Ostpreußen: Von der Hartnäckigkeit eines historischen Phänomens

Vortrag mit Dr. Andreas Kossert, Historiker und Politikwissenschaftler

Spätestens seit dem 8. Mai 1945 ist es untergegangen. Doch bereits bei der bloßen Nennung des Namens Ostpreußen wird es emotional. Denn dieses in der Geschichte versunkene Land erscheint auch mehr als siebzig Jahre nach Kriegsende in einem vielstimmigen Konzert von Erinnerungen überraschend vital und präsent. Mit einer gewissen Hartnäckigkeit ragt dieses Ostpreußen auch in unsere Gegenwart hinein, ein Phänomen, das nach Erklärungen sucht. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird als Phänomen eine Ausnahmeerscheinung bezeichnet. Ist Ostpreußen also ein solches Phänomen? Und woher rührt diese Hartnäckigkeit seines Nachlebens?

Der Historiker und Politikwissenschaftler Dr. Andreas Kossert beschäftigt sich seit vielen Jahren und in unterschiedlichen Institutionen mit dieser Frage.

Von 2001 bis Ende 2009 arbeitete Kossert als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Warschau, seit 2004 war er stellvertretender Direktor. Er legte u. a. die Studien „Masuren. Ostpreußens vergessener Süden“ (2001), „Ostpreußen. Geschichte und Mythos“ (2005) und „Kalte Heimat. Die Geschichte der deutschen Vertriebenen nach 1945 (2008) sowie „Ostpreußen. Geschichte einer historischen Landschaft“ (2014) vor. Seit Januar 2010 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Dokumentation und Forschung bei der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin.

25.02.2018 11:00 Uhr

Adresse

Schloss Schönhausen
Tschaikowskistraße 1
13156 Berlin
Zur Infoseite des Veranstaltungsortes
Berlin, Schloss Schönhausen, Gartenseite, mit Bassin.

Treffpunkt:

Schlosskasse

Anreise

Tram M1 oder Bus 250 bis Tschaikowskistraße
S 2 (Richtung Buch/Bernau) oder U 2 bis Pankow

Parkplätze nur begrenzt vorhanden

Preise

8 Euro / ermäßigt 6 Euro

Zugänglichkeit

  • rollstuhlgeeignet