Hubertusmesse

Messe zu Ehren des heiligen Hubertus

Der Heilige Hubertus gilt als Schutzpatron der Jäger. In Gedenken an ihn wird in Deutschland und weiten Teilen Europas um den 3. November ­­– dem Hubertustag – eine Messe gefeiert.
Der Brauch der Hubertusmesse ist auf das Mittelalter zurückzuführen. Die liturgische Musik wurde ab dem 16./17. Jahrhundert von Metallhörnern übernommen, derer man sich zu jener Zeit auch als Jagdleitinstrumente bediente. Die Melodien der traditionellen Hubertusmesse und viele der Fanfaren und Märsche sind über 300 Jahre alt. Meist mündlich überliefert waren ihre Hauptverbreitungsgebiete Frankreich und Belgien. Am Ende des 19. Jahrhunderts entstanden dort die ersten ausgeschriebenen Fassungen.

In der Regel werden die Musikstücke auf dem Parforcehorn in Es geblasen. Sein Name leitet sich von der Parforcejagd ab, bei welcher eine Hundemeute das flüchtende Wild verfolgt. Diese Art der Jagd wurde im 17. Jahrhundert besonders geschätzt, so dass eigens dafür ein Signalhorn entwickelt wurde, das sehr weit zu hören ist. Die dafür komponierten kleinen Musikstücke sind Befehlssignale, die den Jagdablauf organisierten und Situationsfanfaren, die die nachfolgende Jagdgesellschaft über den Verlauf der Jagd unterrichteten. Der Ton ist dem des Konzertwaldhornes verwand. Äußerlich zeichnet sich das Parforcehorn durch einen sehr weiten Windungs-Durchmesser aus, der es dem Bläser und Reiter erlaubt, das Horn über der Schulter zu tragen und so beide Hände zum Reiten zur Verfügung zu haben.

Der Überlieferung nach war Hubertus (655 – 727) als junger Edelmann ein zügelloser und leidenschaftlicher Jäger. Die Erlegung des Wildes diente ihm als Selbstzweck und niemand konnte ihn daran hindern, seiner Leidenschaft hemmungslos nachzugehen. Eines Tages begegnete ihm ein Hirsch, mit einem leuchtendem Kreuz zwischen den Geweihstangen. Diese Begebenheit soll Hubertus zu der Erkenntnis gebracht haben, dass die Jagd nicht Selbstzweck sein kann, sondern als Dienst an der Natur mit weitreichender Verantwortung zu begreifen ist. Die „Achtung vor dem Geschöpf" ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein. Hubertus widmete den Rest seines Lebens der Kirche, stieg zum Bischoff von Lüttich auf und wurde nach seinem Tod heiliggesprochen. Am 3. November 743 wurden seine Gebeine nach Andagium in den Ardennen überführt. Das dortige Kloster trägt seitdem seinen Namen.

Die Brandenburgischen Parforcehornbläser Berlin sind eine Gruppe von Jägern, Reitern und Hundeleuten, die seit mehr als 40 Jahren das Parforcehorn in Es blasen. Inspiriert von dem Klang des Hornes pflegen und bewahren sie mit ihren Fanfaren und Märschen das Brauchtum der Jagd.
Das Repertoire umfasst alle Bereiche die das Parforcehorn zu bieten hat. Sie blasen Hubertusmessen, auf Jagden, Reitjagden oder Jägerbällen und geben festliche Konzerte in Kirchen.

10.11.2019 11:00 Uhr

Adresse

Jagdschloss Grunewald
Hüttenweg 100 (am Grunewaldsee)
14193 Berlin
Zur Infoseite des Veranstaltungsortes
SPSG_Jagdschloss_GrunewaldF0032514_Wolfgang_Pfauder_thumb.jpg

Treffpunkt:

Schlosshof

 

 

Anreise

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Haltestelle "Königin-Luise-Str./Clayallee (Berlin)" + ca. 1200m Fußweg

vbb-online | Fahrplanauskunft »

Parken

Parkplätze nur begrenzt vorhanden (Hüttenweg / Parkplatz Forsthaus Paulsborn).

Preise

Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet auf dem Schlosshof statt.

Eintritt ins Schloss: 6 € / 5 € ermäßigt

Zugänglichkeit

bedingt Rollstuhl geeignet

(außer Schlossbesichtigung)

Anmeldung

Keine Anmeldung erforderlich