Schloss Lindstedt

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Ganz in der Nähe vom Park Sanssouci und doch abseits der üblichen Touristenpfade liegt Schloss Lindstedt. Den Umbau des ursprünglichen Vorwerks zum Schloss beauftragte Kronprinz Friedrich Wilhelm (IV.). Planungsaufträge erhielten die Architekten Ludwig Persius, nach dessen Tod Ludwig Ferdinand Hesse (1848), Friedrich August Stüler (1855) und schließlich Ferdinand von Arnim (1858). Offensichtlich beeinflusst durch die Beschreibungen Plinius des Jüngeren (um 100 n.Chr.) und Karl Friedrich Schinkels Rekonstruktion der Pliniusgärten entstanden das Casino mit Rundturm und aufgesetztem Monopteros, der Terrassentempel mit Portikus und großer Freitreppe sowie der großartige Säulengang zur Straße als zweckfreie Großartigkeiten in einem formalen Garten von Peter Joseph Lenné. Dieser entwarf ab 1858 die Anlage im Stil antiker Villengärten. Obwohl nur in Teilen umgesetzt, trägt der Garten in Verbindung mit dem Haus in hohem Maße zur repräsentativen Ausstrahlung von Schloss Lindstedt bei.

Nach fast 30jähriger Planung und kurzer Bauzeit konnte der König Friedrich Wilhelm IV. sein Tuscum am Katharinenholz nicht mehr bewohnen. Zu denen, die in Schloss Lindstedt lebten, zählen die Familie von Bülow, Vorfahren Vicco von Bülows, besser bekannt als Loriot, und die Familie des Generals von Falkenhayn, dessen Tochter Erika 1929 Henning von Tresckow, einen der führenden Köpfe des Attentats auf Adolf Hitler, geheiratet hatte.

Der Name Lindstedt geht auf einen Pächter aus dem 18. Jahrhundert zurück, dem königlichen Land- und Oberjäger Achatius Daniel Lindstedt.

Garten und Schloss bieten heute den geeigneten Rahmen für Vorträge, kleine Konzerte, Lesungen, gesetzte Essen, Empfänge und Eheschließungen.

Was Sie beachten müssen

Der kunsthistorische Wert der zur Verfügung gestellten Räume und Gartenanlagen erfordert eine Benutzung unter größter Schonung der Substanz. Der Veranstalter ist verpflichtet, diesem Erfordernis entsprechend die Räume und den Gartenbereich pfleglich zu behandeln.

Der Zugang zum Schloss erfolgt über den Säulengang. Zwischen den Säulen sind aus historischen Gründen keine Absperrungen vorhanden. Es besteht daher Sturz und Verletzungsgefahr! Der Veranstalter ist verpflichtet, alle Teilnehmer hierauf ausdrücklich hinzuweisen.

Einschränkungen: Offenes Feuer und Licht sowie das Rauchen sind nicht gestattet. Im gesamten Haus dürfen die Kamine nicht in Betrieb genommen werden.

Mitgebrachte Möbel sowie Dekorationselemente sind mit
einer weichen Gleitfläche zu versehen.

Das Gebäude darf nicht mit Schuhen betreten werden, die dem Parkettfußboden Schaden zufügen könnten (z. B. Stöckelschuhe oder Schuhe mit Metallabsätzen). Nach Möglichkeit sollte flaches Schuhwerk, mit Sohlen ohne bzw. mit flachem Profil, getragen werden.

Markierungen dürfen nicht an Wänden und auf Fußböden angebracht werden. Aufbauten sind nicht erlaubt.

Gartenbereich

Einschränkungen: Es sind keine Aufbauten neben den Wegen sowie kein offenes Feuer (Fackeln, Grill, usw.) erlaubt.

Auf den Schutz der Rasen und Gehölzflächen ist besonders zu achten. Rasen, Wiesen und Gehölzflächen dürfen nicht betreten werden und stehen auch nicht für Auf und Einbauten zur Verfügung.

Geplante Verankerungen im Erdboden und größere Belastung durch Aufbauten bedürfen der Genehmigung der Gartenabteilung.

Nur nach vorheriger schriftlicher Zustimmung der Stiftung dürfen Schirme, Zelte oder sonstiger Wetterschutz aufgestellt werden.

Befahren: Das Befahren mit Fahrzeugen aller Art ist nicht gestattet. Nach vorheriger Absprache mit der Gartenabteilung kann der Weg vom Adlertor bis zur Freitreppe in Ausnahmefällen mit Fahrzeugen bis max. 3,5 T zulässigem Gesamtgewicht befahren werden. Extreme Witterungsverhältnisse (z. B. aufgeweichte Wegedecken) können besondere Auflagen notwendig machen oder ein Befahren grundsätzlich verbieten.

Weg vom Tor in der Pergola zu den unteren Räumen (Küche u. ä.): Auf diesem Weg dürfen nur Handwagen und Sackkarren mit genügend breiten Reifen verwendet werden.

Laubengang: Ein Befahren des Laubenganges ist grundsätzlich untersagt.

Leitungs- und Rohrnetze: Elektrizität, Gas und Wasser dürfen nur in dem Umfang in Anspruch genommen werden, dass keine Überlastung eintritt. Insbesondere ist darauf zu achten, dass Verstopfungen der Abwasserrohre vermieden werden.

