„Die Zuneigung ist etwas rätselvolles“. Emilie und Theodor Fontane – eine Ehe in Briefen

Lesung mit den Schauspielern Inga Bruderek und Harald Polzin

Theodor und Emilie Fontane führten eine außergewöhnliche Künstlerehe. 50 Jahre gingen die Eheleute durch Höhen und Tiefen. Bedingt durch dienstliche und schriftstellerische Verpflichtungen, aber auch durch eine extrem angespannte wirtschaftliche Lage der Familie, waren sie auch immer wieder für längere Zeit getrennt. Jene Phasen überbrückten sie, indem sie sich Briefe schickten.

Ihre Korrespondenz spiegelt wieder, wie sie sich immer wieder gegenseitig Mut und Kraft geben. Emilie ist Kritikerin und Ratgeberin, schreibt Theodors Manuskripte ab. Er seinerseits versucht, aus der Ferne ihre körperlichen und seelischen Leiden mit gutgemeinten Ratschlägen zu mildern:
„Du bedarfst der Ruhe, nicht bloß in diesem Augenblick, sondern überhaupt. Du mußt versuchen, Dein Leben etwas bequemer einzurichten und mußt Dir namentlich häufiger kleine Erholungen gönnen..... Heiterkeit, gute Pflege und change of air – das ist es, womit ich mich verpflichte, Dich jederzeit wieder zu kurieren.“

Inga Bruderek und Harald Polzin lesen an diesem Abend aus der Korrespondenz der Eheleute, die Überraschendes und Schmerzliches, Schönes und Tieftrauriges enthält. Sie zeichnet das Bild eines gleichberechtigten Paares und Emilie stellt am Ende fest: „Es war doch ein schönes Leben mit ihm, und ich würde gleich noch einmal beginnen“.

Fotos: © bei den Künstlern

15.12.2019 11:00 Uhr

Adresse

Schloss Schönhausen
Tschaikowskistraße 1
13156 Berlin
Zur Infoseite des Veranstaltungsortes
Berlin, Schloss Schönhausen, Gartenseite, mit Bassin.

Treffpunkt:

Schlosskasse

Anreise

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Haltestelle "Tschaikowskistr. (Berlin)"

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Preise

12 Euro / ermäßigt 10 Euro

Zugänglichkeit

  • rollstuhlgeeignet