Machbuba, Bilele oder Ajiamé

Mythen und Fakten über Fürst Pückler-Muskaus abessinische Reisebegleiterin, Gespräch mit Dr. Kerstin Volker-Saad, Ethnologin, und Dr. Jürgen Luh, Historiker, SPSG

Als Hermann Fürst von Pückler-Muskau während seiner sechs Jahre dauernden Orientreise 1837 auf den Sklavenmärkten in Kairo und in Khartum für sich und seine Entourage mehrere abessinische Sklavinnen erwarb, war für ihn noch nicht abzusehen, wie sehr dies sein späteres Leben verändern würde. Zu einer dieser freigekauften Sklavinnen entwickelte er eine tiefgehende emotionale Beziehung.

Trotz vieler widersprüchlicher Fakten wird die historisch nicht abgesicherte Schilderung des „Liebespaars“ Pückler-Machbuba immer wieder in Filmen, feuilletonistischen Artikeln und Romanen thematisiert. Wissenschaftliche Recherchen in Ägypten, dem Sudan und Äthiopien ermöglichen jedoch die Darstellung eines differenzierten Bildes über das Leben einer sehr jungen Abessinierin, deren Schicksal in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gar nicht so außergewöhnlich zu sein scheint.

Vorträge im Rahmen der Ausstellung „Pückler. Babelsberg – Der grüne Fürst und die Kaiserin“
Hermann von Pückler war ein ganz eigener Charakter. Er war neugierig, ein wenig in sich selbst verliebt, immer von sich selbst überzeugt. Er war unternehmend, reiste durch die Welt, sah und wollte gesehen werden. Er sammelte Anregungen und Ideen, setzte sie, wann immer er konnte, um, in Muskau, Branitz, Babelsberg; am liebsten frei nach seinem eigenen Kopf. Wenn er dies nicht leicht konnte, suchte er Beistand, etwa bei Kaiserin Augusta. Was er tat und wie er das machte, davon gibt die Vortragsreihe zur Ausstellung in Babelsberg einen Eindruck. Sie behandelt alles, was Pückler wichtig war: Reisen, Frauen, Gartenkunst.

Vortrag in Kooperation mit der Pückler Gesellschaft e. V. Berlin und dem Research Center Sanssouci (RECS)

Bildnachweis:
Decke des Tanzsaals im Schloss Babelsberg © SPSG / Foto: Gerhard Murza
Machbuba (um 1825-1840), Gemälde, Öl auf Leinwand, Künstler unbekannt, um 1840 © Stiftung Fürst Pückler-Museum Park und Schloss Branitz / Foto: O. Schubert, 1996

04.05.2017 18:30 Uhr

Adresse

Schloss Babelsberg
Park Babelsberg 10
14482 Potsdam
Zur Infoseite des Veranstaltungsortes
SPSG SchlossBabelsberg vonGlienickerBruecke WolfgangPfauder galerie

Treffpunkt:

Veranstaltung im Tanzsaal

Anreise

mit dem PKW
Es stehen begrenzt Parkplätze in der Nähe des Schlosses zur Verfügung (gebührenpflichtig).

Wir empfehlen die Anreise mit dem öffentlichen Nahverkehr.
Fahrplanauskunft unter www.vbb.de

ab S-Bahnof BabelsbergBus Linie 616 Richtung Griebnitzsee bis Haltestelle Schloss BabelsbergVon der Haltestelle Schloss Babelsberg oder Parkplatz ca. 600 Meter Fußweg zum Schloss.

Parkplan mit empfohlener Wegstrecke für Menschen mit Mobilitätseinschränkung und Fahrradstrecke im Park: (PDF, 2,2MB).

Fahrradständer im Park Babelsberg: an der Rosentreppe, am Maschinenhaus und am Kleinen Schloss (Restaurant). Im gesamten Parkbereich gilt die Parkordnung; das Radfahren ist nur auf ausgewiesenen Wegen gestattet.

Preise

Eintritt frei

Zugänglichkeit

  • bedingt rollstuhlgeeignet