Die Visualisierung eines Traums

Vorstellung der virtuellen Rekonstruktion der Porzellankammer mit Claudia Sommer, Kustodin (SPSG)

Die in den Jahren von 1695 bis 1697 gestaltete Porzellankammer bildete einst den räumlichen Höhepunkt und repräsentativen Abschluss der überaus kostbar eingerichteten Wohnung des brandenburgischen Kurfürsten Friedrich III. im Schloss Oranienburg. Sie war zu dieser Zeit die größte und bedeutendste ihrer Art in den Schlössern des späteren ersten Königs in Preußen.

Von der ursprünglichen Raumgestaltung blieben lediglich das Deckengemälde, die Deckenstuckaturen und sechs Pyramiden für die Präsentation von Porzellanen übrig. Die 1945 verloren gegangene, einst durch Wandpilaster und freistehende Säulen gebildete Saalarchitektur war ganz auf die streng ornamentale Auszierung mit Porzellan orientiert. Etwa 5.000, vorwiegend blau-weiße ostasiatische Porzellane waren in langen Reihen und geometrischen Figuren in diese Raumgliederung eingefügt. Die nicht durch Fenster oder Türen eingenommenen Wandfelder trugen kleinteilige Spiegelflächen, die als Hintergrund für die dicht mit Porzellan bestellten Pyramiden dienten und den Reichtum optisch vervielfachten.

Eine Wiederherstellung  der hölzernen Bau- und Dekorationselemente kann vorerst nicht umgesetzt werden. Als erster Schritt und verwertbare Grundlage wurde ein hochdetailliertes, maß- und profilgetreu modelliertes 3D-Modell der Porzellankammer entwickelt. Es führt schon heute die ursprüngliche und prachtvolle Wirkung dieses Raumes vor Augen.

Kustodin Claudia Sommer (SPSG) gibt spannende Einblicke in das Projekt.

Adresse

Schlossmuseum Oranienburg
Schlossplatz 1
16515 Oranienburg

Treffpunkt: 

Schlosskasse

 

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Preise und Tickets

8 Euro / ermäßigt 6 Euro
inkl. Schlossbesichtigung bis 18 Uhr

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