Sonderführung: Renaissance und Reformation in Brandenburg

mit Andreas Woche, SPSG

Im Frühjahr des Jahres 1542 legte Kurfürst Joachim II. von Brandenburg (15051571) den Grundstein für das Jagdhaus "zum grüenen Wald", dessen Name sich im Laufe der Zeit auf die gesamte Umgebung übertrug. Die Inschrift über dem Eingangsportal ist das früheste Zeugnis der Grundsteinlegung:

„NOCH CHRIS(TI) GEBVRT M D XXXXII VNTER REGI(RUNG) DES KEISERTHVMS CAR(LS) V HAT DER DVRCH(LAUCHTIGSTE) HOCHG(EBORENE) FVRST V(ND) HER(R) HER(R) JOACH(IM) DER II MARGGR(AF) Z(U) BRA(N)DE(NBURG) (DE)S HEY(LIGEN) RO(EMISCHEN) REI(CHES) ERCZCA(EMMERER) V(ND) KVR(FÜRST) Z(U) STE(TTIN) POM(MERN) D(E)R CAS(SUBEN) WEN(DEN) IN SCHLE(SIEN) Z(U) CHROS(SEN) HERZCZ(OG) BVR(GGRAF) Z(U) NVR(N)B(ERG) V(ND) FVR(ST) Z(U) RV(EGEN) DES H(EILIGEN) RO(EMISCHEN) R(EICHES) OB(ERSTER) FELTHAVB(TMANN) DIS HAVS ZUBAVEN ANGE(FANGEN) V(ND) DEN VII MARC(IUS) DEN ERS(TEN) STEIN GE(LEGT) V(ND) Z(UM) GRVENEN WALD GENENT“

Neben seinem Interesse für Kunst und Wissenschaft galt die Leidenschaft des Kurfürsten der Jagd. Und so hatte er bereits zuvor Schloss Grimnitz in der Schorfheide und die Burg Bötzow im heutigen Oranienburg zu Jagdschlössern ausbauen lassen. Grunewald wurde aufwendig ausgestattet und bis zum Tode Joachims II. im Jahr 1571 intensiv genutzt. Nach Umbaumaßnahmen zu Anfang des 18. Jahrhunderts unter Friedrich I. war das Schloss mit Unterbrechungen bis Anfang des 20. Jahrhunderts als Jagdaufenthalt für die preußischen Könige und Deutschen Kaiser in Nutzung. Heute ist es der älteste erhaltene Schlossbau in Berlin und dient seit den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts als Museum.

Anlässlich des 475. Jahrestages der Grundsteinlegung stellt Andreas Woche, SPSG, in einer Sonderführung die Baugeschichte des Hauses und seine Nutzung vor. Dabei geht er auch auf die größte Cranach-Sammlung Berlins ein, die seit 2011 zur Dauerausstellung im Jagdschloss Grunewald gehört.

07.05.2017 11:00 Uhr

Adresse

Jagdschloss Grunewald
Hüttenweg 100 (am Grunewaldsee)
14193 Berlin
Zur Infoseite des Veranstaltungsortes
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Treffpunkt:

Tickets an der Schlosskasse im Café

Anreise

Parkplätze:

Hüttenweg / Parkplatz Forsthaus Paulsborn.

Preise

8 Euro / ermäßigt 6 Euro

Logo: tip Berlin