Ausstellung zur Wiedereröffnung des Jagdschlosses Grunewald
Nach fast dreijähriger Schließung für eine umfassende Sanierung zieht in das Jagdschloss Grunewald wieder die Kunst ein!
Während im Erdgeschoss – in der Großen Hofstube und im ehemals königlichen Schlafzimmer – eine Ausstellung über die Geschichte des Schlosses und seine museale Nutzung seit 1932 informiert, stehen die Besucher im ersten Stockwerk bedeutenden Persönlichkeiten der preußischen Geschichte "von Angesicht zu Angesicht" gegenüber.
Porträts aus drei Jahrhunderten
Nirgends ist die Zwiesprache mit der Kunst für den Betrachter so unmittelbar wie bei einem guten Porträt. Welchen besonderen Reiz die Porträtmalerei ausübt, zeigen Werke aus drei Jahrhunderten - vom Barock bis zum Biedermeier.
Die Ausstellung spannt einen abwechslungsreichen Bogen von den repräsentativen Herrscherporträts des Großen Kurfürsten und seiner Nachfolger über die Gelehrten- und Künstlerbildnisse der Zeit der Berliner Aufklärung bis hin zu bürgerlichen Porträts aus dem 19. Jahrhundert. Bildnisse von Reitern und Jagdgesellschaften im Grunewald vom Biedermeier bis zur Kaiserzeit veranschaulichen die Tradition des Jagdschlosses.
Viele der Bilder stammen aus ehemals königlichem Besitz und wurden
bereits in der 1932 eröffneten Gemäldegalerie des Jagdschlosses Grunewald
ausgestellt. Die Porträts des 18. und 19. Jahrhunderts machten in diesem Konzept allerdings nur einen kleinen Teil aus, denn der Schwerpunkt lag damals auf der niederländischen Malerei.
In den 1960er und 1970er Jahren konnte die kleine Galerie Berliner Porträtisten des 18. und 19. Jahrhunderts durch günstige Ankäufe erweitert werden. So entstand im Jagdschloss Grunewald eine Sammlung vor allem höfischer Auftragsporträts, die die Entwicklung des Porträts in Berlin von der Zeit Friedrichs I. bis zum späten Biedermeier verfolgen lässt.
Bis zur Schließung des Jagdschlosses 2006 waren die Gemälde in zwei Räumen des zweiten Obergeschosses dicht an dicht gehängt. Die Ausstellung "Von Angesicht zu Angesicht" zeigt diese Bilder nun großzügiger verteilt in den Räumen des ersten
Obergeschosses. Damit führt sie die Galerietradition weiter, die das Jagdschloss von den anderen Schlössern der Stiftung unterscheidet.
Während dort Porträts der Veranschaulichung von Biografien dienen oder zur historischen Ausstattung der Häuser gehören, betont die museale Ausstellungssituation im Jagdschloss Grunewald besonders den künstlerischen Wert jedes einzelnen Bildes.
28. Mai 2009 bis 31. Oktober 2010
Berlin, Jagdschloss Grunewald
Eintritt
5 Euro / ermäßigt 4 Euro (inkl. Führung)
4 Euro / ermäßigt 3 Euro (ohne Führung)
Öffnungszeiten
April - Oktober:
täglich außer Montag, 10-18 Uhr
November - März:
Samstag / Sonntag / Feiertage, 10-16 Uhr
Letzter Einlass jew. ½ Stunde vor Schließzeit
Weitere Informationen über das Jagdschloss
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