Störungen oder Schäden: Bei Störungen oder Schäden an den Versorgungsleitungen ist der Veranstalter verpflichtet, für eine sofortige Abschaltung zu sorgen und die Stiftung bzw. die von dieser beauftragten Person unverzüglich zu informieren.

Adresse

Schloss Lindstedt
Lindstedter Chaussee
14467 Potsdam
Park Sanssouci

Anreise

Parkplätze:

eingeschränkt für bis zu 20 Fahrzeuge

Kontakt

Dirk Ueberhorst

Referatsleitung Vermietungen / M.I.C.E.
SPSG | Abteilung Marketing
Postfach 60 14 62
14414 Potsdam
eventlocations(at)spsg.de

Grit Onnen

Referat Vermietungen / M.I.C.E.
SPSG | Abteilung Marketing
Postfach 60 14 62
14414 Potsdam
eventlocations(at)spsg.de

Art der Räumlichkeiten

Nutzungsort:
  • Innenraum + Open Air
Nutzungsart:
  • Stehempfang
  • Galadinner
  • private Feier
  • Eheschließung
  • Konzert, Lesung, Vortrag
insgesamt 195 qm

Vermietet werden insgesamt drei miteinander verbundene Räume im 1. OG des Schlosses, sowie die Terrasse und die eingerichtete Küche im Erdgeschoss.

  • Salon 80,0 m²
  • Gesellschaftsraum/Bibliothek 34,0 m²
  • Salon 79,0 qm²

Im Sommer steht zusätzlich der Schlossgarten zur Verfügung.

Personenanzahl:
  • bis 200

Maximal 120 Teilnehmer stehend
Maximal 50 Teilnehmer gesetzt
Maximal 50 Teilnehmer für Eheschließungen

Der Garten bietet Platz für bis zu 200 Personen.

Ausstattung und Service

80 Stühle und 16 Tische sind vorhanden.
- 12 Tische (160x70m)
-   2 Tische (120x70m)
-   2 Tische (160x80m)
Das Schloss kann beheizt werden.

Es stehen Toiletten im Schloss zur Verfügung.

Für Eheschließungen: Ein Trauzimmerset und ein CD-Player für die Zeremonie ist im Schloss vorhanden. Die Ausstattung und Einrichtung des Raumes im Vorfeld der Eheschließung in Bezug auf Stühle/Tische und ggf. Blumenschmuck muss in Eigenregie erfolgen.

Catering

Cateringküche mit Herd, ein Kühlschrank (500 l), Spüle, Gefrierschrank und Kaffeemaschine (10 l).
Bezüglich des Caterings besteht in den Sommermonaten von April bis Oktober die Auflage der zwingenden Angebotsabgabe für Cateringleistungen durch einen Cateringpartner der Stiftung.

Zugänglichkeit

  • bedingt rollstuhlgeeignet

Eingeschränkt aufgrund von fünf Stufen. Es stehen behindertengerechte Toiletten im Untergeschoss zur Verfügung.

Anfahrt:

möglich bis Eingang Garten

Der Zugang zum Schloss erfolgt über den Säulengang. Zwischen den Säulen sind aus historischen Gründen keine Absperrungen vorhanden. Es besteht daher Sturz und Verletzungsgefahr! Der Veranstalter ist verpflichtet, alle Teilnehmer hierauf ausdrücklich hinzuweisen.

Auf Weg vom Tor in der Pergola zu den unteren Räumen (Küche u. ä.) dürfen nur Handwagen und Sackkarren mit genügend breiten Reifen verwendet werden.

Ein Befahren des Laubenganges ist grundsätzlich untersagt.

Preise und Nutzungszeiten

Kosten

1.200,- € Schloss

1.500,- € Schloss und Garten
   700,- € Eheschließungen (bis zu 4 Std.)

Kulturelle Einrichtungen mit staatlicher Förderung sowie die Länder Berlin und Brandenburg erhalten Sonderkonditionen.

Nebenkosten

  • Aufsichten
  • Reinigung

Es fallen Zusatzkosten für eine Veranstalterhaftpflichtversicherung an. Diese muss der Stiftung vor Veranstaltungsbeginn nachgewiesen werden.

Ebenso fallen ggf. Kosten für Aufsichten und Reinigung an. Der Auftrag zur Endreinigung bzw. Bewachung wird wenn notwendig durch die Stiftung ausgelöst und dem Veranstalter direkt von der Firma "Fridericus Servicegesellschaft der Preußischen Schlösser und Gärten mbH" in Rechnung gestellt.

Weitere Hinweise hierzu erhalten Sie unter
Tel. 0331/58184620 (Reinigung) oder unter
Tel. 0331/58184641 (Aufsichten).

Nutzungszeit

  • ganzjährig

Ganzjährige Nutzung für ganztägige Vermietungen;
für Eheschließungen Mai–Oktober.

Eheschließungen

Mietdauer: maximal 4 Stunden, bei längerer Nutzung wird das reguläre Nutzungsentgelt berechnet.

Termine für standesamtliche Trauungen werden in Absprache mit der Stiftung und dem Standesamt vergeben.

Kontakt:
Landeshauptstadt Potsdam - Standesamt
Frau Wildner
Friedrich-Ebert-Straße 79 / 81
14469 Potsdam
Tel: 0331 / 289 1738
standesamt(at)rathaus.potsdam.de