Bestandskatalog Ostasiatische Porzellane

Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin Brandenburg (SPSG) verfügt über einen Bestand an ca. 3.500 z. T. bedeutenden ostasiatischen Porzellanen, die heute vor allem in den Schlössern Charlottenburg, Oranienburg und Caputh präsentiert werden. Die über und über mit Porzellanen überzogenen Porzellankammern dieser Schlösser bildeten einst den repräsentativen Höhepunkt der dortigen Appartements und geben heute in rekonstruierter Form einen lebhaften Eindruck dieser in ganz Europa bewunderten Raumschöpfungen.

Der heutige Bestand geht zum Teil auf die bedeutenden Sammlungen der brandenburgischen Kürfürstinnen und Kurfürsten zurück, zum Teil besteht er aus späteren Ankäufen, welche die zahlreichen Kriegsverluste ersetzen sollten.

Die Sammlung umfasst kobaltblaue und farbig bemalte Porzellane der Ming- und Qing-Dynastien, darunter Kraakware und Porzellane im Famille Verte-Stil, besonders aus der Regierungsperiode des Kaisers Kangxi (1662–1722) sowie Objekte im Famille Rose-Stil aus der Yongzheng- (1723–1735) und Qianlong- (1736–1795) Ära. Darüber hinaus umfasst die Sammlung puderblau, kapuzinerbraun, goldgelb und seladongrün glasierte Objekte. Zum Großteil stammen diese aus den Werkstätten der Porzellanmetropole Jingdezhen, daneben findet man aber auch Teesteinzeuge aus Yixing, elfenbeinfarbene Plastiken aus Dehua und einige hochkarätige japanische Imari-, Brokat- und Kakiemonware der Edo Periode (1603–1867).

Im Rahmen des geplanten Katalogs wird der Bestand erstmals wissenschaftlich erschlossen und als Online-Katalog mit Suchfunktionen in Deutsch, Englisch, Chinesisch und Japanisch zugänglich gemacht.

Förderer:
Das Projekt wird durch die Scherping-Schulze-Stiftung großzügig unterstützt.

Bearbeiterin:
Anette Mertens M. A., SPSG

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