Lesen, schreiben, beten – 300 Jahre Schulpflicht

Kostümführung mit Friedrich Wilhelm I. und Sophie Dorothea

„Wir vernehmen missfällig und wird verschiedentlich von denen Inspectoren und Predigern bey uns geklaget, dass Eltern, absonderlich auf dem Lande, in Schickung ihrer Kinder zur Schule sich sehr säumig erzeigen, und dadurch die arme Jugend in grosse Unwissenheit, so wohl was das lesen, schreiben und rechnen betrifft, als auch in denen zu ihrem Heyl und Seligkeit dienenden höchstnötigen Stücken auffwachsen lassen.“
Schuledikt vom 28. September 1717

Der „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I. war der Meinung, dass ein bisschen Bildung seinen Untertanen nicht schaden und somit auch seinem Staat nutzen würde. Aus diesem Grund verordnete er 1717, vor 300 Jahren, die allgemeine Schulpflicht für Kinder zwischen 5 bis 12 Jahren in Preußen. Eltern mussten ihre Kinder im Winter täglich und im Sommer wegen der Arbeit in der Landwirtschaft zweimal wöchentlich zur Schule schicken – was bei Eltern, Gutsherren und der Kirche auf Missfallen stieß. Und das Generaldirektorium befürchtete hohe Kosten für den Bau von Schulen. Da es keine Lehrer gab, wurden Soldaten zur Lehrtätigkeit vom König verpflichtet.

In einer Kostümführung kann man Friedrich Wilhelm I. (Mike Sprenger) und Sophie Dorothea (Manuela Niemann) während eines Schlossrundgangs im Streitgespräch über Schulpflicht, Bildung und Erziehung erleben.

23.04.2017 11:00 Uhr

Adresse

Schloss Königs Wusterhausen
Schlossplatz 1
15711 Königs Wusterhausen
Zur Infoseite des Veranstaltungsortes
Schloss Königs Wusterhausen

Treffpunkt:

Schlosskasse

Anreise

Parkplätze:

Eingeschränkt, bis zu zehn PKW-Parkplätze

Preise

8 Euro / 6 Euro