Beethoven war hier!

Ein Konzert im Marmorpalais und mehr aus dem Musik-Leben Friedrich Wilhelms II.

Sonderführung mit Musikbeispielen anlässlich des 250. Geburtstags Ludwig van Beethovens mit Musikwissenschaftlerin Sonja Puras

War Ludwig van Beethoven (1770–1827) ein illegitimer Sohn Friedrich Wilhelms II. (1744–1797)? Tatsächlich wurde dieses Gerücht unter anderem im Brockhaus-Lexikon kolportiert und von Beethoven erst kurz vor seinem Tod eher unwillig dementiert. Wie kam es dazu?

Als Beethoven 1796 im Marmorpalais konzertierte, traf er auf einen musikbegeisterten König, der täglich zwei Stunden lang Cello spielte. Er dürfte nicht schlecht gestaunt haben über den nachlässig gekleideten und frisierten jungen Mann, der ungestüm auf seinen Silbermann-Flügel eindrosch und auf die Etikette pfiff.

Hier begegneten sich zwei, die die Weiterentwicklung der Musik wesentlich beförderten. König Friedrich Wilhelm II. verfügte mit der Königlich Preußischen Hofkapelle über eines der größten und besten Orchester Europas und bot mit seinem neuen Nationaltheater am Gendarmenmarkt zeitgenössischen deutschsprachigen Stücken und Singspielen eine Bühne. Beethoven auf der anderen Seite wollte kein höfisch angestellter Musik-Lakai mehr sein, der zu komponieren und zu spielen hatte, was sein Dienstherr befahl. Heute gilt er als Prototyp des freischaffenden Künstlers, der seine Emotionen musikalisch ausdrückte: Er wurde ein Zentralgestirn des romantischen Geniekults.

Samstag, 12.09.2020 14:30

Adresse

Marmorpalais
Im Neuen Garten 10
14469 Potsdam

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