die Wohnung verlassen können, rufen bitte die Feuerwehr unter (0331) 3701216 an und bestellen einen Transport.

Alle Infos finden Sie aktuell auch unter www.potsdam.de.

Infos für Medienvertreter
Ansprechpartner ist für Sie am Donnerstag ab 7 Uhr und bis zum Ende der Sperrungen Jan Brunzlow (Telefon: 0174 1800 759). Das Einsatzzentrum befindet sich in der Friedrich-List-Straße am Umspannwerk.

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