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Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
 

Presse-Information

der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG)


Generelle Freigabe

Neue Foto- und Film-Richtlinie ermöglicht genehmigungsfreies Anfertigen und Nutzen von Aufnahmen

Am 3. Juni 2021 hat der Stiftungsrat der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) die neue „Richtlinie der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) über Foto-, Film- und Fernsehaufnahmen vom Äußeren und Inneren ihrer Gebäude sowie sonstiger Kunstschätze und ihrer Gartenanlagen“ verabschiedet. Bis dahin galt die 1998 erlassene Richtlinie, nach der das Fotografieren und Filmen in den Schlössern und Parkanlagen und die spätere Veröffentlichung und Nutzung der Aufnahmen nur mit einer vorherigen schriftlichen Zustimmung der SPSG gestattet war.

Folgende Änderungen treten mit der neuen Richtlinie in Kraft:

  • Das Fotografieren und Filmen (ohne weitere Hilfsmittel, Technik und Personal) in den Außenanlagen der SPSG ist generell freigegeben.
  • Dies gilt auch für Innenaufnahmen, die im Rahmen eines normalen Besuches ohne Hilfsmittel und weiterem Personal (z. B. Models) erstellt wurden. Ausgenommen sind Bereiche mit Fotografierverbot (z. B. Sonderausstellungen) und besonders gekennzeichnete Leihgaben.
  • Die Veröffentlichung der Aufnahmen (Nutzung / Verwertung) für private, wissenschaftliche, redaktionelle und gewerbliche Zwecke ist grundsätzlich genehmigungsfrei erlaubt.

Weiterhin genehmigungs- und kostenpflichtig bleiben das Fotografieren in den Schlössern während der Schließzeiten sowie Fotoshootings (innen oder außen), das heißt: Aufnahmen mit Models, Protagonisten und zusätzlichem Personal sowie entsprechendem Equipment. Genehmigungspflichtig bleiben grundsätzlich auch Filmaufnahmen zu nicht privaten Zwecken, da sie in der Regel mit dem Einsatz von Personal und zusätzlicher Technik verbunden sind. Die neue Richtlinie ist unter https://www.spsg.de/presse-foto-film/kommerzielle-film-foto-anfragen-repros/richtlinien/ abrufbar.

Voraussetzung für die Erlaubnis bzw. das Untersagen von genehmigungspflichtigen Foto-, Film- und Fernsehaufnahmen, genauso wie für das genehmigungsfreie Fotografieren und Filmen, ist der stets pflegliche und respektvolle Umgang mit den Kulturgütern der SPSG. Dabei sind insbesondere die jeweiligen, Park- (siehe www.spsg.de) und Hausordnungen https://www.spsg.de/schloesser-gaerten/hausordnung-schloesser/sowie die Stiftungsanlagenverordnung https://www.spsg.de/stiftung/stiftungsanlagenverordnung/zu beachten und etwaige Einschränkungen aus konservatorischen, technischen und organisatorischen Gründen zu respektieren.

Freier Zugang zum Kulturerbe
Die alte Richtlinie für Foto-, Film- und Fernsehaufnahmen galt seit mehr als 20 Jahren. Doch bereits seit dem Jahr 2000 etablierten sich mit dem Web 2.0 die Sozialen Medien, die sich rasant zu interaktiven Massenmedien entwickelten. Die Folgen dieser Entwicklung sind u. a. völlig neue Nutzungsmöglichkeiten und -felder für alle Arten visueller Medien, denen zunehmend Bedeutung zukommt, sowie ein starkes Bedürfnis der Öffentlichkeit nach einem unkomplizierten Zugang und oft auch freier Nutzung von Bildmaterialien.

Auch die politisch-gesellschaftlichen Rahmenbedingungen haben sich – unter anderem als Reaktion auf die oben genannten Entwicklungen – verändert. Davon zeugen etwa die Berliner Erklärung zum Open Access von 2003 und die 2015 verabschiedete Open Access Strategie des Landes Berlin. Schließlich gibt es mit der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB) auf nationaler Ebene und der EUROPEANA im europäischen Rahmen mittlerweile zwei reichweitenstarke Instrumente für den freien Zugang aller Bürgerinnen und Bürger zum kulturellen Erbe. Auch die SPSG sieht sich dem Open Access-Gedanken verpflichtet.

Dass die Nutzung von selbst aufgenommenen Fotografien im Internet und vor allem in den Sozialen Medien als „öffentlich-privatem“ Raum durch die bisherige Richtlinie der SPSG einer Genehmigungspflicht unterworfen wurde, war nicht mehr zeitgemäß. Diese Genehmigungspflicht widersprach dem Anliegen und den Möglichkeiten des Internets und der Sozialen Medien, den Nutzerinnen und Nutzern das Teilen rein privater Inhalte zu ermöglichen. Ähnliches galt und gilt für Bildveröffentlichungen bei Wikimedia oder o. ä. Portalen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Bildung und Wissen allen Menschen frei und kostenlos zugänglich zu machen. Dies trifft auch auf Blogs – mit und ohne Werbung (die in der Regel der Finanzierung der Blogs dient) – zu, die überwiegend der allgemeinen Berichterstattung über die Schlösser und Gärten zugeordnet werden können.

Darüber hinaus hat sich in den vergangenen Jahren immer deutlicher gezeigt, dass alle Veröffentlichungen von Motiven der SPSG einen positiven Effekt auf die Wahrnehmung und die Bekanntheit ihrer Schlösser und Gartenensembles haben. Dies wurde bei der Formulierung einer zukunftsfähigen Fotogenehmigungspraxis der SPSG berücksichtigt und die daraus sich ergebenden notwendigen Änderungen mit der neuen Richtlinie umgesetzt.

Pressekontakt

Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg
Frank Kallensee
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