Im Jubiläumsjahr "Friedrich300" begibt sich auch die Veranstaltungsreihe "Preußisch Grün" auf Spurensuche – in den Gärten des Königs.
Was ist aus Friedrichs Zeiten noch heute in den Gärten zu erleben? Wird seine spannungsreiche Persönlichkeit auch in der Gartengestaltung sichtbar? Wie und wofür hat er seine Gärten genutzt? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es bei Rundgängen mit Spezialisten in Berlin im Schlossgarten Charlottenburg, im Park Sanssouci in Potsdam und in Rheinsberg.
Eröffnet wird der Veranstaltungsreigen am 22. April "In Großmutters Garten".
Noch heute lassen sich im Schlossgarten Charlottenburg Attribute finden, die schon der
kleine Friedrich im Garten seiner Großmutter Königin Sophie Charlotte gesehen haben
dürfte.
Am 11. Mai werden "Geheimnisse des Weinbergs" am Schloss Sanssouci gelüftet. Das vermeintlich bestens bekannte Areal in seiner gegensätzlichen Bestimmung von Lustgarten und Begräbnishügel birgt ganz erstaunliche Geschichten.
Die Veranstaltung "Hinaus ins Freie!", bisher ein Höhepunkt am Orangerieschloss im Park Sanssouci, zieht in diesem Jahr in den Lustgarten Rheinsberg. Dort ist am 20. Mai, am Internationalen Museumstag, das "Ausfahren" der Orangeriepflanzen aus Friedrichs erster Orangerie zu erleben.
Ein Spaziergang vom Kirschgarten zum Klausberg im Park Sanssouci am 15. Juni bezeugt die Vorliebe des Königs für Tafelobst. Er schätzte eine jahreszeitlich besonders frühe Ernte und so entstanden z. B. auf dem Klausberg zahlreiche Gewächshäuser für eine große Vielfalt an Nutzpflanzen. Auf eben diesem Klausberg wurden 2011 erstmals wieder Weintrauben geerntet. Grund genug, am 24. Juni zusammen mit den Mosaik-Werkstätten hier ein Winzerfest zu feiern, bei dem exklusiv der erste Wein (Jahrgang 2011) von diesem Hang versteigert wird.
Abenteuerlich wird es am 22. Juni "Nachts in Friedrichs Garten". Die Lampionwanderung zur Glühwürmchenzeit für die ganze Familie führt vom Chinesischen Haus über das Drachenhaus bis zum Belvedere am Klausberg.
Entdeckungen "Von Ägypten bis zu Preußens Gloria" sind am 20. Juli beidseitig der Hauptallee im Park Sanssouci zu machen.
Zur Beantwortung der Frage "Sentimentalität bei Friedrich?" ist man dann am 27. Juli zwischen Freundschafts- und Antikentempel in der Nähe des Neuen Palais unterwegs. Über des Königs Verhältnis zur Antike wird am 31. August anhand des Skulpturenprogramms rund um das Neue Palais berichtet.
Die Spurensuche endet am 22. September, wenn "Der kronprinzliche Schlossgarten zu Rheinsberg" im Mittelpunkt steht. Auch hier, wo der Kronprinz Friedrich seine glücklichsten Jahre verbrachte, sind seine grundlegenden Gestaltungen für den Garten noch sichtbar, wenngleich es sein Bruder Heinrich war, der dieses Gartenreich in den folgenden 50 Jahren prägte.
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