20 Jahre Schloss Paretz

Schloss und Schlossgarten Paretz im abendlichen Lichterglanz

Für das preußische Thronfolger- und spätere Königspaar Friedrich Wilhelm III. (1770-1840) und Luise (1776-1810) zwischen 1797 und 1810 nach Entwürfen des Architekten David Gilly (1748-1808) planmäßig angelegt und mit hohem ästhetischen Anspruch ausgeführt, gilt Paretz noch heute als das Musterbeispiel der preußischen Landbaukunst um 1800. Es erfüllte sowohl den Wunsch nach einem königlichen Landsitz als auch die Anforderungen an ein funktionierendes Bauerndorf. Die Innenräume des Schlosses mit ihren gemalten und gedruckten Papiertapeten und hervorragenden Beispielen der Berliner Möbelkunst der Zeit um 1800 hatten sich ohne größere Veränderungen bis 1945 erhalten. Denn um das Andenken an die 1810 verstorbene Königin Luise zu wahren, blieben die Räume weitgehend unangetastet. Erst nach der Entfernung der Tapeten 1947 und durch den Umbau zur Bauernhochschule „Edwin Hoernle“ 1948-50 wurden Fassade und Inneres massiv verändert.

Nach dem Fall der Mauer gründete sich bereits am 15. November 1990 der Verein Historisches Paretz e. V., der sich neben zahlreichen kulturellen Aktivitäten wie regelmäßigen Konzerten, Vorträgen vor allem für die Wiederherstellung des Dorfes Paretz als frühklassizistisches Gesamtkunstwerk einsetzte. Zusammen mit der SPSG veranstaltete der Verein zwischen 1991 und 1999 in drei Räumen des Schlosses zehn Ausstellungen. 1997 erwarb das Land Brandenburg das Schlossensemble und übergab es zunächst der Fachhochschule Potsdam, die es bis 1999 nutzte. Das Landesbauamt erhielt den Auftrag, die Fassaden und Raumstrukturen des Schlosses wiederherzustellen. Die Bauarbeiten begannen im Mai 1999, das Land stellte dafür Mittel in Höhe von 3,5 Millionen Euro (7 Millionen DM) zur Verfügung. Wichtiger Anstoß dafür war die Restaurierung der Tapeten, wofür die Cornelsen Kulturstiftung 850.000 Euro (1,7 Millionen DM) zur Verfügung stellte. Die Arbeiten wurden Ende September 2001 abgeschlossen. Seit dem 1. Januar 2002 betreibt die SPSG das Schlossmuseum Paretz. Seit April 2015 ist die Dauerausstellung im Schloss inhaltlich und gestalterisch überarbeitet und thematisch erweitert: Geschichte und Nutzung des Schloss- und Dorfensembles sowie dessen Einordnung in die allgemeinen Zeitläufe werden präsentiert. Zudem werden hier Teile der erhaltenen Ausstattung aus dem verlorenen Potsdamer Brauhausberg-Belvedere gezeigt.

In festlicher Atmosphäre wird am 2. Oktober 2021 die Wiederstellung des Schlosses Paretz vor 20 Jahren gefeiert. Seither wurde das Haus von 366.681 Gästen besucht.

Nachdem die Sanierung und Restaurierung des Schlosses 2001 beendet war, folgten in den Jahren darauf die Eröffnung der Schlossremise, des Saalgebäudes und – ganz aktuell – die Rekonstruktion des Grottenberges.

Samstag, 02.10.2021

Adresse

Schloss & Park Paretz
Parkring 1
14669 Paretz / Ketzin

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Parken

Parkplätze hinter der Kulturscheune (ehem. Gutsscheune Paretz) und auf der dahinter liegenden Wiese; Zufahrt über Werderdammstraße.

Behindertenparkplätze hinter der Schlossremise.

Preise und Tickets

Eintritt frei